30. Juli 2014

Auf einmal war es saulecker: Hähnchenmägengulasch

Ich habe doch neulich schon von Hühnerherzen und -mägen gesprochen, als ich das Rezept für Hühnerherzengulasch gepostet habe. Statt, wie der Spanier der Familie, die Hühnermägen typisch für deine Region in Knoblauch und Öl anzubraten, entschied ich mich letztendlich doch für etwas anderes. Klingt jetzt vielleicht nicht mehr so spannend, nach meinem Eintrag neulich, aber ich habe Hühnermägengulasch gekocht.
 
 
Die Frage ist berechtigt, warum ich das denn jetzt noch poste und nicht einfach zum letzten Gericht vermerke, dass das auch mit Mägen geht.
Nunja, das Gulasch hier wird etwas anders gemacht. Eher so, wie ich ein Fleischgulasch mache.
 
Irgendwie wollte es erst nicht richtig klappen, dachte ich, denn das erste Abschmecken war eher ein Abschrecken. Die Mägen total knorpelig und der Geschmack fettig und fad.
Aber Gulasch ist ja nicht Gulasch, würde er (eigentlich "es", oder?) nicht mit der Zeit immer besser werden.
Am Ende war ein grandioses Gericht auf dem Teller, was ich mir unbedingt merken muss. Also kommt es natürlich auch hier auf den Blog (ja, auch hier heißt es eigentlich "das").
 
Ich hatte nach dem Angießen irgendwann immer noch zu viel Flüssigkeit im Topf, obwohl ich mit Deckel arbeiten wollte und nicht noch mehr einkochen wollte. Weil sowieso Makkaroni gewünscht wurden, habe ich sie kurzum dazugegeben. So konnten sie noch etwas von der Flüssigkeit aufsaugen. Dadurch wurde es dann auch sowas von unschlagbar lecker. Die Nudeln nahmen nicht "einfach nur" Salzwasser auf, sondern gleich die ganzen Aromen vom Gulasch.

 

Hähnchenmägengulasch 

  • ca. 300g Hähnchenmägen, unbedingt entknorpeln (meist ist in der Mitte ein ungenießbares Stück)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 -1TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz, Pfeffer/ Pfefferkörner
  • Tomatenmark (ich spare daran nicht gerne: 1 EL nehmen)
  • je 1/2 rote und gelbe Paprika
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 150-200 ml Rotwein
  • eine Handvoll Makkaroni
  • optional: Petersilie
  • 100g saure Sahne oder Créme fraîche (ich finde es besser ohne)
Die Zwiebel in Öl andünsten (Zeit dabei lassen), dann die Mägen anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenmark unterrühren.
Mit Rotwein und GEmüsebrühe ablöschen. Gemeinsam mit Lorbeerblatt und Paprikapulver 15 Minuten mit Deckel köcheln lassen.
Makkaroni und Paprika (in mundgerechten Stücken) zufügen und so lange garen, bis die Flüssigkeit aufgesaugt ist. Ist das der Fall und die Nudeln sind noch nicht nach Wunsch gar, dann noch etwas Flüssigkeit nachgießen (ähnlich wie bei einem Risotto).
 
Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.
 
Die Paprika kann man auch gleich am Anfang mit anbraten, so behält sie noch etwas mehr Biss.
 
Frohes Schlemmen, eure TONI


29. Juli 2014

Jaaa, die neue Desgustabox ist da! Und Aktionscode für euren Rabatt

Jaaaa, da ist sie wieder! Die neue Degustabox!!! Diesmal super sommerlich, mit vielen Getränken. Aber mal ganz von vorn.
 


KauToffees von Jahnke und Erdbeertortenfüllung von Maintal. Erster Eindruck: Mag ich nicht und mag ich. Also von der Tortenfüllung bin ich ja schon jetzt begeistert, ohne sie schon benutzt zu haben. Sie kommt in einer simplen Marmeladenglas-Verpackung daher und verspricht mit etwas Sahne in Minutenschnelle eine leckere Torte zu zaubern. Jede Sorte hat einen Hauch Likör. Diese hier Marc de Champagne. Da wird selbst eine "schnelle Torte" zum Highlight. Es gibt davon noch drei andere Sorten.
Die Kautoffees sind das einzige aus der Box, die ich gleich verschenken wollte. Kautoffees mag ich nicht. Bei der Beschreibung steht aber, dass es kein Kaubonbon ist, aber auch kein Toffee. Sie sollen wohl kaum an den Zähnen kleben und eine geschmeidige Struktur haben. Naja, vielleicht probiere ich ja doch mal ein Stück.

Cola Rebell (davon bin ich jetzt schon absoluter Fan!) und Limonaden von Valensina in den Sorten Zitrone und Orange mit extra hohem Fruchtanteil. Trinkt sie am besten schön kalt. Genau wie die goldene Cola. Sie hat übrigens nur 15kacl, ist ohne künstliche Süßstogge, Farbstoffe oder Phosphorsäure und ist mit Ingwer, Zitrone und Guarana noch dazu vegan.
 
 
Antipastitomaten (von Kluth)? Immer her damit, gerade, wenn sie zwar getrocknet sind, aber nicht steinhart oder in Öl eingelegt. Daneben seht ihr von Oryza den Risottoreis bzw. Paellareis. Beides zusammen schreit doch förmlich nach einem Paellarezept (von Risotto bin ich kein großer Liebhaber)!
 



Spicy Jalapeno-Marinade von Ostmann. Drinnen ist Jalapenoschote, Kardamom, geräucherte Paprika und ein Hauch Knoblauch. Es ist keine kleine Marinadenpackung sondern ein großer Beutel, in den 1kg Grillgut hineinpasst.

Fruchtig herber Sirup von Tri Top in der Sorte Pink Grapefruit. Nehmt ihn als Zugabe für einen Mojito, das schmeckt super! Wenn ihr euch wundert, was darunter auf dem Bild zu sehen ist: es sind zwei Wassereisstäbchen. Die kenne ich noch von früher. Nur war es damals nicht mit hochwertigem Wodka angereichert. Es gibt die Sorten Zitrone, Pfirsich, Kirsche, Cola und Himbeere. Künstliche Farbstoffe und Aromen findet ihr nicht.

Alles weitere zur Degustabox findet ihr hier. Es gibt auch eine Facebookseite, auf der auch ich immer auf dem Laufenden gehalten werde.

Und für alle meine Leser habe ich jetzt einen Aktionscode, mit dem ihr auf eure Bestellung bis zum 31.10.2014 5Euro Rabatt erhaltet: ETFT8

Frohes Schlemmen, eure TONI

27. Juli 2014

BBQ ist nicht dasselbe wie Grillen: Wassermelonensalat und Texas BBQ {REZENSION}

Ich muss sagen, ich hatte schon gar keinen Bock mehr, das Buch zu rezensieren. Ewig wartete ich drauf, der Erscheinungstermin verschob sich immer mehr und ich rechnete schon gar nicht mehr damit, es irgendwann in den Händen zu halten.
Jetzt gibt es das Buch endlich. "Texas BBQ" vom Hädecke-Verlag. Gespannt habe ich hineingeblättert. Dieses Buch unterscheidet sich, wie ich finde, sehr von anderen. Es ist keine reine Rezeptsammlung, sondern zeigt an vielen Stellen Tipps, Tricks aber auch Einstellungen und Lebensart des Autors, Jonas Cramby. Das macht das ganze Buch authentisch und interessant. Oftmals blättere ich uninteressiert zu den Rezepten weiter, aber dieses Buch schaffte es irgendwie, mich genauer damit zu beschäftigen. 
Es geht um das BBQ. Nicht um das Grillen. Um es drastischer auszudrücken: um das amerikanische BBQ, nicht das deutsche oder europäische (sofern es sowas überhaupt geben mag).
Durch einige Dokumentationen, hat man die Lebensart im Süden Amerikas schon kennenlernen können. Man stellt sich einen graubärtigen 60jährigen Trucker vor, der mit seinen von der Sonne braungebranntmarkten, tattoowierten Armen vom Campingstuhl aufsteht, sein Bier beiseite stellt und in Ruhe das saftige große Stück Rinderfleisch umdreht, was vor einem Tag noch freilebend, gleich nebenan da grüne Gras genoss.
American BBQ, da denke ich, diese Leute dort nehmen sich den gesamten Sonntag Zeit, um gemeinsam zu sitzen (sie kommen ja auch immer total gastfreundlich daher), Freude zu haben, Bier zu trinken und irgendwann, nach einiger Zeit gemeinsam das fertige perfekte Essen zu genießen.

Ich beneide jeden, der sowas schonmal erleben durfte, ich finde es klingt und sieht immer total toll aus. Fern von Alltagsgedanken, fern vom deutschen Stress für das Essen nur 10 Minuten zu haben und höchstens eine halbe Stunde am Grill zu stehen.


In dem Buch kommt genau dieses feeling rüber. Es wird vorgeschlagen, sich einen Campingstuhl zu kaufen, sich ein Bier zu genehmigen und einfach sitzen zu bleiben, da man ja auf das Fleisch aufpassen muss. 
Die andere Seite des langsamen Grillens, bei dem der Grill mindestes drei Stunden vor dem Essen angeschmissen wird, ist der Genuss. Durch das langsame Garen bleiben die Fleischstücke saftig und butterweich. Hinzu kommt noch das unverwechselbare Raucharoma.

Das Buch ist etwas für richtige Grill BBQ-Liebhaber und meiner Meinung nach nichts für welche, die einfach nur schnell ein neues, gutes Rezept suchen. Sicher könnt ihr die Rezepte auch benutzen, wenn ihr sie schnell zubereitet. Original ist das dann aber nicht. Im Buch ist weiterhin angegeben, welche Grills (ja ich weiß, dafür gibt es ein besseres Wort) man am geeignetsten nimmt, aber auch, dass die Zubereitung im Ofen funktioniert, da dann eben nur das gewisse Flair fehlt.

Ich finde es toll, wenn man sich den ganzen bzw. halben Tag Zeit nimmt für solch ein BBQ. Leider klappt das auch nur, wenn andere mitmachen und da kenne ich kaum welche. Die meisten sind die schnell, schnell-Leute, die dann erst kommen, wenn das Essen bereits auf dem Tisch steht. Schade eigentlich, mir gefällt der Texas-Stil.

Aus dem Buch habe ich schon einige Tipps mitgenommen. Wie man Rubs (das sind die Gewürzmischungen zum Einreiben des Fleisches, nicht zu verwechseln mit Marinaden, die in diesem Buch eher beiseite gelassen werden) am besten selbst herstellt, seine eigene Kombination findet, was man wie macht, wie viel Zeit das Fleisch braucht, welche Temperatur vorherrschen muss usw.


Gleich am ersten Tag habe ich aus dem Buch etwas ausprobiert. Ihr könnt euch denken, dass ich so spontan kein BBQ auf die Reihe bekommen habe, allerdings einen schönen Salat. Ich bin durch die Burger und die dafür selbst eingelegten Gurken darauf gekommen, weil ich bei den eingelegten Pickles auch ein Rezept für Melonenpickles gefunden habe. Dazu gab es einige Seiten weiter ein Verwendungsvorschlag mit Salat.


Ich habe so einen Salat schonmal gemacht, dachte ich. Es ist der, der auch ab und an von Bloggern vorgestellt wird. Melone und Feta. Nichts, wofür man ein Rezept bräuchte, es sei denn das Dressing ist besonders umwerfend.
Nunja, schaut euch dieses Rezept aus "Texas BBQ" einfach mal an. 

Texas BBQ
Jonas Cramby
Hädecke-Verlag
Preis: 29,90 €
ISBN 978-3-7750-0664-4
Seiten: 144
Abblildungen: 141
Inhaltsangabe
Was ist BBQ?
BBQ-Basics: Technik und Zubehör, Holz, Grillzeit und -temperatur Rezepte
Das Beste aus der Mitte
Das Beste aus dem Osten
Das Beste aus dem Westen
Beilagen und Saucen
BBQ-Roadtrip durch Texas
Rezeptverzeichnis






Pickled Watermelon Salad

für die Pickles
1/2 Melone dünn schälen, sodass das Weiß noch erhalten bleibt. Dann in 3-4cm Stücke schneiden
je 200ml Cidre oder Apfelessig und Wasser zusammen mit 180g Zucker, einem 2 Lorbeerblättern, einer Zimtstange, 8 Pfefferkörnern und 1 EL Salz aufkochen. Die Melonenstückchen 1 Minute mit erwärmen.
der Salat

Die eingelegten Wassermelonenstücke mit gleich viel uneingelegten (diese ohne Schale) auf einem Teller anrichten. Je Teller eine halbe kleine rote Zwiebel in Ringe schneiden und darüber verteilen. Etwas Fetakäse (gerne marinierter) nach Belieben darüberbröseln. Salz und Pfeffer aus der Mühle über den Salat geben, mit einigen Spritzern bestem Olivenöl beträufeln und mit Minzblättchen garnieren.

Laut Originalrezept noch zu verwenden: 1/2 Fenchelknolle, gehobelt, eine Jalapeno sowie Saft einer Limette


Frohes Schlemmen, eure TONI

26. Juli 2014

Strudel muss nicht immer süß sein: Gemüsestrudel

Ich zeige euch das Rezept, wie ich es sonst mache. Heute habe ich Knoblauch und Zwiebeln vergessen, aber das machte nichts, weil ich den aromatischen Frischkäse hatte, der sowieso schon nach Knoblauch riecht:) Gern nehme ich auch mal Ziegenfrischkäse. Ihr könnt auch anderes Gemüse verwenden. Gut finde ich noch Karotten. Weniger gefällt mir Aubergine, weil sie mir meist nicht bissfest genug ist.




Gemüsestrudel mit Frischkäse
je 1/2 gelbe und rote Paprika
200 g Zucchini (ca. 1 Stück)
1 rote Zwiebel, 2 Knoblauchzehen n. Belieben
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig n. Belieben
Salz, Pfeffer
2 kleine Bresso- Frischkäse-Quader
2 kleine Stiele Thymian, etwas Rosmarin
1/2 Packung Yufkateig (ich hatte den von Tante Fanny)
etwas Öl zum Bestreichen
Ofen auf 200°C vorheizen, das Gemüse schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls waschen und fein hacken. Alles zusammen in eine Schüssel geben, mit 1 EL Öl und ggf. Essig vermengen.
Auf ein Blech geben, Kräuter darauf geben und 20 Minuten in den Ofen geben.
Nach dem Backen mit dem Frischkäse, Salz und Pfeffer mischen.
Kurz abkühlen lassen.
Teig überlappend legen (ggf. mit etwas Wasser oder Öl anfeuchten). Gemüse darauf verteilen und zusammenrollen. Dabei aufpassen, dass der Teig nicht reißt. Ungeübte könnte ein Geschirrtuch dabei gut helfen. Dafür den Teig auf das Tuch legen und zum Rollen das Tuch immer weiter anheben.
Die Enden offen lassen oder zusammenrollen und unter den Strudel schieben.
Strudel mit Öl bestreichen und auf ein Blech heben. Für ca. 20 Minuten backen.


Frohes Schlemmen, eure TONI

25. Juli 2014

Kochgelaber aber figurfreundliche Saure Sahne- Johannisbeer- Tarte

Langsam erhole ich mich von meinem Fastfood-Schock, von dem ich euch ja hier schon berichtet habe:)
Für mich sind die freien Tage noch nicht vorbei und ich komme schon gar nicht mehr davon ab zu planen, zu kochen und Kochkrams zu lesen.

Was steht die Tage auf dem Kochplan? Ich hab jedenfalls Lust auf Pfifferlinge, auf mein Kritharakirezept (das muss auch endlich mal Einzug hierher finden), Schmorgurkencurry, Frikassee, Weißkohllasagne (einfach mal ausprobieren, vielleicht wird es ja auch wirklich komisch;) und vielleicht nochmal was mit Thunfisch. Morgen gibt es auf meinem Teller jedenfalls erstmal Bete-Carpaccio.

Ihr seht schon: so viel Gekochtes. Da kommt mir in letzter Zeit immer mehr der Gedanke, etwas an meinem Blog zu ändern. Ja klar, einfach den Namen. Aber die URL muss auch noch anders werden. Soll ich sie ändern oder soll ich vielleicht gleich ganz mit dem Blog umziehen? Bzw. einen neuen schreiben? Aber wie soll denn ICH das bitte machen? Ich habe doch keine Ahnung von dem ganzen Krams. Und am Ende stehe ich ohne Leser da, weil ich mit meinen Rezepten und gelegentlichem Blabla irgendwo im Netz rumschwirre.
 
Und den neuen Namen brauche ich ja auch erstmal.

Der Blog ist ja schon knapp über ein Jahr alt. Ich weiß noch, was das für ein Gesuche war, dies und das zu verlinken, jenes einzustellen und den ganzen Twitter- und Facebookkrams zu aktivieren. Bei Pinterest komme ich schon gar nicht mehr hinterher.

So viel dazu. Für alle Leser, die lieber was zu Rezepten hören wollen: hier kommt ne super leckere, schnelle Johannisbeertarte. Und das mal ohne den Pudding, den es so oft auf solchen Küchleins gibt. (Der aber auch wirklich saulecker ist:)

Es wird Zeit, dass ich das Rezept mal verblogge, denn es ist das Standartrezept für meinen Blaubeerkuchen. Nur diesmal habe ich Johannisbeeren verwendet. Lecker!

Saure Sahne - Johannisbeer - Tarte

Mürbeteig eurer Wahl oder:

Teig 
150g Halbfettbutter / 140g Magerquark / 330g Mehl / 1 Pkg. Backpulver / 50g feiner Zucker
Butter zerlassen und abkühlen lassen. Restliche Zutaten verkneten und ausrollen. In eine mit Backpapier ausgelegte Tarteform geben und einen Rand formen.
Guss
300g saure Sahne / 1 Ei / 60g Puderzucker / 2 EL Vanillezucker / 1 gehäufter TL Speisestärke
Alle Zutaten verrühren.
Beeren
ca. 400g Johannisbeeren, vom Grün befreit (das macht ihr am besten in einer bewegung mit einer Gabel)
Auf dem Teig verteilen und dann den Guss darübergeben. (Ich habe es diesmal aber andersherum gemacht.)

Frohes Schlemmen, eure TONI

24. Juli 2014

Grillen NUR im Sommer? Austro Grill {REZENSION}

Alle Welt grillt. Ihr auch? Ich habe ja schon in einem vorherigen Post erwähnt, dass ich diese tolle Sache erst dieses Jahr für mich entdeckt habe. Ich denke, ich habe schon gut was aufgeholt (Pilze mit Käsecremefüllung, Thunfischsteak mit Kirschtomatensalsa, Chorizohäppchen mit Halloumi), allerdings kannte ich ja kaum irgendwelche BBQ-Bücher oder BBQ-Zubehör, weil ich mich einfach nicht mit diesem Thema beschäftigt habe. Zedernplanke, Pellets, Raucharoma... alles neu für mich.
Daher bin ich auch erst jetzt auf ein tolles Buch gestoßen, was schon etwas älter ist (von 2011), aber nichts desto trotz super Rezepte und Anleitungen enthält.
 
Was mir als erstes daran aufgefallen ist: Es geht um ganzjähriges Grillen. Warum sollte man nur im Sommer grillen, fragen sich die Autoren. Und das frage ich mich auch, also war schon einmal mehr klar, dass das Buch in meinen Besitz muss. Glücklicherweise hatte der Löwenzahnverlag noch welche da.
Klar grille ich im Sommer vielleicht mal eher, weil dadurch die Küche kalt bleiben kann und zu den heißen Temperaturen nicht zusätzlich noch mehr Hitze ins Haus kommt.
 
Ich will aber auch an kälteren Tagen grillen. Nicht alleine schon deswegen, weil ich jetzt einfach so unzählig viele Rezepte kenne, die ich sonst gar nicht alle schaffen würde. Ich finde es toll, wenn einige davon berichten, dass sie beispielsweise Silvester mal nicht raclettet oder fondued haben, sondern schön gegrillt.
 
Ich glaube das will ich dieses Jahr auch machen: Silvestergrillen. Aber bis dahin ist ja noch Zeit und ich will euch hier jetzt ja auch nicht in den Winter schicken. Mich interessiert trotzdem, was ihr für eine Meinung dazu habt. Ist Grillen nur was für den Sommer? Nutzt ihr den Sommer dann auch richtig dafür? Und was macht ihr am liebsten; die Männer das Fleisch, was auf den Grill kommt, die Frauen "nur" Salate, die den Tisch bereichern und das Essen ausgewogen machen?
 
Austro Grill ist jedenfalls für beide der Fraktionen. Neben richtig lecker aussehenden Steaks und Beilagen vom Grill, gibt es auch die ungegrillte Variante. Also eben Kartoffelsalat und Co.
 
Ja, das klingt langweilig sagt ihr jetzt bestimmt. Kartoffelsalat kann ich mal eben googlen und finde ... wartet... 3.500.000 Einträge. Joar, aber ich könnte mir sogar vorstellen, dass bei diesen vielen Googleeinträgen nicht ein einziger Kartoffelsalat so wie der aus dem Buch ist. Der ist besonders. Und deswegen steht der schon gleich mal auf meiner Liste und sicherlich auch bald auf meinem Blog. Kein son typisches Ding. Weder Mayo-, noch Ölvariante. Nee, mit Paprikasalsa. Und für die gibt es auch ein Rezept. Mmmmhhh!
 
Lasst euch einfach gesagt sein, dass es sich wirklich lohnt, dieses Buch zu Hause zu haben und es rund ums Jahr zu nutzen (da haben wir es wieder, esst ihr nicht fast alle Kartoffelsalat zu Weihnachten?).
Austro Grill

Austro Grill

Autoren: Toni Mörwald, Renate Wagner-Wittula, Jörg Wörther
ISBN: 978-3-7066-2486-2
Umfang: 288 Seiten
Preis: 24,95 €

viele köstliche Rezepte mit österreichischer Note
unterschiedliche Fleischsorten, Gemüse, Süßes
Marinaden, Gewürzmischungen, Saucen, Dips und Beilagen
Grill-Basics einfach beschrieben

250 Rezepte mit appetitanregenden Fotos



Grillrezepte von mir findet ihr hier.

Frohes Schlemmen, eure TONI

23. Juli 2014

Wieder zu Hause und es gibt mal anderes Gulasch

Ich war einige Tage außer Haus. Sowas tut einfach auch mal gut! Fern von allem Alltag.
Von mir gibt es jetzt aber keine kulinarischen Einblicke in die letzten Tage, damit würde ich mich wohl selber ins Blogger-Aus verbannen, nie wieder eine Chance auf Bloggerawards haben und wahrscheinlich in einigen Tagen nur noch betteln, dass mir doch bitte wenigstens einige Leser weiterfolgen.

Somit lasse ich also unzählige Bier- und Kebabfotos weg und poste auch nicht die berühmten Pommes, die ja mit ihren zig verschiedenen Saucen eigentlich eine Spezialität für Belgien darstellen, nach unzähligem Verzehr einem dann aber doch irgendwann zu den Ohren raushängen.
Aber selbst ich kann mich auch mal einige Tage von Fastfood ernähren, wenn man dafür gute Stimmung, Musik und einfach einmalige Erlebnisse bekommt, was auf dem Festival ganz sicher der Fall war.
 
Ein Stück Melone habe ich mir sogar auch gegönnt! Das waren mir die vier (ja, richtig gelesen!) Euro wert für das höchstens Sechzehntel Stück.
Gestern kam ich wieder zu Hause an und siehe da, der Kühlschrank hatte Lust sich aufzufüllen und bot mir Hühnerherzen und -mägen.
 
KLICKT JETZT BITTE NICHT GLEICH WEG, um Mägen geht es gar nicht. Und haltet mich nicht für irre, aber Hühnerherzen schmecken mir! Wirklich. Vorausgesetzt es ist richtig zubereitet. Omas Nudelsuppe mit Herzen fand ich sogar schon als kleines Kind saulecker und wollte gerade immer die meisten Herzen.
Ne warme Suppe, quasi schon fast nen Eintopf, wollte ich bei diesen Temperaturen aber nicht kochen. Nein, es gab etwas anderes. 
 
Endlich habe ich mal eines von den Rezepten gemacht, die schon so lange auf der Liste stehen. Einfach so, weil nunmal grad Herzchen da waren.
 

 
 
Hühnerherzengulasch
 
200g Hühnerherzen
1 Möhre
1 Zwiebel, gehackt
200ml Gemüsebrühe (ich könnte mir auch gut einen Teil Rotwein oder Rotweinessig vorstellen)
1 Lorbeerblatt
3 Pimentkörner
getrockneter oder frischer Majoran
Salz, Pfeffer
etwas frische Petersilie, gehackt
ggf. 1/2 Tl Mehl
 
Das überschüssige Fett der Herzen und die Zugänge am besten entfernen.
Die Zwiebel in etwas Öl andünsten. Das kann ruhig so lange dauern, bis ihr mit dem Schneiden der Möhre in ganz feine Würfel fertig seid.
Nun die Herzen anbraten, bis sie gerade durch sind.
Restliche Zutaten bis auf Petersilie und Mehl zufügen und kurz einkochen lassen.
Abschmecken, dann Petersilie untergeben und ggf. das Gulasch mit Mehl abbinden.
 
Dazu passt Reis oder Couscous. Ich esse es allerdings am liebsten pur.
 

Frohes Schlemmen, eure TONI
 
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