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4. November 2021

Veganer Apfel-Birnen-Strudel mit Pinienkernen und Apfelzimtsauce nach Bernd Siefert {REZENSION süss und vegan}

Darf ich vorstellen: ein veganer Apfel-Birnen-Strudel!
Ist jetzt nicht so, dass ich dem vegan-Hype verfallen bin. Aber ich bin Bernd Sieferts Rezepten verfallen. Seitdem ich ihn kenne! Also seit drei Jahren ca. Bisher: alles lecker! TOP!
Sein Buch "Süss und vegan" musste dann auch sein, denn der Gute weiß einfach mal, wie man zu backen hat! Und bei jedem Rezept gibt es ein i-Tüpfelchen, dass dann doch nochmal den Unterschied zum guten alten Rezept von Omma macht.
Aber damit Omma nicht ganz beleidigt ist, nehmen wir wenigstens eine weiße Tischdecke und richten alles schön spießig an. Tadaaa: der VEGANE APFEL-BIRNEN-STRUDEL!


Apfelbirnenstrudel mit Pinienkernen und Apfelzimtsauce

  • Strudelteig: 170g Weizenmehl Typ 405 / 1 Prise Salz / 3 EL Sonnenblumenöl und etwas zum Bestreichen / 1 TL heller Essig

    • Alle Zutaten glatt verkneten, dünn mit Öl bestreichen und 30 Minuten ruhen lassen.
     
  •  Semmelbrösel: 100g vegane Margarine (Raumtemperatur) / 100g vegane Semmelbrösel / 5 EL Sonnenblumenöl
    • Semmelbrösel: Margarine aufschlagen, mit Semmelbröseln und Öl zu Streuseln kneten.
  •  Füllung: 1 Vanilleschote / 300g Äpfel / 300g Birnen / Saft und Schale einer Bio-Zitrone / 1 Prise Zimtpulver / 60g geröstete Pinienkerne / 50g Rohrzucker / 20g vegane Margarine
    • Obst in Scheiben schneiden, Vanillemark aus der Schote kratzen und alles bis auf die Margarine mischen.
      Teig dünnstmöglich (auf einem Küchentuch) ausrollen, Ränder abschneiden, Margarine zerlassen und Teig damit bestreichen. Danach mit den Bröeln bestreuen. Füllung auf dem oberen Drittel verteilen und den Strudel aufrollen.
      Auf ein mit Backpapier belegtes Blech rollen und bei 200°C 30 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
  •  Apfelzimtsauce: 200g Schmandersatz aus Soja / 200g Apfelmus / 100ml Sojacreme / Schale und Saft einer halben Bio-Zitrone / 1 Vanilleschote / 1/4 TL Zimtpulver / 2 EL Calvados / 45g Rohrzucker
    • Alle Zutaten zu einer glatten Sauce mixen und kalt zum Strudel servieren.
Man kann den Strudel auch lauwarm, frisch aus dem Ofen servieren. Dazu passt dann auch ein veganes Vanilleeis. Lecker!

Aus dem Buch vegan und süss - die besten veganen Kuchen, Torten, Desserts und Cookies von Bernd Siefert 
erschienen im Mattaes-Verlag

Preis: 24,95€
Seiten: 160
1. Auflage 2015
Hardcover, 275 x 200mm
ISBN: 978-3-87515-404-7

http://www.matthaes.de/essen-geniessen/backen/vegan-suess,978-3-87515-404-7.html


Bernd Siefert ist Weltmeister der Konditoren und hat nun ein Buch für uns bereitgestellt, bei dem auch Veganer ganz in den Genuss seiner Backkünste kommen können. Keine Butter, keine Eier werdet ihr in den Zutatenlisten finden und trotzdem leckere Kuchen, Torten, Cookies oder Desserts backen können.
Gerade vegane Backrezepte sind sehr beliebt, weil es einfach noch nicht allzu viele davon gibt, die wirklich überzeugen können. Endlich haben wir eine gute Sammlung von Rezepten, von denen ich euch versichern kann, dass auch Naschkatzen ganz auf ihre Kosten kommen, auch wenn sie noch nicht so vertraut mit der veganen Küche sind.
Mehr als 60 Rezepte werden im Buch vorgestellt. Für einen Konditorenweltmeister erwarten wir knifflige Sachen. Die auszuprobieren macht Spaß! Aber auch einfache Backereien stehen bereit.
Alles wird anschaulich erläutert und es gibt Tipps für passende Saucen und Co., die man noch zusätzlich servieren kann.
Tipps, mit welchen Produkten sich tierische Zutaten ersetzen lassen, gibt uns Bernd Siefert hier auch, sodass wir selbst unsere traditionellen Familienrezepte veganisieren können.
Ansonsten nehmen wir eben einfach seine: vom Apfelbirnenstrudel, Mandelsandkekse, Creme Brûlée und Kokosmilchreis mit Sauerkirschen und Mango bis hin zur Zitronentarte mit Blaubeeren – wir müssen auf nichts verzichten.

Eine Buchvorschau und mehr Infos gibt`s [hier].




28. April 2021

Patisserie artisanale depuis 1938: Financiers noisette

Frankreich... Ich liebe dieses Land. Vielleicht geht es euch auch so. Paris, Bordeaux, Nizza, Toulouse,... Mir geht es gar nicht mal so sehr darum, dass man dort so leckere Dinge findet. Aber die machen Frankreich natürlich auch aus.
Wer zuerst an Schnecken und Froschschenkel, Leberpastete und Nizzasalat denkt, liegt zwar nicht falsch, aber viel toller sind natürlich noch die süßen Gebäcke, die in den Auslagen der vielen kleinen patisseries, also Bäckereien/ Konditoreien glänzen. Obwohl die Franzosen mit ihrem kurzen Schwarzen und einem Croissant zufrieden sind, findet man noch so viel mehr... pain au chocolat, Brioche, Baba au rhum, Tarte au citron,...
Neben Madeleines und Cannelés mag ich am allerliebsten Financiers.
Diese kleine Leckerei eignet sich gut als Häppchen, man kann sie also schön einem Buffet beisteuern, bei Feiern, auf Arbeit oder einfach nur bei einer gemütlichen Kaffeerunde mit Freunden.
 

Financiers kommen aus Frankreich und waren ursprünglich rund. Später waren es wohl die Schweizer, die sie so gebacken haben, dass die Form einem Goldbarren gleicht, was auch zum Namen passt. Für die „Financiers“, also die Finanzleute, wurden diese Kuchen nämlich damals gebacken. Damit sich die feinen Herren ihre Hände nicht beschmutzen, waren die Kuchen auch nur so klein. Eigentlich sind sie aus geriebenen Mandeln gemacht. Bei mir gibt es aber heute Financiers noisette, also mit Haselnüssen.
Mmmmhhh, ein Kakao oder Käffchen dazu und fertig!



Nun zu meinem Rezept:

Ihr braucht:
·         4 Eiweiß
·         150g Zucker
·         125g beurre noisette (Butter, im Topf geschmolzen, bis sie braun wird und nussig riecht)
·         50g Mehl
·         50g gemahlene Haselnüsse oder Pralin
·         etwas Vanilleessenz (oder ersetzt etwas Zucker durch Vanillezucker)
·         einige ganze Haselnüsse

Los geht`s:

Vorbereitung:
1.       Die Butter zubereiten und etwas abkühlen lassen. Eventuell sich absetzende Flocken abschöpfen.
2.       Die Nüsse im Ofen bei 160°C etwas anrösten, bis es in der Küche duftet (ca. 10 Minuten).
3.       Den Ofen auf 210°C vorheizen.

Weiter geht`s:
4.       Den Zucker mit abgekühlten Nüssen und dem Mehl vermischen. Am Schluss die Vanilleessenz zugeben.
5.       Nun nach und nach das Eiweiß unterrühren. Danach vorsichtig die Butter dazugeben und alles zu einem glatten Teig rühren.
Backen:
6.       Den Teig vorsichtig in die Financier-Form (oder eine andere kleine Kuchenform) geben und nach Belieben in jede Mulde zwei halbe Haselnüsse draufgeben.
7.       Für 10-15 Minuten backen. Dann den Ofen ausschalten, die Tür öffnen, aber die Financiers noch weitere 5 Minuten im Ofen lassen.

4. Januar 2020

Minestrone mit Reis aus dem Weight Watchers Erfolgsprinzip mit 7 Smart Points

Hier habe ich für euch mal einen alten Beitrag herausgekramt. Damals habe ich von Weight watchers geschrieben. Jetzt heißt das doch WW. Wisst ihr, ob die da auch ein neues Konzept haben oder bleibt alles beim alten?

Es gibt ein neues Weight watchers Kochbuch.
Ich will euch gar nicht das ganze Konzept hinter Weight Watchers erklären, so genau kenne ich das auch nicht. Und im Endeffekt werdet ihr euch ja nur für das Buch interessieren, wenn ihr einfach tolle Rezepte einer ausgewogenen Ernährung kennenlernen wollt oder aber das Konzept schon längt kennt. Der Beginn des Buches erklärt das Erfolgsrezept des smarten Abnehmens ja auch nochmal.
 
Mir geht es bei dem Buch um die Rezepte. Die Gerichte sehen schon auf den Fotos total toll aus. Eingeteilt sind sie in die Kategorien
  • Suppen und Eintöpfe
  • Fleisch und Fisch
  • Kartoffeln, Reis und Pasta
  • Gemüse und Salat
  • Snacks und Aufstriche
  • Süße Speisen und Kuchen
Ihr seht schon: das Essen ist nicht auf Verzicht ausgerichtet. Es folgt dem ganz eigenen Smart Points-Plan und daher finden sich diese Punkte auch zu jedem Rezept (ein Foto hat übrigens auch fast jedes Gericht. Das finde ich wichtig, um zu erkennen, dass es wirklich lecker sein kann). Leider gibt es hier keine Kalorienangaben - wer also nicht nach dem Weight Watchers Prinzip kochen will, könnte das hier vermissen. Wir können es nur erahnen: die Champignonsuppe zum Beispiel hat 0 smart Points, wird also nicht so reinhauen. Zubereitungs- und Garzeit sind ebenfalls immer angegeben.
 
Weil ich hier wie gesagt mehr Wert auf die Rezepte an sich lege, werde ich euch mal ein Gericht vorstellen, was mir gut gefällt. Vorher aber noch die Anmerkung, dass es coolerweise zwei Register gibt. Eins ist alphabetisch und eins ist nach Smart Points geordnet.
 
Ich musste natürlich mein Lieblingsessen auch mal in Variante "Weight Watcher" ausprobieren:
 


 

Minestrone mit Reis

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Scheiben roher Schinken
  • 100g festkochende Kartoffeln
  • 1 Karotte
  • 1/2 Aubergine
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Stange Lauch
  • 1 TL Olivenöl
  • 200ml Gemüsebrühe (1TL Instantpulver)
  • 200g geschälte Tomaten (Konserve)
  • 1 EL trockener Reis
  • 1 TL italienische Kräuter
  • 2 EL weiße Bohnen (Konserve)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
Zubereitung:
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Schinken in feine Würfel schneiden, Kartoffeln und Karotte schälen. Aubergine und Zucchini waschen. Kartoffeln und Gemüse ebenfalls würfeln. Lauch waschen und in Ringe schneiden.
  2. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Schinken darin anbraten. Kartoffeln und Gemüse zugeben und mit andünsten. Gemüsebrühe und Tomaten angießen, Reis und Kräuter zugeben und alles zugedeckt ca. 15 Minuten garen.
  3. Bohnen zum Eintopf geben und kurz erhitzen. Minestrone mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und servieren.
Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Garzeit: ca 20 Minuten
 
7 SmartPoints

15. Dezember 2019

Ratatouille und ein Buch zu dem sogar Jamie Oliver meint "Was für ein Vergnügen"

Da hatte ich doch hier das neue Buch von Horst Lichter vorgestellt und die Frikadellen gebraten. Die gab es natürlich nicht ohne Beilage.
Ich habe mich für Ratatouille entschieden. Dieses Gericht fasziniert mich immer wieder. Es schmeckt einfach köstlich. Es gibt aber so viele verschiedene Arten es zuzubereiten. Nahezu JEDER kocht es auf eine andere Art und Weise. Dabei bleibt aber immer eines gleich. Das sind die Gemüsesorten Zucchini, Aubergine, Paprika und Tomate.
Ich habe aber auch schon eine grüne Ratatouille gekocht, die findet ihr hier [klick].

Warme Ratatouille

Zutaten für 4
  • 2 Auberginen, in Würfel geschnitten
  • 2 Zucchini , in Würfel geschnitten
  • 4EL Olivenöl
  • 2 Zwiebeln, in Scheiben geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und gehackt
  • 1/2 TL Koriandersamen
  • 2 rote Paprikaschoten, Kerne entfernt und grob gehackt
  • 4 große Tomaten, geschält, Samen entfernt oder 1 Dose geschälte Tomaten à 400g
  • Salz und Pfeffer
  • 1 große Handvoll frisch gehackter Koriander
Auberginen und Zucchini salzen und 1 Stunde in ein Sieb geben, dann abspülen und trockentupfen.
1 EL Öl in der Pfanne erhitzen und Gemüse anbräunen. Beiseite stellen.

Rest Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Koriandersamen 4 Minuten anschwitzen.
Paprika zufügen und bei schwacher Hitze noch einmal 10 Minuten garen. Tomaten dazugeben und 15 Minuten weiterköcheln lassen. Am Schluss die Zucchini und Auberginen zugeben und abschmecken.

Mit Koriander bestreuen und warm servieren.
                      
                                                                               
 
Das Rezept habe ich aus meinem Buch "Verführerisch - Rezepte für jede Jahreszeit" von Sophie Dahl. Das Buch ist im Bloomsbury Berlin -Verlag erschienen und brandneu. Es ist super toll bebildert und hat Rezepte zu allen Jahreszeiten. Danach ist es auch gegliedert und fängt - passend für jetzt- mit Herbst an. Jedes Kapitel unterteilt sich nochmal in Frühstück, Mittagessen, Abendessen und ganz am Ende gibt es ein großes Kapitel "Dessert".
Zu jedem Kapitel gibt es eine mehrseitige Anekdote von Sophie, sodass man einen Einblick in ihr Leben und ihre Kochgewohnheiten bekommt.
 
 
So sah meine Ratatouille aus
 



 
 

1. November 2019

Dresdner Eierschecke ohne Boden

Ich wusste gar nicht, dass mir Eierschecke schmeckt.
 
 
Das ist ein Rezept für so`ne Eierschecke ohne Boden. Ich hab in meinem Rezeptebuch (die, wo man früher noch mit Hand reingeschreiben hat und da deshalb nur die super Rezepte reinkamen) auch noch andere Rezepte für Kuchen ohne Boden. Zum Beispiel Käsekuchen ohne Boden.
Mögt ihr lieber mit oder ohne Boden? Vielleicht kommt es ja auch immer drauf an, was das für Teig ist. Mürbeteig finde ich ja eigentlich lecker bei Cheesecakes und Co.
 
Aber wie es manchmal so ist, will man was leckeres essen, ohne lange zu backen. Es soll schnell gehen. Und manchmal hat man eben auch einfach nicht alle Zutaten im Haus. Dann entscheidet man sich eben einfach nur für den "Belag" und lässt das lange Geknete von Mehl, Butter, Eiern und Zucker einfach weg und nimmt schnell den Handmixer, rührt Quark und Co zusammen, gibt das Ganze in den Ofen und genießt nach einiger Zeit den lauwarmen Kuchen (ausgekühlt schmeckt er auch, aber er ist ja groß genug zum einen Teil warm, einen kalt verspeisen).
 
Bei der Eierschecke schlägt man Eiweiß auf, das finde ich ja auch immer schon aufwändig genug, wenn ich nicht die Zeit für lange Kuchenarbeit habe. Wie genau die Eierschecke gemacht wird, lest ihr hier.
 

Dresdner Eierschecke ohne Boden

 
Für die Quarkmasse:
 
500g Quark
1 Ei
125g Zucker
etwas Zitronenabrieb
1 Pck. Vanillepudding und die entsprechende Menge Milch und Zucker zum Kochen
 
Für die Eierschecke:
 
5 Eier
130g Butter
150g Zucker
1 Pck. Vanillepudding
 
  1. Zuerst wird ein Päckchen Pudding nach Packungsanleitung gekocht und zum Abkühlen beiseite gestellt.
  2. Alles für die Quarkmasse verrühren und in eine gefettete Springform geben.
  3. Eier trennen und das Eiweiß aufheben. Die Eigelbe mit Butter und Zucker schaumig schlagen und löffelweise unter den abgekühlten Pudding rühren.
  4. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Puddingmasse heben. Anschließend die Eiermasse auf die Quarkmasse geben.
  5. Im vorgeheiztem Backofen bei 200°C 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 160° herunterdrehen und in ca. 50 Minuten fertigbacken lassen. Da die Eierschecke relativ schnell dunkel wird, die Form nach ca. 20 Minuten mit Alufolie abdecken.

Den fertigen Kuchen abkühlen lassen und kurz vorm Servieren mit Zucker bestreuen.

 
 
Das Rezept lag schon so lange ausgedruckt in meinem Ordner herum und endlich habe ich es dann mal ausprobiert. Ich fand die Eierschecke so sehr lecker, dass es zu einem der wenigen Rezepte geworden ist, die ich immer wieder mal mache. Danke deshalb an Alice im kulinarischen Wunderland dafür, von der ich das Rezept hier einfach mal zitiert habe.

16. Oktober 2016

Idealer Begleiter zu Meeresgerichten: Masi Weißwein

 
 
Vom Weinland Ariane Abayan habe ich bisher immer gute Weine erhalten.
1984 wurde diese GmbH gegründet und hat sich seitdem einen guten Namen in Deutschland gemacht. Mir gefällt die Auswahl an Weinen. Sie stammen von Weingütern aus Italien, Spanien, Frankreich, Neuseeland und Südafrika aber auch aus Argentinien und Chile. Die Vielfalt steht nicht still sondern wird immer weiter ausgebaut. So findet ihr also ebenso Klassiker wie auch Neuzugänge.
 
Warum gerade dieses Unternehmen?
Mehr Infos

Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Weinproduzenten und Ariane Abayan wird die Stabilität des Preises ermöglicht. Weiterhin gibt es aber auch hin und wieder Events, bei denen wir als Kunden teilnehmen können. Eine gute Kundenbeziehung zeichnet meiner Meinung nach ein Unternehmen wesentlich aus. Hat man Fragen o.ä. kann man sich immer an den Vertrieb wenden, das kann ich aus erster Hand sagen. Leider konnte ich wegen eigenen Terminen bisher noch an keiner Verkostungsparty oder Messeveranstaltung teilnehmen, doch das werde ich definitiv noch machen! Toll ist es nämlich, neben der Verkostung, dass man die Möglichkeit bekommt, die Winzer persönlich kennenzulernen.
 
Bisher kann ich euch also erstmal nicht vom Winzer berichten, dafür aber von seinem Wein, dem Levarie Soave Classico DOC 2015.
 
Woher kennste den den?
Dieser aus Italien stammende Wein wird in Venetien angebaut. Ich bin durch den Erzeuger auf ihn gestoßen.
Von dem Tal "Vaio dei Masi" habe ich von italienbegeisterten Bekannten schon einmal gehört. Seit langer Zeit ist dieses Tal im Besitz der Familie Boscaini, einer Winzerfamilie.
Beschäftigt man sich näher damit, stößt man auf die Masi Technik Gruppe. Sie sichert die Modernisierung alter Rebsorten, womit die Weine traditionell bleiben, aber den heutigen Ansprüchen der Hochwertigkeit entsprechen. Dabei bleiben die Rebsorten in dem Gebiet, wo sie ursprünglich entstanden.
 
 
Warum der Wein?
Eigentlich war mir einfach nur nach Weißwein. Ich hatte geplant "Irgendwas aus dem Meer" zu essen. Was genau wusste ich sogar noch gar nicht. Durch die Eingrenzung "weiß" und "Masi" kam ich schnell auf eine Auswahl und entschied mich für diese Flasche. Bei der Beschreibung wusste ich dann genauer, was es dazu geben sollte: Austern.
Meistens sucht man ja ein Gericht aus und entscheidet daraufhin welchen Wein man trinkt oder anbietet. Aber warum? Wenn ihr Weinliebhaber seid, entscheidet es doch mal andersherum! Bei mir hat es jedenfalls gut funktioniert, denn die Kombination mit den Austern hat super harmoniert!
 
 
Warum zu diesem Gericht?
Wahrscheinlich bin ich irgendwie darauf gekommen, weil ich im Kopf die Insel Mazzorbo in der Lagune von Venedig hatte. Insel, Meer, Italien, Urlaubsfeeling.. da dauerte es nicht lange, bis sich der Muschelgeruch und -Geschmack in meine Nase gesetzt hatte.
Gepasst hat der Geschmack. Ich denke es liegt an dem hohen Säuregehalt, der den Wein in Kombination mit der kühlen Trinktemperatur (empfohlen werden 11 Grad, bei mir waren es 10) ich sehr erfrischend daherkommen lässt. Die Rebsorten sind 85% Garganega und 15% Trebbiano, der Wein ist somit hellgelb. Einen grünlichen Rand konnte ich sogar auch erkennen. Mehr als das Aussehen punktet bei mir der Duft. Blumig, aber nicht aufdringlich und erinnert an Birnen und Quitten. Dadurch glaubt man auch diese Früchte zu schmecken. Ob noch andere Früchte zu schmecken sind? Jedenfalls sind es helle, intensive Aromen. Dieses Zusammenspiel fasziniert mich, da ich Birne zwar sehr süß finde, aber Säure und zitroniges Gefühl diesen Geschmack wieder abmildern und somit ideal zu salzigen Meeresspeisen machen.
 


Fazit: Das Weinland Ariane Abayan hat mich wieder überzeugt. Mit Masi habe ich zu einem ausgewählten Klassiker gegriffen, wobei der Wein dennoch überrascht.




 


8. April 2016

Cheese & Cake - Was will man mehr? {REZENSION}

Jetzt verstehe ich erstmal, warum das Buch so komisch "Cheese & Cake" heißt. Beim Reinblättern wurde es mir klar. Es ist nämlich nicht nur ein Buch mit Cheesecake-Rezepten, aber natürlich sind da auch viele Käsekuchenrezepte enthalten.
Wir haben es hier aber auch mit Rezepten für Desserts im Glas, herzhafte Kuchen und Käsecremes zu tun. Cupcakes mit Cremehäubchen, Muffins mit Topfenfüllung, Quarkstriezel, Topfenstudel und und und.
 
Ich denke mal, dass man erstmal ein Cheesecake-Fan sein muss, um überhaupt in das Buch hineinzublättern und sich dafür zu interessieren, denn zunächst weiß man ja gar nicht, was einen erwartet.
Die Käsekuchen sind schön modern. Sie decken verschiedene traditionelle Varianten unterschiedlichster Herkunft ab: Natürlich darf der New York Cheesecake und der russische Zupfkuchen nicht fehlen. Wer sich aber schon genauer mit Käsekuchen beschäftigt hat, kennt auch den schwedischen und korsischen. Auch die bekannte Himbeer-Charlotte und der Croque-en-bouche aus Frankreich müssen dabei sein.
Weniger bekannt sind wahrscheinlich der brasilianische Limetten-Baiser-Kuchen, der Flao aus Ibiza, der mit Minze und Anis trafitionell zu Ostern gebacken wird, aber sicher auch sonst lecker schmeckt. Italien ist auch vertreten: mit der Crostata di Ricotta mit Pinienkernen und der Cassata Siciliana.
Es sind noch viele weitere Rezepte, die ich natürlich nicht alle aufzählen werde.
 
Cheese
Margit Proebst, Jo Kirchherr
Cheese & Cake
80 außergewöhnliche Rezepte von Cupcakes bis Törtchen
    
Preis: 19,99 €
160 Seiten, ca. 100 Abbildungen
Format 19,2 x 28,5 cm,
Klappenbroschur mit Fadenheftung
ISBN-13: 978-3-86244-968-2
 
 
Alles in allem ist die Auswahl top und die Bilder sehr ansprechend. Wie immer bei dieser Bücherreihe hat ein Rezept den Platz einer ganzen Seite und rechts auf der Nebenseite findet ihr ein Großbild des Kuchens. Ich finde das toll, weil man so eine Vorstellung hat, wie der Kuchen mal werden wird, wie er aussieht, welche Konsistenz er haben wird und ob es das Geeignete für die Gelegenheit ist.
Das einzige, was ich bemängel ist, dass ich ein Bild glaube schon einmal in einem anderen Buch gesehen zu haben. Wahrscheinlich war es das Buch "Törtchen und Tartelettes" der gleichen Reihe, aber ich finde solche Dopplungen sollten nicht sein, auch wenn es thematisch passt. Leidenschaftliche Büchersammler haben dadurch aber irgendwie einen Nachteil.
 
Weitere tolle Rezepte habe ich gefunden, die ich daher gerne backen möchte, weil sie total kreativ sind, ich auf die Kombinationen nicht gekommen wäre: Gewürzcheesecake mit Portweinpflaumen, Maracuja-Joghurt-Torte, Campari-Orangen-Cheesecake oder Ingwer-Grüntee-Cheesecake mit Blaubeersorbet. Bekannt aber lecker: White-Chocolate-Cheesecake mit Johannisbeeren. Der ist super als Auftakt zum Sommer und kommt garantiert bei jedem Kuchenliebhaber super an.
 
Eigentlich hat das Buch nur zwei, drei Rezepte, die ich nicht ausprobieren würde: Bananen-Zitronen-Torte (die Kombination klingt mir nicht so toll und Banane mag ich sowieso nicht) und Latte-Macchiato-Cheesecake, weil ich Kaffee nur als Kaffee, also in flüssiger Form mag. Nunja und Kürbiskäsekuchen mit Birnen klingt super originell, aber Kürbiskerne und Kürbis an sich möchte ich nicht gerne im Kuchen haben - ist ja aber Geschmackssache.
 
 

14. März 2016

Backen ist ebenso eine Sache der Wissenschaft wie der Kreativität

Selten hat ein Kochbuch meinen Anspruch von Wissenschaftlichkeit und Schaffen von Freiräumen so sehr erfüllt.

 
 
Dieses Buch hat jemand geschrieben, der Ahnung hat. Das merkt man ganz klar. Die Naschereien, die man mit den gegebenen Rezepten herstellen kann, sind ohne Zweifel mehr als nur das Rezept der Nachbarin. Es wurde sich nicht mit mittelmäßigem Geschmack abgegeben, sondern getüftelt, um uns das ideale Rezept zu präsentieren.
Dabei bleibt es trotzdem ein Buch für den Alltagsgebrauch und behandelt uns als Hobbybäcker, die eben Spaß an der Sache haben, aber dennoch etwas Gutes auf den Tisch zaubern wollen.
 
Wir bekommen nötige Grundlagen gezeigt aber gleichzeitig die Möglichkeit bzw. die Aufgabe gelassen, unseren eigenen Touch und Esprit einfließen zu lassen und somit dem Gebäck einen individuellen Stempel  zu verpassen.
Dieses Buch vermittelt Freude, baut sie auf und aus. Es verwendet zwar Fachbegriffe, aber versucht das in gemäßigten Bahnen. Der Anspruch liegt hier nicht darin, einen Profi aus uns zu machen, sondern uns das Handwerkszeug zu geben, um zu Hause erfolgreich köstliche Leckereien backen zu können.
 
Das tolle Cover mit den auf dunklem Hintergrund gehaltenen Tartelettes und leutend lila Lavendelblüten, spiegelt den französischen Charme schon von Anfang her an. Das Französische ist authentisch. Von Kleingebäck, Kuchen und Desserts, Tartes und Pasteten, Brand-, Blätterteig und Broten aber auch von Croissant, Brioches bis hin zu Konfitüren und Co. lernen wir aus diesem Buch nicht nur die französischen Bezeichnungen sondern eben auch die Zubereitung.
 
Ein Leseband in orange hilft uns die richtige Seite festzuhalten. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dieses Buch einmal von vorn bis hinten durchzubacken. Dazu geben mir die abgebildeten Fotos Appetit und die nicht abgebildeten (nicht zu jedem Rezept ist ein Foto vorhanden) die Spannung.
 
Die philosophischen -wenn man sie denn so nennen möchte- Kommentare zu jedem Kapitel wecken die Backfreude in mir. "Backen bedeutet für jeden etwas anderes."... "Einige denken dabei vor allem an Brot,.... Andere denken an köstliche Kuchen,.... Für mich hat Backen mit den Gefühlen und Assoziationen zu tun, die es in mir auslöst - "


 
Backen à la française - Jean-Michel Raynaud
Preis: 29,95€
Erschienen am 14.03.2016
21.5 x 27.0 cm, gebunden, 272 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-86873-855-1
 
Fazit: Dieses Buch bekommt von mir ganz klar 4,5 von 5 Sternen.

27. September 2015

Irisches Bierfleisch... die Zeit der Schmorgerichte rückt näher

Seid nicht gleich abgeschreckt vom Kochen mit Alkohol. Es ist eine Variante von Gulasch. Den kocht ihr ja auch mit Rotwein. Heute gibt es ein Schmorgericht mit Bier. Wirklich lecker, sage ich euch. Es macht sich super mit Schwarzbier, doch heute habe ich irisches Bier, nämlich Kilkenny, genutzt. Es ist nicht so schwer, aber trotzdem sehr intensiv im Geschmack. Etwas malzig ist es auch und so passt auch gut die zweite, unalkoholische, Biersorte dazu, nämlich Malzbier. Eine Kindheitserinnerung:) Das Bier bringt schöne Röstaromen zutage und verliert seinen leicht herben Geschmack beim Kochen. Heraus kommt ein leckeres Gericht, worauf sich alle stürzen werden.





Ein herbstliches Rezept, was in mein Repertoire aufgenommen wurde, weil es so lecker ist und jeder in der kalten Jahreszeit wieder danach schreit.
Schmorgerichte sind sowieso sehr schmackhaft, wenn man sich richtig Zeit dafür nimmt. Eigentlich ist es aber nicht aufwendig, da man ja nicht die ganze Zeit arbeiten muss, sondern das Gericht sich selbst fertig kocht.
Man kann es Stunden und Tage später essen und meist schmeckt es dann, durchgezogen und aufgewärmt, noch viel besser.
Eignet sich ja auch super zum Vorbereiten und gemeinsamen Essen mit Freunden, Familie und Bekannten.
Dazu passt zum Beispiel ein Kartoffel-Möhren-Stampf oder etwas mit Kürbis, wem`s gefällt.

  • 1 kg Rinderbraten (Schulterstücke)
  • neutrales Öl, etwas Butter
  • 1 Bund frisches Suppengemüse, klein geschnitten
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL brauner Zucker
  • ggf. 1 Scheibe dunkles Brot
  • 1 Bouquet garni oder 2 TL getrocknete mediterrane Kräutermischung
  • 400 ml Kalbsfond
  • 4 mittelgroße weiße Zwiebeln, in feinen Streifen
  • 1/2 Liter Malzbier
  • 1/2 Liter rotes irisches Bier (ich hatte Kilkenny)
  • etwas Balsamico, milder Wein- oder Champagneressig, Butter

Im Schmortopf erhitzt ihr etwas Öl und gebt dann das Gemüse und Tomatenmark dazu, bis es leicht Farbe kriegt. Alles wird mit ca. einer Tasse Rotbier abgelöscht. Lasst es einige Zeit einkochen und gebt dann eine Tasse Malzbier zum Ablöschen hinzu. Nach kurzer Zeit dann den Balsamicoessig. Das gleiche nochmal mit dem Fond machen und auf kleiner Flamme einköcheln lassen.
 
Das ist das, was Schmorgerichte besonders macht. Immer nur mit kleinen Mengen ablöschen, dafür mehrere Male. Der aromatische Bodensatz wird so immer wieder geschmacklich im Essen aufgenommen. 

Das Fleisch würfeln, ca. 5 x 5 cm. In einem Bräter in Butter anbraten, pfeffern und salzen. Dann herausnehmen und im abgesetzten Bratensaft die Zwiebeln  anbraten. Den Zucker und den Rest der Biere dazugießen, Kräuter dazu, ggf. die Scheibe Brot fein zerkrümelt dazu, den Senf unterrühren, die Fleischstücke zurück in die Brühe legen und mindestens 3 Stunden bei niedriger Temperatur schmoren lassen. Je länger desto besser.

Den Sud nach dem Schmoren auffangen und zusammen mit etwas Balsamicoessig einkochen lassen. Bestenfalls habt ihr am Ende ca. 100ml sirupartige Brühe heraus. Diesen Sud dann wieder zum Fleisch geben, abschmecken (ggf. salzen, pfeffern).

Als Getränk passt natürlich irisches Bier dazu. Für die Kleinen gibt`s dann Malzbier (Karamalz ist das leckerste!)

18. August 2015

Happy Birthday - Schokokuchen, der immer gelingt

In meinem Freundeskreis häufen sich die Geburtstage im Sommer. Diesmal wollte ich einen einfachen Geburtstagskuchen backen, ganz so wie vor der Back-Macke von mir. Simply Rührteig und kein großes PiPaPo. Dafür schön viel Streusel und Perlen. Gern mal ein paar Gummibärchen oder Smarties drüber.




Daher gibt es heute die Erinnerung an den Nie Danebengeh- Geburtstagsschokokuchen. Den habe ich euch schon einmal vorgestellt. Klickt für das Rezept einfach [hier].



16. Januar 2015

LOW FAT Kaninchen toskanische Art

 
MMmmhh, da ist er wieder, der Appetit auf ein ordentliches Stück Fleisch. Hat ja nicht lange gedauert nach Weihnachten!
Nunja, "ein ordentliches Stück Fleisch" bedeutet bei mir eigentlich Steak. Schönes Rinderfilet gut gewürzt und medium-rare.
So ein kleines Hoppelhäschen ist aber auch nicht ganz zu verachten (wir müssen ja jetzt nicht gleich an Bambis Freund Klopfer denken) und bis Ostern gibt es dann auch wieder welche, die unsere Geschenke verstecken. Versprochen!
 
Eigentlich haben Kaninchen sehr helles Fleisch. Es ist total zart und ähnelt geschmacklich Hühnchen (außerdem sieht es auch fast so aus). Ich mag lieber Wildkaninchen mit einem kräftigeren Geschmack und dunklerem Fleisch.
Leider bin ich dieses Mal nicht an Wildkaninchen gekommen. Nungut, somit wurde es eine fettarme Variante - ist doch auch was!


Zutaten und Zubereitung für 3-4 Personen:

  • ein kleines küchenfertiges Kaninchen (vom Metzger in ca. 8 Teile zerlegt) oder drei Keulen
  • Olivenöl, ggf. Butter, Salz, Pfeffer
  • 1-2 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 100ml Weißwein
  • 1-2 Dosen gestückelte Tomaten (optional 500g Tomaten überbrüht, abgezogen und entkernt)
  • 1 geh. TL italienische Kräuter (fertig gemischt oder was ihr so da habt und mögt. Bei mir war das ein Mix aus Basilikum, Majoran, Oregano und Estragon)
  • 2 EL Pinienkerne nach Belieben
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  1. Fleisch säubern, salzen, pfeffern und in Öl und Butter kräftig anbraten.
  2. Knoblauch und Weißwein zufügen und aufkochen lassen. Mit Tomaten ablöschen.
  3. Kräuter unterrühren und ca. 45 Minuten zugedeckt schmoren lassen.
  4. Pinienkerne ohne extra Fett anrösten (nehmt eine beschichtete Pfanne), Petersilie ohne Stiel hacken und mit beidem das Kaninchen anrichten.

Zeit: etwas mehr als eine Stunde
Kcal: 390 p.P
was dazu passt: Kartoffelbrei

7. Januar 2015

Maibowle und Martinsgans {REZENSION}

Wahrscheinlich interessiert euch gerade kein Kochbuch zum Thema  "Martinsgans", oder? Aber wie wäre es mit Maibowle? Schon eher? Na dann lohnt sich der Blick in das folgende Kochbuch ja vielleicht doch.

http://www.thorbecke.de/maibowle-und-martinsgans-p-1695.html

Ira König
Maibowle und Martinsgans
Kulinarische Bräuche neu  entdeckt
1. Auflage 2012
Format 16 x 21 cm
88 Seiten
14,90 €
ISBN: 978-3-7995-0721-9

                                                                                                                                                                  
 
In diesem Buch findet ihr Rezepte zu kulinarischen Bräuchen. Ihr entdeckt beispielsweise den Dreikönigskuchen, Martinsgans, Osterlamm oder weihnachtliche Spekulatius (die ich ja selbst ohne Weihnachten gerne nasche).
Wie ihr jetzt schon merkt, ist vieles traditionell angelegt und orientiert sich am Kirchenjahr und Überlieferungen.
Zum heutigen Monat, genauer zum gestrigen Tag, dem 6. Januar gibt es auch einen Eintrag. Ein Kuchen wird gebacken, in dem man eine Mandel versteckt.
Zur Fastenzeit gibt es eine spezielle Suppe.


Mit 88 Seiten ist es ein kleines süßes Buch. Sicher hätte man noch ein paar Rezepte mehr finden können, aber ich sehe es positiv, dass sich auf deutsche Traditionen bezogen wird und man dadurch seiner Heimat näher kommt bzw. noch etwas über sie erfährt, was man zuvor nur mal nebenbei mitbekommen hat und nicht genau zuordnen konnte. 

Auch wenn ich selbst an Ostern meist nur Alltagsküche verspeise, kann ich mir durchaus vorstellen, an einigen der vorgestellten traditionellen Daten auch mal das passende Rezept dazu zu probieren. Ich bin gespannt, was die Rezepte geschmacklich können, aber beim Thorbecke-Verlag hatte ich mit Kochbüchern eigentlich noch keinen Fehlgriff.
 
Also ran an Topf, Bräter und Ofen!
 
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