24. Januar 2020

Veganer Apfel-Birnen-Strudel mit Pinienkernen und Apfelzimtsauce nach Bernd Siefert {REZENSION süss und vegan}

Darf ich vorstellen: ein veganer Apfel-Birnen-Strudel!
Ist jetzt nicht so, dass ich dem vegan-Hype verfallen bin. Aber ich bin Bernd Sieferts Rezepten verfallen. Seitdem ich ihn kenne! Also seit drei Jahren ca. Bisher: alles lecker! TOP!
Sein Buch "Süss und vegan" musste dann auch sein, denn der Gute weiß einfach mal, wie man zu backen hat! Und bei jedem Rezept gibt es ein i-Tüpfelchen, dass dann doch nochmal den Unterschied zum guten alten Rezept von Omma macht.
Aber damit Omma nicht ganz beleidigt ist, nehmen wir wenigstens eine weiße Tischdecke und richten alles schön spießig an. Tadaaa: der VEGANE APFEL-BIRNEN-STRUDEL!


Apfelbirnenstrudel mit Pinienkernen und Apfelzimtsauce

  • Strudelteig: 170g Weizenmehl Typ 405 / 1 Prise Salz / 3 EL Sonnenblumenöl und etwas zum Bestreichen / 1 TL heller Essig

    • Alle Zutaten glatt verkneten, dünn mit Öl bestreichen und 30 Minuten ruhen lassen.
     
  •  Semmelbrösel: 100g vegane Margarine (Raumtemperatur) / 100g vegane Semmelbrösel / 5 EL Sonnenblumenöl
    • Semmelbrösel: Margarine aufschlagen, mit Semmelbröseln und Öl zu Streuseln kneten.
  •  Füllung: 1 Vanilleschote / 300g Äpfel / 300g Birnen / Saft und Schale einer Bio-Zitrone / 1 Prise Zimtpulver / 60g geröstete Pinienkerne / 50g Rohrzucker / 20g vegane Margarine
    • Obst in Scheiben schneiden, Vanillemark aus der Schote kratzen und alles bis auf die Margarine mischen.
      Teig dünnstmöglich (auf einem Küchentuch) ausrollen, Ränder abschneiden, Margarine zerlassen und Teig damit bestreichen. Danach mit den Bröeln bestreuen. Füllung auf dem oberen Drittel verteilen und den Strudel aufrollen.
      Auf ein mit Backpapier belegtes Blech rollen und bei 200°C 30 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
  •  Apfelzimtsauce: 200g Schmandersatz aus Soja / 200g Apfelmus / 100ml Sojacreme / Schale und Saft einer halben Bio-Zitrone / 1 Vanilleschote / 1/4 TL Zimtpulver / 2 EL Calvados / 45g Rohrzucker
    • Alle Zutaten zu einer glatten Sauce mixen und kalt zum Strudel servieren.
Man kann den Strudel auch lauwarm, frisch aus dem Ofen servieren. Dazu passt dann auch ein veganes Vanilleeis. Lecker!

Aus dem Buch vegan und süss - die besten veganen Kuchen, Torten, Desserts und Cookies von Bernd Siefert 
erschienen im Mattaes-Verlag

Preis: 24,95€
Seiten: 160
1. Auflage 2015
Hardcover, 275 x 200mm
ISBN: 978-3-87515-404-7

http://www.matthaes.de/essen-geniessen/backen/vegan-suess,978-3-87515-404-7.html


Bernd Siefert ist Weltmeister der Konditoren und hat nun ein Buch für uns bereitgestellt, bei dem auch Veganer ganz in den Genuss seiner Backkünste kommen können. Keine Butter, keine Eier werdet ihr in den Zutatenlisten finden und trotzdem leckere Kuchen, Torten, Cookies oder Desserts backen können.
Gerade vegane Backrezepte sind sehr beliebt, weil es einfach noch nicht allzu viele davon gibt, die wirklich überzeugen können. Endlich haben wir eine gute Sammlung von Rezepten, von denen ich euch versichern kann, dass auch Naschkatzen ganz auf ihre Kosten kommen, auch wenn sie noch nicht so vertraut mit der veganen Küche sind.
Mehr als 60 Rezepte werden im Buch vorgestellt. Für einen Konditorenweltmeister erwarten wir knifflige Sachen. Die auszuprobieren macht Spaß! Aber auch einfache Backereien stehen bereit.
Alles wird anschaulich erläutert und es gibt Tipps für passende Saucen und Co., die man noch zusätzlich servieren kann.
Tipps, mit welchen Produkten sich tierische Zutaten ersetzen lassen, gibt uns Bernd Siefert hier auch, sodass wir selbst unsere traditionellen Familienrezepte veganisieren können.
Ansonsten nehmen wir eben einfach seine: vom Apfelbirnenstrudel, Mandelsandkekse, Creme Brûlée und Kokosmilchreis mit Sauerkirschen und Mango bis hin zur Zitronentarte mit Blaubeeren – wir müssen auf nichts verzichten.

Eine Buchvorschau und mehr Infos gibt`s [hier].




14. Januar 2020

Der ALLROUNDER: Kokosöl - nicht nur für die Küche

Weißt du eigentlich, dass der Prinz von Fidschi sich in einen Aal verwandelt hat, um seine Geliebte Sina bei ihrem täglichen Bad beobachten zu können?
Sina ließ ihm dem Kopf abhacken und trotzdem machte der Prinz ihr noch ein letztes Geschenk:
am Ort, wo sein Kopf begraben wird, soll eine Palme wachsen, deren Früchte mit ihrem Saft den Durst und das Fleisch den Hunger stillt.
 
Nach dieser Legende entstand die Pflanze der Kokosnuss.
Ihr gepresstes Fleisch ist das Kokosöl, was eine Vielfalt an Wirkstoffen hat, die gut für den menschlichen Körper sind.
Wir können Kokosöl äußerlich anwenden, indem wir Haut und Haare damit verwöhnen. Es kann aber auch innerlich genutzt werden und hilft unseren Organismus zu entgiften. Das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt, der Stoffwechsel angekurbelt, Beschwerden gelindert und neurodegenerative Krankheiten (wie Alzheimer oder Parkinson) verlangsamt.
 
Da der Einsatz von Kokosöl in der letzten Zeit ansteigt, ist es interessant, sich damit auseinanderzusetzen. Fette sind für unseren Organismus wichtig und werden immer noch viel zu oft verpönt.
 
Ich möchte euch nicht überreden nun plötzlich riesige Mengen an Kokosöl zu uns zu nehmen. Es geht darum, das Öl in den Alltag einzubinden, so also beim Kochen, Braten, Backen aber auch pur zu verwenden. Sogar Tee und Kaffee kann man Kokosöl zugeben. Aufgrund der Inhaltsstoffe und Herstellungsart gibt es auch viele Gerichte der Paleo-Kost, also der Steinzeitküche, die damit zuzubereiten sind.
 

Wagt euch an Kokosöl einfach mal  heran und guckt euch viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten an, die Spaß machen ausprobiert zu werden. Hat man einmal den guten Effekt bemerkt, wird man wahrscheinlich nicht aufhören, Kokosöl dauerhaft in sein Leben einzubringen.

4. Januar 2020

Minestrone mit Reis aus dem Weight Watchers Erfolgsprinzip mit 7 Smart Points

Hier habe ich für euch mal einen alten Beitrag herausgekramt. Damals habe ich von Weight watchers geschrieben. Jetzt heißt das doch WW. Wisst ihr, ob die da auch ein neues Konzept haben oder bleibt alles beim alten?

Es gibt ein neues Weight watchers Kochbuch.
Ich will euch gar nicht das ganze Konzept hinter Weight Watchers erklären, so genau kenne ich das auch nicht. Und im Endeffekt werdet ihr euch ja nur für das Buch interessieren, wenn ihr einfach tolle Rezepte einer ausgewogenen Ernährung kennenlernen wollt oder aber das Konzept schon längt kennt. Der Beginn des Buches erklärt das Erfolgsrezept des smarten Abnehmens ja auch nochmal.
 
Mir geht es bei dem Buch um die Rezepte. Die Gerichte sehen schon auf den Fotos total toll aus. Eingeteilt sind sie in die Kategorien
  • Suppen und Eintöpfe
  • Fleisch und Fisch
  • Kartoffeln, Reis und Pasta
  • Gemüse und Salat
  • Snacks und Aufstriche
  • Süße Speisen und Kuchen
Ihr seht schon: das Essen ist nicht auf Verzicht ausgerichtet. Es folgt dem ganz eigenen Smart Points-Plan und daher finden sich diese Punkte auch zu jedem Rezept (ein Foto hat übrigens auch fast jedes Gericht. Das finde ich wichtig, um zu erkennen, dass es wirklich lecker sein kann). Leider gibt es hier keine Kalorienangaben - wer also nicht nach dem Weight Watchers Prinzip kochen will, könnte das hier vermissen. Wir können es nur erahnen: die Champignonsuppe zum Beispiel hat 0 smart Points, wird also nicht so reinhauen. Zubereitungs- und Garzeit sind ebenfalls immer angegeben.
 
Weil ich hier wie gesagt mehr Wert auf die Rezepte an sich lege, werde ich euch mal ein Gericht vorstellen, was mir gut gefällt. Vorher aber noch die Anmerkung, dass es coolerweise zwei Register gibt. Eins ist alphabetisch und eins ist nach Smart Points geordnet.
 
Ich musste natürlich mein Lieblingsessen auch mal in Variante "Weight Watcher" ausprobieren:
 


 

Minestrone mit Reis

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Scheiben roher Schinken
  • 100g festkochende Kartoffeln
  • 1 Karotte
  • 1/2 Aubergine
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Stange Lauch
  • 1 TL Olivenöl
  • 200ml Gemüsebrühe (1TL Instantpulver)
  • 200g geschälte Tomaten (Konserve)
  • 1 EL trockener Reis
  • 1 TL italienische Kräuter
  • 2 EL weiße Bohnen (Konserve)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
Zubereitung:
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Schinken in feine Würfel schneiden, Kartoffeln und Karotte schälen. Aubergine und Zucchini waschen. Kartoffeln und Gemüse ebenfalls würfeln. Lauch waschen und in Ringe schneiden.
  2. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Schinken darin anbraten. Kartoffeln und Gemüse zugeben und mit andünsten. Gemüsebrühe und Tomaten angießen, Reis und Kräuter zugeben und alles zugedeckt ca. 15 Minuten garen.
  3. Bohnen zum Eintopf geben und kurz erhitzen. Minestrone mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und servieren.
Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Garzeit: ca 20 Minuten
 
7 SmartPoints

2. Januar 2020

Chili nach Jamie Oliver

Mmmhh, mir liegt noch dieser verführerische Geschmack des zart zerfallenden Fleisches auf der Zunge. Ein wahrhafter Genuss!
Gerichte von Jamie Oliver gelingen bei mir bisher geschmacklich immer! Ich muss zugeben, dass ich nicht zu den Köchen gehöre, die überwiegend nach seinen Rezepten kochen. Es ist vielmehr eine Seltenheit, wenn ich mal ein Gericht von Jamie koche, was aber nicht daran liegt, dass ich sie nicht mag. Ich bin einfach der Typ, der, wenn er denn überhaupt nachkocht, die Inspiration von überall her nimmt. Mal Rezepte von Blogs, mal aus Zeitschriften, mal aus Büchern oder von Bekannten. Ich besitze nicht mal ein einziges Jamie-Buch. Aber das macht nichts, ein paar Ideen von hier und da habe ich nämlich doch. Und eine durfte sich heute beweisen:
CHILI CON JAMIE

nunja, nach heute bei meiner Familie einfach nur: CHILI

Ich finde allerdings, dass bei Chili immer die Assoziation zu Hackfleisch naheliegend ist. Dabei bin ich gar nicht der Hackfleisch-Fan. Und bei Chili kann es ruhig auch "richtiges" (tut mir leid, liebe Hackfleischliebhaber) Fleisch sein.
Vielleicht sollte man es dann eher FEUERTOPF CON CARNE nennen. Ja, das finde ich gut:) Vor allem, weil da dann auch nicht zwingend Kidneybohnen drin vorkommen müssen. Klar, diesmal waren sie drin. Zumindest für meine Familie und für das Foto hier auf dem Blog. Ich hab mir allerdings mal wieder eine Extrawurst gemacht: ohne die Bohnen halt.
Ich esse die schon, also wenn es sein muss. Ich würde sie jetzt nicht herauspicken, aber wenn ich sie nicht reintun muss, dann lass ich es eben. Und heute war ich ja der Koch:)
Außerdem geht das ja auch einfach. Die Bohnen kommen zum Schluss rein (weil ich die Dosenvariante gewählt habe, das stört mich bei Bohnen genauso wenig wie bei gehackten Tomaten), da ist das Fleisch schon lecker gegart und kann in einem kleinen seperaten Topf ohne Bohnen, nur mit Paprika, für die Toni weiterköcheln.
Ja, so gefällt mir das.



Damit das Foto ein bisschen Farbe bekommt, wollte ich euch heute mal etwas veräppeln. Normalerweise pimpe ich die Fotos nicht extra für den Blog sondern fotografiere das Essen so, wie es auf den Tisch kommt. Ich hab das auch bei anderen Blogs schon gesehen und finde die Gerichte dort meistens viel ansprechender, als wenn man merkt, dass ein ganzer Shootingtable aufgebaut wurde.
Na jedenfalls habe ich geschaut, was gerade Grünes noch in der Küche herumliegt und habe die letzten kümmerlichen Blättchen vom Minztopf gefunden. Die dürft ihr jetzt also auf dem Bild bestaunen. Allerdings habe ich diese dann zum Essen nicht herausgefischt. Und ich muss sagen: auf die Chilikopie von Jamie schreibe ich mir erstmal den Zusatz: Lecker auch mit Minze.

Ach ja, was auch noch in das Rezept muss: ein fetter Kringel um die saure Sahne. Normalerweise lasse ich sowas gerne weg. Der Klecks irgendwas in Suppe und Co war für mich einfach immer überflüssig und nur zur Deko da.
Weil wieder Gäste mit am Tisch saßen, hatte ich trotzdem saure Sahne auf dem Tisch. Einen kleinen Happs davon habe ich auch probiert... und war begeistert. Die Sahne ist DAS i-Tüpfelchen, der Kick, das ausschlaggebende Geschmacksintensivum!
Also Leute: Sahne kaufen, sonst gibt`s von mir Kochverbot!

So, genug gelabert, oder? Ihr wollt bestimmt das Rezept oder habt schon lange heruntergescrollt. Gibt auch nichts mehr zu sagen, außer vielleicht, dass ich ein klein wenig das Rezept abgeändert habe. Aber nur ein klein wenig. Die Zutaten sind grob halbiert, weil ich nicht für 10-12 Personen, sondern für 5-6 gekocht habe. Und getrocknete Chili hatte ich nur die kleinen da und nicht, wie Jamie vielleicht gemeint hat, die großen. Der Rest dürfte aber original Jamiestyle sein.

YAY, ich koche das auch ganz bald wieder! Unser Gast hat mich sogar auch schon nach dem Rezept gefragt, hihi:) Das bekommt er  natürlich nur unter dem Namen:

FIRE POT AS TONI DOES

750g Rinderbrust, pariert und in 2,5cm-Stücken
500ml heißer Kaffee + ggf. 100ml zum Nachgießen (Jamie nimmt ca. die Hälfte)
2 kleine getrocknete Chilischoten
Olivenöl
1 TL Kreuzkümmel, geräucherte Paprika, getrockneter Oregano
1 Lorbeerblatt
1 rote Zwiebel, gewürfelt
2 frische Chili (gelb und rot)
1/2 Zimtstange
4 Knoblauchzehen in Scheiben
Salz, Pfeffer
2 Dosen gehackte Tomaten
1 TL Tomatenmark (das lässt Jamie weg)
2 TL Rohrohrzucker (oder Melasse)
3 Paprikaschoten (keine grüne), in mundgerechten Streifen (ich hatte rote Spitzpaprika)
400-600g Kidneybohnen (Dose)

n.Bel. Minzblätter
saure Sahne zum Servieren (meist ist sie stichfest, also rührt sie vielleicht vorher)

 
  1. Das Fleisch nochmals gründlich von restlichem Fett und Sehnen befreien.
  2. Kaffee kochen und getrocknete Chilischoten darin einweichen.
  3. In einem großen Topf einen guten Schuss Olivenöl, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Oregano, Lorbeerblatt und Zwiebel ca. zehn Minuten anschwitzen. Die Zwiebeln sollen weich werden.
  4. Die Hälfte der gehackten und entkernten frischen Chilischoten, die eingeweichten Schoten, Zimtstange, Knoblauch, ausreichend Salz und Pfeffer und einen Schuss Kaffee zufügen.
  5. Restlichen Kaffee, Tomaten und Zucker unterrühren.
  6. Fleisch zugeben und ca. 3 Stunden garen lassen. Ab und zu umrühren und nochmal kräftig salzen und pfeffern.
  7. Das Fleisch mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, dann Bohnen und Paprika zugeben. 30min ohne Deckel weitergaren. Das Fleisch soll vollständig zerfallen. Es ist nun sehr zart.
  8. Abschmecken und ggf. den Rest Chili beigeben.
  9. Mit der sauren Sahne servieren und eventuell ein kaltes Bier, Reis, Fladenbrot oder Kartoffeln und grünen Salat dazu genießen.
  10. Eventuell mit Minze garnieren.



 
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