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4. November 2021

Veganer Apfel-Birnen-Strudel mit Pinienkernen und Apfelzimtsauce nach Bernd Siefert {REZENSION süss und vegan}

Darf ich vorstellen: ein veganer Apfel-Birnen-Strudel!
Ist jetzt nicht so, dass ich dem vegan-Hype verfallen bin. Aber ich bin Bernd Sieferts Rezepten verfallen. Seitdem ich ihn kenne! Also seit drei Jahren ca. Bisher: alles lecker! TOP!
Sein Buch "Süss und vegan" musste dann auch sein, denn der Gute weiß einfach mal, wie man zu backen hat! Und bei jedem Rezept gibt es ein i-Tüpfelchen, dass dann doch nochmal den Unterschied zum guten alten Rezept von Omma macht.
Aber damit Omma nicht ganz beleidigt ist, nehmen wir wenigstens eine weiße Tischdecke und richten alles schön spießig an. Tadaaa: der VEGANE APFEL-BIRNEN-STRUDEL!


Apfelbirnenstrudel mit Pinienkernen und Apfelzimtsauce

  • Strudelteig: 170g Weizenmehl Typ 405 / 1 Prise Salz / 3 EL Sonnenblumenöl und etwas zum Bestreichen / 1 TL heller Essig

    • Alle Zutaten glatt verkneten, dünn mit Öl bestreichen und 30 Minuten ruhen lassen.
     
  •  Semmelbrösel: 100g vegane Margarine (Raumtemperatur) / 100g vegane Semmelbrösel / 5 EL Sonnenblumenöl
    • Semmelbrösel: Margarine aufschlagen, mit Semmelbröseln und Öl zu Streuseln kneten.
  •  Füllung: 1 Vanilleschote / 300g Äpfel / 300g Birnen / Saft und Schale einer Bio-Zitrone / 1 Prise Zimtpulver / 60g geröstete Pinienkerne / 50g Rohrzucker / 20g vegane Margarine
    • Obst in Scheiben schneiden, Vanillemark aus der Schote kratzen und alles bis auf die Margarine mischen.
      Teig dünnstmöglich (auf einem Küchentuch) ausrollen, Ränder abschneiden, Margarine zerlassen und Teig damit bestreichen. Danach mit den Bröeln bestreuen. Füllung auf dem oberen Drittel verteilen und den Strudel aufrollen.
      Auf ein mit Backpapier belegtes Blech rollen und bei 200°C 30 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
  •  Apfelzimtsauce: 200g Schmandersatz aus Soja / 200g Apfelmus / 100ml Sojacreme / Schale und Saft einer halben Bio-Zitrone / 1 Vanilleschote / 1/4 TL Zimtpulver / 2 EL Calvados / 45g Rohrzucker
    • Alle Zutaten zu einer glatten Sauce mixen und kalt zum Strudel servieren.
Man kann den Strudel auch lauwarm, frisch aus dem Ofen servieren. Dazu passt dann auch ein veganes Vanilleeis. Lecker!

Aus dem Buch vegan und süss - die besten veganen Kuchen, Torten, Desserts und Cookies von Bernd Siefert 
erschienen im Mattaes-Verlag

Preis: 24,95€
Seiten: 160
1. Auflage 2015
Hardcover, 275 x 200mm
ISBN: 978-3-87515-404-7

http://www.matthaes.de/essen-geniessen/backen/vegan-suess,978-3-87515-404-7.html


Bernd Siefert ist Weltmeister der Konditoren und hat nun ein Buch für uns bereitgestellt, bei dem auch Veganer ganz in den Genuss seiner Backkünste kommen können. Keine Butter, keine Eier werdet ihr in den Zutatenlisten finden und trotzdem leckere Kuchen, Torten, Cookies oder Desserts backen können.
Gerade vegane Backrezepte sind sehr beliebt, weil es einfach noch nicht allzu viele davon gibt, die wirklich überzeugen können. Endlich haben wir eine gute Sammlung von Rezepten, von denen ich euch versichern kann, dass auch Naschkatzen ganz auf ihre Kosten kommen, auch wenn sie noch nicht so vertraut mit der veganen Küche sind.
Mehr als 60 Rezepte werden im Buch vorgestellt. Für einen Konditorenweltmeister erwarten wir knifflige Sachen. Die auszuprobieren macht Spaß! Aber auch einfache Backereien stehen bereit.
Alles wird anschaulich erläutert und es gibt Tipps für passende Saucen und Co., die man noch zusätzlich servieren kann.
Tipps, mit welchen Produkten sich tierische Zutaten ersetzen lassen, gibt uns Bernd Siefert hier auch, sodass wir selbst unsere traditionellen Familienrezepte veganisieren können.
Ansonsten nehmen wir eben einfach seine: vom Apfelbirnenstrudel, Mandelsandkekse, Creme Brûlée und Kokosmilchreis mit Sauerkirschen und Mango bis hin zur Zitronentarte mit Blaubeeren – wir müssen auf nichts verzichten.

Eine Buchvorschau und mehr Infos gibt`s [hier].




14. Januar 2020

Der ALLROUNDER: Kokosöl - nicht nur für die Küche

Weißt du eigentlich, dass der Prinz von Fidschi sich in einen Aal verwandelt hat, um seine Geliebte Sina bei ihrem täglichen Bad beobachten zu können?
Sina ließ ihm dem Kopf abhacken und trotzdem machte der Prinz ihr noch ein letztes Geschenk:
am Ort, wo sein Kopf begraben wird, soll eine Palme wachsen, deren Früchte mit ihrem Saft den Durst und das Fleisch den Hunger stillt.
 
Nach dieser Legende entstand die Pflanze der Kokosnuss.
Ihr gepresstes Fleisch ist das Kokosöl, was eine Vielfalt an Wirkstoffen hat, die gut für den menschlichen Körper sind.
Wir können Kokosöl äußerlich anwenden, indem wir Haut und Haare damit verwöhnen. Es kann aber auch innerlich genutzt werden und hilft unseren Organismus zu entgiften. Das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt, der Stoffwechsel angekurbelt, Beschwerden gelindert und neurodegenerative Krankheiten (wie Alzheimer oder Parkinson) verlangsamt.
 
Da der Einsatz von Kokosöl in der letzten Zeit ansteigt, ist es interessant, sich damit auseinanderzusetzen. Fette sind für unseren Organismus wichtig und werden immer noch viel zu oft verpönt.
 
Ich möchte euch nicht überreden nun plötzlich riesige Mengen an Kokosöl zu uns zu nehmen. Es geht darum, das Öl in den Alltag einzubinden, so also beim Kochen, Braten, Backen aber auch pur zu verwenden. Sogar Tee und Kaffee kann man Kokosöl zugeben. Aufgrund der Inhaltsstoffe und Herstellungsart gibt es auch viele Gerichte der Paleo-Kost, also der Steinzeitküche, die damit zuzubereiten sind.
 

Wagt euch an Kokosöl einfach mal  heran und guckt euch viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten an, die Spaß machen ausprobiert zu werden. Hat man einmal den guten Effekt bemerkt, wird man wahrscheinlich nicht aufhören, Kokosöl dauerhaft in sein Leben einzubringen.

4. Januar 2020

Minestrone mit Reis aus dem Weight Watchers Erfolgsprinzip mit 7 Smart Points

Hier habe ich für euch mal einen alten Beitrag herausgekramt. Damals habe ich von Weight watchers geschrieben. Jetzt heißt das doch WW. Wisst ihr, ob die da auch ein neues Konzept haben oder bleibt alles beim alten?

Es gibt ein neues Weight watchers Kochbuch.
Ich will euch gar nicht das ganze Konzept hinter Weight Watchers erklären, so genau kenne ich das auch nicht. Und im Endeffekt werdet ihr euch ja nur für das Buch interessieren, wenn ihr einfach tolle Rezepte einer ausgewogenen Ernährung kennenlernen wollt oder aber das Konzept schon längt kennt. Der Beginn des Buches erklärt das Erfolgsrezept des smarten Abnehmens ja auch nochmal.
 
Mir geht es bei dem Buch um die Rezepte. Die Gerichte sehen schon auf den Fotos total toll aus. Eingeteilt sind sie in die Kategorien
  • Suppen und Eintöpfe
  • Fleisch und Fisch
  • Kartoffeln, Reis und Pasta
  • Gemüse und Salat
  • Snacks und Aufstriche
  • Süße Speisen und Kuchen
Ihr seht schon: das Essen ist nicht auf Verzicht ausgerichtet. Es folgt dem ganz eigenen Smart Points-Plan und daher finden sich diese Punkte auch zu jedem Rezept (ein Foto hat übrigens auch fast jedes Gericht. Das finde ich wichtig, um zu erkennen, dass es wirklich lecker sein kann). Leider gibt es hier keine Kalorienangaben - wer also nicht nach dem Weight Watchers Prinzip kochen will, könnte das hier vermissen. Wir können es nur erahnen: die Champignonsuppe zum Beispiel hat 0 smart Points, wird also nicht so reinhauen. Zubereitungs- und Garzeit sind ebenfalls immer angegeben.
 
Weil ich hier wie gesagt mehr Wert auf die Rezepte an sich lege, werde ich euch mal ein Gericht vorstellen, was mir gut gefällt. Vorher aber noch die Anmerkung, dass es coolerweise zwei Register gibt. Eins ist alphabetisch und eins ist nach Smart Points geordnet.
 
Ich musste natürlich mein Lieblingsessen auch mal in Variante "Weight Watcher" ausprobieren:
 


 

Minestrone mit Reis

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Scheiben roher Schinken
  • 100g festkochende Kartoffeln
  • 1 Karotte
  • 1/2 Aubergine
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Stange Lauch
  • 1 TL Olivenöl
  • 200ml Gemüsebrühe (1TL Instantpulver)
  • 200g geschälte Tomaten (Konserve)
  • 1 EL trockener Reis
  • 1 TL italienische Kräuter
  • 2 EL weiße Bohnen (Konserve)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
Zubereitung:
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Schinken in feine Würfel schneiden, Kartoffeln und Karotte schälen. Aubergine und Zucchini waschen. Kartoffeln und Gemüse ebenfalls würfeln. Lauch waschen und in Ringe schneiden.
  2. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Schinken darin anbraten. Kartoffeln und Gemüse zugeben und mit andünsten. Gemüsebrühe und Tomaten angießen, Reis und Kräuter zugeben und alles zugedeckt ca. 15 Minuten garen.
  3. Bohnen zum Eintopf geben und kurz erhitzen. Minestrone mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und servieren.
Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Garzeit: ca 20 Minuten
 
7 SmartPoints

15. Dezember 2019

Ratatouille und ein Buch zu dem sogar Jamie Oliver meint "Was für ein Vergnügen"

Da hatte ich doch hier das neue Buch von Horst Lichter vorgestellt und die Frikadellen gebraten. Die gab es natürlich nicht ohne Beilage.
Ich habe mich für Ratatouille entschieden. Dieses Gericht fasziniert mich immer wieder. Es schmeckt einfach köstlich. Es gibt aber so viele verschiedene Arten es zuzubereiten. Nahezu JEDER kocht es auf eine andere Art und Weise. Dabei bleibt aber immer eines gleich. Das sind die Gemüsesorten Zucchini, Aubergine, Paprika und Tomate.
Ich habe aber auch schon eine grüne Ratatouille gekocht, die findet ihr hier [klick].

Warme Ratatouille

Zutaten für 4
  • 2 Auberginen, in Würfel geschnitten
  • 2 Zucchini , in Würfel geschnitten
  • 4EL Olivenöl
  • 2 Zwiebeln, in Scheiben geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und gehackt
  • 1/2 TL Koriandersamen
  • 2 rote Paprikaschoten, Kerne entfernt und grob gehackt
  • 4 große Tomaten, geschält, Samen entfernt oder 1 Dose geschälte Tomaten à 400g
  • Salz und Pfeffer
  • 1 große Handvoll frisch gehackter Koriander
Auberginen und Zucchini salzen und 1 Stunde in ein Sieb geben, dann abspülen und trockentupfen.
1 EL Öl in der Pfanne erhitzen und Gemüse anbräunen. Beiseite stellen.

Rest Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Koriandersamen 4 Minuten anschwitzen.
Paprika zufügen und bei schwacher Hitze noch einmal 10 Minuten garen. Tomaten dazugeben und 15 Minuten weiterköcheln lassen. Am Schluss die Zucchini und Auberginen zugeben und abschmecken.

Mit Koriander bestreuen und warm servieren.
                      
                                                                               
 
Das Rezept habe ich aus meinem Buch "Verführerisch - Rezepte für jede Jahreszeit" von Sophie Dahl. Das Buch ist im Bloomsbury Berlin -Verlag erschienen und brandneu. Es ist super toll bebildert und hat Rezepte zu allen Jahreszeiten. Danach ist es auch gegliedert und fängt - passend für jetzt- mit Herbst an. Jedes Kapitel unterteilt sich nochmal in Frühstück, Mittagessen, Abendessen und ganz am Ende gibt es ein großes Kapitel "Dessert".
Zu jedem Kapitel gibt es eine mehrseitige Anekdote von Sophie, sodass man einen Einblick in ihr Leben und ihre Kochgewohnheiten bekommt.
 
 
So sah meine Ratatouille aus
 



 
 

11. Oktober 2016

Erst langweilig, dann doch immer interessanter: Brühe und mehr

Da sitze ich krank zu Hause und wie auf Befehl kommt das Buch "Brühe und mehr" per Post geliefert. Von außen verspricht es gar keinen Spaß: ein graues Buch mit ein paar wässrigen Suppenschüsseln. Auch beim ersten Hineinblättern wird es nicht besser: bis Seite 27 eine Einführung zur Suppe. Welche Knochen und Gemüsesorten wähle ich, wie ist die Geschichte der Brühe und und und. Sicherlich hilfreich für Anfänger, aber langsam frage ich mich, auf welcher Seite denn endlich die Rezepte beginnen werden?
Auf Seite 28. Na das geht ja noch. Aber auch hier sind Brühen vorgestellt, die ohne viele Fotos noch immer nicht meine Kochlust entfachen. Andererseits bräuchte ich von Brühen nun auch nicht sonderlich viele Bilder. Ich weiß ja, wie sowas aussieht. Brühe aus einem ganzen Huhn, aus Hühnerknochen, aus Truthahnknochen, aus gerösteten Rinderknochen... so große Unterschiede wird es da in der Optik nicht geben. Brühe und Fond, Brühe und Fond... nun ja, da habe ich wenigstens mal ein Sammelband der unterschiedlichen Varianten, auf dass ich im Fall der Fälle zurückgreifen kann. Aber jetzt jeden Tag ein "Gericht" daraus zu kochen ist nun wirklich nicht meine Motivation.
Seite 56: endlich kommt das Geflügel-Kapitel. Und es geht los.. mit: Brühe! Wo bleibt das im Titel versprochene "mehr"? Juhu, es gibt ein Rezept für langsam gegartes Salz-Pfeffer-Hähnchen. So langsam wird es: es gesellen sich Reis, Erbsen und Parmesan hinzu. Seite 70 startet mit einer Hühnersuppen-Kur. Viele verschiedene Rezepte für Hühnersuppen werden vorgestellt und klingen gar nicht mal so schlecht, da sich die verschiedenen Kulturen hier finden. So haben wir aufgegriffen, was die Suppen in den verschiedenen Regionen so heilsam und lecker macht: Knoblauch in Frankreich, Chili und Limetten in Mexiko, Nudeln bei uns Deutschen und Lauch in Belgien. Die Chinesen nutzen übrigens Ingwer, Schalotten und Sternanis. Probiert doch mal so ein Rezept aus. Zumindest wenn man mal krank ist, fühlt man sich durch so eine Suppe schneller wieder gesund, denn sie hilft nicht nur gegen Erkältungen, weil man sich es einbildet. Nein, das ist kein Mythos: wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass Hühnersuppe heilt. Das liegt an entzündungshemmenden Aminosäuren, die gegen eine Erkältung helfen. Schnupfen wird vorgebeugt, weil die Arbeit der Flimmerhärchen in der Nase und den Atemwegen in ihrer Funktion unterstützt werden.
Nach und nach gefällt mir das Buch immer besser und zu dieser Jahreszeit passt es ja auch ganz gut. Am besten gefällt mir übrigens das Gericht der Rosa-Garnelen-Chowder.
 
Jennifer McGruther
Brühe & mehr
Gesundheit aus dem Suppentopf19,95 €18.9 x 22.9 cm, gebunden, 192 Seiten mit 100 farbigen Abbildungen
Übersetzt von: Linde Wiesner
ISBN 978-3-95728-016-9
 
Klick für mehr Infos [hier].

1. Oktober 2016

UMAMI - Die Entdeckung des perfekten Geschmacks {Rezension}

Das Buch in wenigen Worten.


http://edition.fackeltraeger-verlag.de/produkt-details/umami-9783771646653/show/


Es bietet wirklich den perfekten Geschmack.


Die Rezepte sind...

vielseitig.

einfacher als gedacht.

wirkungsvoll.

Aromabomben.
 
 
Es ist kein Buch mit Rezepten bei denen für jeden was dabei ist. Denn: jedes Rezept ist für jeden.
Ich muss nicht lange suchen. Ich kann irgendeine Seite aufschlagen und loskochen. Es trifft sicher meinen Geschmack.
Und wenn ihr das anders seht, dann geht ihr eben nach der Anleitung zu Beginn des Buches, indem ihr mit eurem unschlüssigen Appetit dahin geleitet werdet, genau zu wissen, was ihr kochen könnt, damit ihr zufrieden und satt seit.
Umami trifft auf jeden Fall euren Geschmack. Denn Umami ist nicht nur einfach der fünfte Geschmackssinn sondern geht
  • frisch und anregend
  • weich und wärmend
  • kräftig und klar
  • vollmundig und gewagt
  • süss und aufregend
und dann gibt es ja auch noch die
  • Umami-Grundrezepte, mit denen ihr euch austoben könnt.

Fazit: Ihr könnt wirklich in jeder Stimmung zu Umami finden.

23. September 2016

Du denkst es ist nur Pasta? Weit gefehlt!

Pastabücher können mich schon lange nicht mehr begeistern. Ich wage zu behaupten, ich bin kreativ genug, um mir selbst außergewöhnliche Rezepte auszudenken und gut zu kochen. Bücher, in denen solche Rezepte vorgestellt werden sind doch immer gleich. Da ist zwar auch was außergewöhnliches zu finden, aber im Großen und Ganzen unterscheiden sie sich kaum und bieten immer dasselbe.

Jetzt ist es tatsächlich so, dass ich diese Gedanken ein wenig zurücknehmen muss. Ich habe wirklich ein Kochbuch gefunden, was mir tatsächlich gefällt. Und es ist ein Pastabuch. Das Team von "essen & trinken" hat "Sonntags Pasta" herausgebracht, was tatsächlich die Nudelgerichte in den Vordergrund stellt. Absolut sonntagstaugliche Gerichte werden reich bebildert vorgestellt, klingen lecker, schmecken gut und machen Lust zum Kochen, weil sie gekonnt Zutaten kombinieren, die den besonderen Pfiff verleihen. Die Fotos sprechen einen total an und lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dabei gibt es Einteilungen in den Kategorien

Fleisch, Geflügel und Wild
Fisch & Meeresfrüchte
vegetarisch

Das ist übersichtlich und bringt es genau auf den Punkt. Wer meint bei diesem Buch die Standardgerichte zu finden, der sei eines besseren belehrt: wirklich besondere Varianten sind vertreten, wie
Steak-Tagliatelle mit Rauke
weiße Bolognese
Fettuccine mit Morcheln und Perlhuhnbrust

Dabei ist die Pasta nicht immer italienisch zubereitet. Es sind außerdem asiatische, deutsche u.a. Varianten vertreten.

Unerwartet ausgefallen und richtig gut. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.


für 20€ über Edition Fackelträger zu erhalten
[klick] für einen Blick ins Buch und weitere Infos

22. September 2016

Die fette Kuh präsentiert: das FETTE BUCH

Ich hab grad voll Bock auf "die fette Kuh".
Das ist n Kult-Imbiss aus Köln.
Ich war da zwar noch nie, aber das muss echt super sein. Aaaalso:
den gibt's schon seit 2011 und der ist so bekannt für leckere Burger, dass angeblich Schlangen dort anstehen.
Jetzt gibt's von denen ein Kochbuch mit Rezepten für zu Hause. Fleischig oder auch vegetarisch.
Da lohnt es sich doch mal einen Blick hineinzuwerfen.
 
http://edition.fackeltraeger-verlag.de/produkt-details/das-fette-buch-9783771646394/show/

 
Das Cover
Das Titelbild spricht einen erstmal durch seine Schlichtheit an: Ich hätte jetzt ein Burgerfoto erwartet, es gibt aber keins. Stattdessen steht in dicken Lettern "Das FETTE BUCH" mittig drauf. Na wenn das mal nicht passt. Hey: auf den zweiten Blick erkennt man dann doch einen Burger. Der ist aber von oben zu sehen und bildet die Grundlage für den Titel. Auch ist es kein Foto, sondern eine Abbildung, die sich den Farben des Einbands anpasst.
Während man ja meist die Frau in der Küche vor seinem inneren Auge sieht, ist es hier auch der Mann, der angesprochen werden soll. Ich garantiere euch, dass hungrige Männer auch gerne mal zu diesem Schmöker greifen.
Der kostet übrigens 30€ und bietet auf 240 Seiten viele Ideen, die vor allem von zahlreichen Abbildungen begleitet werden. Das finde ich bei Kochbüchern immer besonders wichtig.
Die Seiten sind rau-matt, was wunderbar zum rustikalen it passt.
Auf einer der ersten Seiten liest man in Handschrift: "Vor dem Besuch bei der fetten Kuh war ich Vegetarier." Lassen sich also auch Vegetarier zu Fleisch bekehren? Wir werden sehen.
 
Der  Aufbau
Das Buch, was es seit September in den Läden gibt und bei Edition Fackelträger erschienen ist, unterteilt sich in die Rubriken des Vorworts - ob man sich das ansieht bleibt jedem selbst überlassen - und dann folgt der Burger-Baukasten und danach Rezepte für die Fancy Burger. Es geht hier also um ein Prinzip, wie man sich verschiedene Burger zusammenstellen kann. Man schaut, was zusammen passt und kreiert dann darauf los. Dabei kombiniert man bekannte Sachen mit neuen Dingen, probiert auch mal rosa Buns zu Karneval aus oder variiert mit Mehl.
Ja, denn auch das lernen wir mit diesem Buch: nicht nur, wie man sich seinen Burgerturm stapelt, sondern auch wie man die Brötchen (außen kross und innen fluffig weich) selber herstellt. Und alleine schon dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.
 
Welche Saucen mögt ihr? Mayo? Sesam-Mayo? Petersilienn-Mayo? Violette Mayo? Trüffel-Mayo? Ich wette ja, ihr habt sie noch gar nicht mal alle probiert bzw. noch nichtmal davon gehört. Ja, ich sage ja das Buch gibt Neues preis. Damit könnt ihr auch noch die eingefleischten Burger-Spezialisten erstaunen. Ketchupvariationen, Senf, Guacamole, Schmand, Kräuterbutter.... etliches könnt ihr ausprobieren und entscheiden, was euch am besten schmeckt.
Bei den Burgerrezepten gibt es direkt Burger, die ihr auch in der fetten Kuh erhalten könnt. Aber auch hier könnt ihr ja wieder euren Vorlieben entsprechend abwandeln.
 
Fazit
Das Buch überrascht mit seinem Inhalt. Selbst noch der von sich überzeugteste Burgerbrater kann hier ganz klar noch etwas dazulernen, Frauen können Rezepte für sich entdecken genauso wie Vegetarier. Burger sind nicht nur was für Männer und vor allem: Burger sind nicht gleich Burger.

27. Juni 2016

Als Vegetarier bist du doch schon Normalo: Zwei geniale Kochbücher ohne viel Blabla {REZENSION}

Momentan tue ich mich etwas schwer mit Kochbüchern. So ein richtiger Knaller war für mich schon lange nicht mehr dabei.
 
Vieles geht in Richtung vegan, Paleo, raw, clean, Vollwert...
Bist du Vegetarier kannst du dich schon als Normalo fühlen.
 
Demzufolge sieht es so auch im Kochbuchregal von Dussmann, Hugendubel, Thalia und Co. aus. Wo sind die allround-Kochbücher geblieben? Selbst bei der Abteilung Grillen gibt es kein Buch mehr, was beliebte, bekannte und alltägliche Grillrezepte vorstellt.
 
Daher gibt es von mir nun eine Buchempfehlung für alle die, denen es genauso wie mir geht und die sich nicht auf eine Foodtrend-Schiene festlegen wollen.
 
Fangen wir mit Café Cornersmith an. Dieses Buch hat es mir wirklich angetan. Ich habe zwei mannshohe Regale voll mit Koch- und Backbüchern, aber nur wenige schaffen es wie dieses hier ins gläserne Extraregal. Dort steht eine Handvoll Bücher, die zu meinen Lieblingen gehören, weil es nahezu jedes Gericht daraus schafft, von mir gekocht werden zu wollen.
 
Dazu muss ich vielleicht noch erklären, dass ich weder Vegetarier noch Flexitarier oder irgendwas bin. Ich ess meine türkische Pizza gerne ohne Fleisch und Käse, habe aber nichts gegen Sushi und bestelle beim Italiener gerne ein saftiges Steak.
 
Das Buch greift einfach alle Bereiche auf, die mir schmecken:
 
Eingemachtes wie Chili- Konfitüre, Süßes wie Käsekuchen, Frisches wie Kohlrabi-Kraut-Salat mit Frühlingskräutern und eingelegten Kumquats, Außergewöhnliches wie Labné oder Zusammenstellungen wie Bagel mit Hühnchenfleisch, Misomayonnaise und Knoblauchchips.
 
Das Buch unterteilt sich in Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Einmachen. Danach folgen noch Rezeptgrundlagen, etwas über das Cornersmith , das Register und eine Danksagung.
Eine richtig übersichtliche Angelegenheit also. Ich habe zwar erst ab dem Kapitel "Herbst" gemerkt, dass es so aufgeteilt ist, weil ich das Inhaltsverzeichnis irgendwie überblättert habe, aber das macht nichts.
Für mich ist eine Jahreszeitenunterteilung immer ein Zeichen für Rezepte mit frischen, saisonal-regionalen Zutaten. Hier wurde also nachgedacht und Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.
Die Rezepte sind kreativ und abwechslungsreich, die Anleitung gut verständlich und ohne viele Umschweife. Angaben zur Zubereitungszeit, Kochzeit, Haltbarkeit und Menge stehen immer übersichtlich in der Randspalte. Außerdem gibt es immer kleine Erklärungen zu den verschiedenen Rezepten. Escabache vom Wittling würde mir erstmal nicht viel sagen, aber das Foto, was bei jedem Rezept eine ganze Seite einnimmt hilft da schon weiter. Es sieht lecker aus, deshalb will ich wissen, was es genau ist und ob ich es mal nachkochen werde. Dieses traditionelle mediterrane Gericht ist so eine Art heiß marinierter Fisch, denn die Fischfilets werden mit heißer Flüssigkeit übergossen, um sie zu "konservieren"... Aha, klingt gut, wird die Tonia mal probieren. Mal sehen, ob sie Wittling findet.
 
Das Buch bekommt von mir jedenfalls die volle Punktzahl. Klasse Umfang, tolle Bilder, super Aufteilung, geniale Rezepte, strahlende Farben, gute Auswahl.
 
 
Das Yoga-Kochbuch
 
Ja was passt denn da jetzt nicht zusammen? Hat sie nicht eben noch gesagt, dass sie diese Foodtrends stören? Ja, tun sie. Zumindest diese Einseitigkeit in den Büchern immer. Bei jedem Foodtrend ist ja auch irgendwas dabei, was ich gerne esse, aber mich ausschließlich von Linsen oder Fleisch ernähren möchte ich auch nicht. Dieses Buch legt Wert auf die Gesundheit und verbindet Essen mit Sport. Wer weiß, vielleicht kriegt es mich ja nochmal zum Yoga:)
Das Buch stellt verschiedene Ernährungsweisen vor und wendet sich vor jedem Kapitel der jeweiligen Ernährung und einem Yoga-Lehrer zu,  der diese Ernährung bevorzugt. Dann folgen die Rezepte, die wahrlich lecker klingen, aussehen und schmecken. Spargel-Stracciatella ist vielleicht für die jetzige Spargelsaison besonders geeignet. Aber Shakshouka als maghrebinisches Kultrezept habe ich auch schon so lange mal kochen wollen.
Jedes Rezept hat ein Rezept dabei, wobei sich Rezept und Foto eine Doppelseite teilen. Das ganze Buch ist mit über 200 Seiten schön dick und kein Büchlein sondern ein richtiges Kochbuch. Es gefällt mir sehr und ich hatte schon Angst, dass es durch seinen Yoga-Bezug zu gesundheits-blabla-lastig sein könnte.
 
Der Autor, Udo Einenkel ist Gesundheitsberater und Koch. Man merkt, dass er das Buch mit Leidenschaft gemacht hat und auch seine dreißig Jahre professionelle Erfahrung wird eindeutig erkennbar. Vegetarisch.vegane Küche mit Gault-Millau-Auszeichnung. Wer das vegetarische Berliner Bio-Restaurant Abendmahl kennt, dem sei gesagt, dass Einenkel dort 15 Jahre gearbeitet hat. Hier kam durch die Belastung die Liebe zum Yoga auf. Das betrieb er als Entspannung und führt es bis heute fort. 
Udo Einenkel arbeitet heute als Kochdozent, schreibt Kochbücher und fotografiert für sein Leben gern Essen.

 


224 Seiten, ca. 150 Abbildungen, Format 22,7 x 27,4 cm, Hardcover, 29,99€
ISBN-13: 978-3-86244-979-8
mehr Infos und einen Blick ins Buch gibt es [hier]
 
 

17. Mai 2016

Rezepte und Ernährungstipps um sich sportlich zu steigern

Es gibt mit Sicherheit verschiedene Gründe dafür, dass sich die Menschen vegan ernähren. Wenn man sich in der Welt der Stars und Berühmtheiten umschaut, so steckt dahinter aber meist das Ergebnis, das durch eine solche Ernährung erzielt wird. Die Menschen wollen etwas damit erreichen, dass sie sich so ernähren. Zumindest ist das eigene Aussehen, die eigene Fitness und Energie viel öfter Grundlage für Foodtrends als das Schützen von Tieren.
 
In dem Buch Vegan in Topform - Das Energie-Kochbuch wird dieses Prinzip aufgegriffen. Hier findet man also nicht nur eine Sammlung von Rezepten sondern auch Erklärungen und Informationen zur Ernährung und deren Auswirkungen. Wir lernen aber nicht rein informativ sondern am Beispiel der Erfahrungen von Brendan Brazier. Er ernährt sich vegan und er treibt Ausdauersport. Beides stimmt er so genau aufeinander ab, sodass eins das andere unterstützt.
Es geht nicht vordergründig darum, dass Brendan sein Aussehen optimieren will, sondern dass er seine Ausdauer beim Sport auf das höchst mögliche Level bringt. Gesteigert hat er sich zwar kontinuierlich seitdem er mit 15 Jahren begann für den Triathlon zu trainieren, aber die Steigerung wurde immer langsamer. Er musste sein Training stärker nach dem ausrichten, was er erreichen wollte. Zielgerichtetheit.
Nun schaute er sich auch an, was er aß und stellte fest, dass sein Trainigspensum stark in Zusammenhang mit der Ernährung stand. Lebensmittel wirken natürlich verschieden. Welche muss man also zu sich nehmen, wenn man Entzündungen hemmen will, mehr Energie gewinnen will, die Erholungszeit nach dem Training verkürzen will.
Tiefschlafzeiten, Muskelaufbau und und und. Es geht um viel mehr als nur den Hunger zu stillen.
 
Die ersten Tipps in diesem Buch finden sich also schon in den ersten Erzählungen von Brendan selbst. Er wendet sich aber auch konkret an jeden einzelnen: Kaufen Sie nur Lebensmittel mit positiver Energiebilanz. Er beschreibt, dass manche Produkte (Blattgemüse, Obst,...) mehr Energie liefern, als uns ihr Verzehr abverlangt. Zum Verdauen brauchen wir ja auch Energie. Die in den Lebensmitteln gespeicherte Energie kennen wir als Kalorien. Es ist aber nicht so, dass mehr Kalorien auch mehr Energie für den Körper liefern, was man zB an FastFood sieht. Nach solchem Essen sind wir nicht unbedingt fit. Wir brauchen mehr Energie zur Verdauung als bei anderen Lebensmitteln. Isst man schwer, braucht man also eine Siesta:)
 
Lebensmittel mit positiver Energiebilanz und ihre Auswirkungen auf den pH-Wert sind dann übersichtlich in einer Tabelle aufgestellt. Auch gibt es eine Aufstellung für die Grundnahrungsmittel, die wir uns besorgen könnten, wenn wir vorhaben unsere Ernährung ganz nach Brendans Prinzip zu richten. Es folgt der Thrive-Pyramide. Eine Ernährungspyramide, wie wir sie aus dem Bio-Unterricht kennen, nur detaillierter und durchdacht: Ballaststoffreiches Gemüse (Mangold, Möhren, Blattgemüse, Zucchini) als Basis. Danach Proteine und Früchte, es folgen Fette und die Spitze, also einen geringen Teil, bilden stärkehaltige Lebensmittel und Getreide.
 
Es folgen schon viele Anhänger dem Ernährungsprinzip von Brendan Brazier. Nicht ohne Grund ist das hier schon der vierte Band der Serie "Vegan in Topform". Das Buch gibt es seit Oktober 2015 für 29,00€ im Naranya-Verlag. Auf den 320 Seiten gibt es zahlreiche Informationen und Motivationen. Dabei 150 Rezepte, die auf der Ernährungsweise basieren. So bleibt das alles nicht nur Theorie sondern gewährt auch uns die Möglichkeit den Weg einzuschlagen, der die Olympiateilnehmer erfolgreich zum Sieg geführt hat und der verspricht Erkrankungen vorzubeugen, zu mehr Energie und geistiger Arbeit zu führen und Heißhungerattacken zu vermindern. Die Regenerationsphase soll verkürzt werden und das Verletzungsrisiko reduziert werden.
 
Die Rezepte sind vegan, basenbildend, vollwertig und mit einer hohen Nährstoffdichte. Essen, was lecker schmeckt und gleichzeitig zu mehr Kraft und Ausdauer verhilft. Die Gerichte sind frei von Allergenen, Weizen, Hefe, Gluten. Auch Soja wird vermieden, raffinierter Zucker und Milchprodukte.
 
Toll ist weiterhin, dass für jeden Typ individuelle Menüpläne vorgeschlagen werden: ob für Einsteiger, Sportaktive oder "Normalos".
 
Mir gefällt auch die Rezeptunterteilung in Basics (zB Mandelmus), Morgens (Himbeer-Zitronen-Mate), Vorspeisen, Beilagen, Saucen und Dips (Falafel aus roten Linsen mit Artischocke-Tapenade), Sandwiches, Wraps und Burger (Burrito-Wrap), Suppen (mit Kokosnuss, Zitronengras und Limettensaft), Salate und Dressings (Asiatischer Salat aus Gemüse à la Julienne), Reis und Nudelgerichte (Grüne Thai-Curryreis-Schale), Smoothies, frische Säfte und warme Drinks (Tropische Brise), Desserts (Ananas-Kokos-Makronen), Thrive Sport Rezepte (Apfel-Beeren-Regenerationsdrink).
 
mehr Infos, eine Leseprobe und ein Video findet ihr [hier]

 

Vegan in Topform - Das Energie-Kochbuch
Brendan Brazier
29,00€
150 pflanzliche Rezepte für optimale Leistung und Gesundheit
     
FÜR MEHR ENERGIE, AUSDAUER UND GEISTIGE KLARHEIT
320 Seiten, geb.
erschienen im Oktober 2015
ISBN: 978-3-944125-38-1

23. April 2016

Urlaub auf dem Tisch: Das Beste vom Bodensee {Rezension}

Der Bodensee... Wer schon einmal da war wird von Landschaft, Personen und Kulinarik begeistert sein. Wer sogar dort wohnt, will sicher nicht mehr weg. Das geht auch einigen nach einem Urlaub dort so. Unter meinen Bekannten sind sogar einige, die nach mehreren Tagen Bodensee-Urlaub auch ihren Lebensort dorthin verlagert haben.
 
Bald steht dann auch der Besuch dort an.




Vergesst den Alltagsstress. Hier ist man fernab von Trubel und kann wunderbar ausspannen. Es gibt so viele Erholungsorte und Heilbäder in der Gegend, sodass zu jeder Jahreszeit ein Urlaub lohnenswert ist.



Regionales vom Bodensee

Wer Bekannte in der Region hat, kennt sicher die Spezialitäten und wurde hoffentlich schon einmal ordentlich bewirtet. Ansonsten kennt ihr vielleicht die regionale Küche aus den zahlreichen Lokalen rund um den See. Es ist wahrhaft eine Spitzenküche, die angeboten wird: frische, regionale Produkte sind Priorität der Köche rund um den Bodensee. Die Region bietet ja auch richtig viele leckere Lebensmittel. Vor allem der fangfrische Fisch aus dem Bodensee und der Wein der Region sind sehr weit verbreitet bekannt. Doch ebenfalls gehören Obst, Eier und Milch der naheliegenden Höfe rund um den See dazu. Und auch das frische Gemüse von der Reichenau, speziell die Höri-Zwiebel, sind sehr beliebt.
Wie so oft will man ja auch nach den freien Tagen noch im Urlaubsfeeling bleiben. Da nimmt man sich dann gerne eine Flasche Wein mit und schaut sich hier und da nach Rezepten um, damit man zu Hause vielleicht die Gerichte selbst zubereiten kann.






Copyright: Südverlag GmbH

Wenn man dann dieses Bild in einem Kochbuch findet, spürt man schon die Authentizität der Gerichte, denn es spiegelt das frische Gemüse wieder, genauso wie die Landschaft der Region.
Das Buch findet ihr auch tatsächlich in einem Kochbuch, was neu auf dem Markt ist und unsere Bodensee-Thematik aufgreift. Es ist allerdings nicht das einzige, was sich mit dem Bodensee auseinandersetzt.


Heute stelle ich euch nämlich gleich zwei neue Kochbücher vor, die die Reihe von "Das Beste vom Bodensee" fortsetzen, nämlich "Fisch" und "Vegetarisch".

http://www.suedverlag.de/UnsereBuecher/regionalia.aspx?TIT=90010&Name=

http://www.suedverlag.de/UnsereBuecher/regionalia.aspx?TIT=90011&Name=
Christiane Leesker
Vanessa JansenDas Beste vom Bodensee - Vegetarisch
978-3-87800-094-5
Das Beste vom Bodensee - Fisch
978-3-87800-093-8


Preis: € 16,-
Format: Hardcover 16 x 22,5 cm
Seitenzahl: 64
Erscheinungsdatum: 04-2016


Beide Bücher sind mit 62 Seiten eher dünn, enthalten aber trotzdem vielseitig und mit tollen Rezepten. Mir gefällt es, dass sich nun spezialisiert wird auf die verschiedenen Küchen. Trotzdem bleibt das Typische des Bodensees bestehen.
Mit vielen bunten, farbenfrohen Fotos ist jedes Buch reich bebildert. Hier springt einem spürbar der Frühling an. Ich mag Bücher, die gleich beim Durchblättern die Lust wecken, loszukochen. Gezeigt werden die Zutaten, die fertigen Gerichte und Landschaftsbilder der Region und zwar nicht nur winzig, sondern gleich über ganze Seiten. Ehrlichgesagt möchte ich nicht nur gleich kochen sondern auch in den Urlaub an den Bodensee fahren. Solange das nicht klappt, begnüge ich mich mit Blättern, Klebezettel auf die verschiedenen Gerichte verteilen, kochen und natürlich essen.

Aus dem Buch "Vegetarisch" nehme ich mir folgende Gerichte für den nächsten Monat vor:
  • Reichenauer Gemüsegulasch mit Rosmarinspitzle
  • Rahmsuppe mit Spinat und Wildkräutern
  • Panini mit Birne und Tellhanger Brie, dazu Höribülle-Chutney
  • Eierschwämmli-Ravioli mit Zitronenbasilikum und Sbrinz
  • Kräuter-Pfannkuchen [das ist das Rezept von dem Titelfoto]
  • Spinatknödel mit Bergkäse überbacken
  • Reichenauer Gemüse-Lasagne
Das Buch "Fisch" reizt mich mit:
  • Hechtleber auf Rührei mit Kürbiskernöl
  • Felchenaufstrich nach Fischerart
  • Mooser Fischtopf mit Rouille und Croutons
  • Felchen mit dreierlei Blumenkohl und Kapern
  • Felchenfilet mit Holunder-Balsamico auf Zucchini-Fenchel-Kirschtomaten-Gemüse

8. April 2016

Cheese & Cake - Was will man mehr? {REZENSION}

Jetzt verstehe ich erstmal, warum das Buch so komisch "Cheese & Cake" heißt. Beim Reinblättern wurde es mir klar. Es ist nämlich nicht nur ein Buch mit Cheesecake-Rezepten, aber natürlich sind da auch viele Käsekuchenrezepte enthalten.
Wir haben es hier aber auch mit Rezepten für Desserts im Glas, herzhafte Kuchen und Käsecremes zu tun. Cupcakes mit Cremehäubchen, Muffins mit Topfenfüllung, Quarkstriezel, Topfenstudel und und und.
 
Ich denke mal, dass man erstmal ein Cheesecake-Fan sein muss, um überhaupt in das Buch hineinzublättern und sich dafür zu interessieren, denn zunächst weiß man ja gar nicht, was einen erwartet.
Die Käsekuchen sind schön modern. Sie decken verschiedene traditionelle Varianten unterschiedlichster Herkunft ab: Natürlich darf der New York Cheesecake und der russische Zupfkuchen nicht fehlen. Wer sich aber schon genauer mit Käsekuchen beschäftigt hat, kennt auch den schwedischen und korsischen. Auch die bekannte Himbeer-Charlotte und der Croque-en-bouche aus Frankreich müssen dabei sein.
Weniger bekannt sind wahrscheinlich der brasilianische Limetten-Baiser-Kuchen, der Flao aus Ibiza, der mit Minze und Anis trafitionell zu Ostern gebacken wird, aber sicher auch sonst lecker schmeckt. Italien ist auch vertreten: mit der Crostata di Ricotta mit Pinienkernen und der Cassata Siciliana.
Es sind noch viele weitere Rezepte, die ich natürlich nicht alle aufzählen werde.
 
Cheese
Margit Proebst, Jo Kirchherr
Cheese & Cake
80 außergewöhnliche Rezepte von Cupcakes bis Törtchen
    
Preis: 19,99 €
160 Seiten, ca. 100 Abbildungen
Format 19,2 x 28,5 cm,
Klappenbroschur mit Fadenheftung
ISBN-13: 978-3-86244-968-2
 
 
Alles in allem ist die Auswahl top und die Bilder sehr ansprechend. Wie immer bei dieser Bücherreihe hat ein Rezept den Platz einer ganzen Seite und rechts auf der Nebenseite findet ihr ein Großbild des Kuchens. Ich finde das toll, weil man so eine Vorstellung hat, wie der Kuchen mal werden wird, wie er aussieht, welche Konsistenz er haben wird und ob es das Geeignete für die Gelegenheit ist.
Das einzige, was ich bemängel ist, dass ich ein Bild glaube schon einmal in einem anderen Buch gesehen zu haben. Wahrscheinlich war es das Buch "Törtchen und Tartelettes" der gleichen Reihe, aber ich finde solche Dopplungen sollten nicht sein, auch wenn es thematisch passt. Leidenschaftliche Büchersammler haben dadurch aber irgendwie einen Nachteil.
 
Weitere tolle Rezepte habe ich gefunden, die ich daher gerne backen möchte, weil sie total kreativ sind, ich auf die Kombinationen nicht gekommen wäre: Gewürzcheesecake mit Portweinpflaumen, Maracuja-Joghurt-Torte, Campari-Orangen-Cheesecake oder Ingwer-Grüntee-Cheesecake mit Blaubeersorbet. Bekannt aber lecker: White-Chocolate-Cheesecake mit Johannisbeeren. Der ist super als Auftakt zum Sommer und kommt garantiert bei jedem Kuchenliebhaber super an.
 
Eigentlich hat das Buch nur zwei, drei Rezepte, die ich nicht ausprobieren würde: Bananen-Zitronen-Torte (die Kombination klingt mir nicht so toll und Banane mag ich sowieso nicht) und Latte-Macchiato-Cheesecake, weil ich Kaffee nur als Kaffee, also in flüssiger Form mag. Nunja und Kürbiskäsekuchen mit Birnen klingt super originell, aber Kürbiskerne und Kürbis an sich möchte ich nicht gerne im Kuchen haben - ist ja aber Geschmackssache.
 
 

20. März 2016

F.X.Mayr für zu Hause

Wir beschäftigen uns viel zu sehr mit Essen. Einerseits predigen wir, dass wir weniger und gesünder essen müssen, werfen skeptische Blicke auf Zucker-Produkte und denken aber gleichzeitig an unsere unbeschwerte Kindheit, in der wir einfach gegessen haben, worauf wir Lust hatten. Und das waren nun mal die Schüsseln voller Schokopudding mit Vanillesauce oder das Eis beim Kiosk um die Ecke.
 
Nicht übers Essen nachzudenken würde uns einfach befreien. Kein Kalorienzählen, kein Blick darauf, genügend Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen, wäre eine enorme Erleichterung.
 
Diese Erleichterung erreichen wir doch am ehesten, wenn sich eine Ernährung bei uns schon so eingefahren hat, die einfach ausgewogen und gesund ist.
Eine Ernährung kann sich aber nur dann für den Alltag festigen, wenn uns auch schmeckt, was wir da essen.

F.X. Mayr für zu Hause
Infos und Leseprobe


Viele wissen gleich worum es geht, wenn sie "F.X.Mayr" hören. Man denkt an das Ernährungsprogramm, dass von Mayr entwickelt wurde. Seine Diagnostik und Therapie entwickelt sich anhand der Neuerungen auf dem Gebiet der Ernährungslehre.
 
Es ist mehr als nur ein Trend, denn hier geht es um Vorsorge- und Regenerationsmedizin.
Trotzdem prangt auch hier wieder die große Überschrift "Gesund essen ohne Reue" drüber.
Somit ordne ich es dann doch in den Diät-Zyklus ein. Hierbei wird auf gesunde Ernährung geachtet und gleichzeitig Motivation geschaffen, indem die psychologischen Aspekte eine Rolle spielen.
 
Mit diesem Buch sollen wir nun die Lehre der Esskultur auch zu Hause einbinden können. Zunächst ist eine innere Reinigung vorgesehen. Also Entschlackung und Entgiftung. Danach wird allmählich eine gesündere Ernährungsumstellung aufgebaut. Natürlich wird das Buch auch hier wieder von Basis-Rezepten begleitet, die auch Nahrungsunverträglichkeiten wie Gluten und Histamin aber auch Laktose und Fruktose berücksichtigen. Viele Bilder der Mahlzeiten finden sich dazu allerdings nicht.
 
Die Therapie beginnt mit einseitiger Ernährung. Vordergründig zur Reinigung des Darms. Nach diesen Entlastungstagen folgt eine Basenwoche, dann eine Aufbauwoche und am Ende die Erweiterungswoche. Das Ziel des Ganzen ist eine Ernährung, die Spaß macht.
 
 
 
 
Das Buch ist für meine Begriffe zu provokant. Ich fühle mich wie ein totales Dummchen, weil es so geschrieben ist, als wüsste man gar nichts.
 
"Diese Kochutensilien sind für sie neu" - als würde ich nur die Mikrowelle kennen
"Sie müssen den Darm erstmal reinigen" - ja, ich ernähre mich ja so schlecht
"Ihr Magen kennt nichts anderes" - als würde ich nur Fast Food essen
"Für den Körper ist das neu" - als hätte ich noch nie einen Apfel gegessen
 
An sich mag die Art und Weise, also was hinter der Therapie steckt ja sinnvoll sein. Die Rezepte sind lecker und man lernt viel Wissenswertes über Nahrungsmittel, Zutatenstoffe und den eigenen Körper.

18. März 2016

Diäten funktionieren nicht und sie ruinieren unsere Gesundheit {REZENSION}

Es gibt ja Personen, die sind ganz gegen Diäten.
Man hält sie eh nicht durch, ...
man soll sich wohlfühlen wie man ist, ...
man umgeht wichtige Vitamine,...
 
Vielleicht ist man aber auch gegen eine Diät, weil man sie einfach nicht braucht
 
DAS ENDE ALLER DIÄTEN - das neue Buch von Dr. Joel Fuhrmann.
 
Oh ja, ein Doktor, das klingt doch schon mal vertrauenswürdig.. Der Untertitel "Nährstoffreich abnehmen ohne Hungern" verspricht mal wieder das, was bei vielen Abnehmversuchen gepriesen wird: trotzdem satt werden.
 
Nehmen wir uns das Buch mal genauer unter die Lupe.
Die Kapiteleinteilungen sind interessant:
  • Toxischer Hunger
  • Diätmythen entlarvt
  • Das Ende aller Diäten
  • Nutritarier-Bootcamp
  • Der Plan
  • Rezepte
  • Anhang
Rezepte sind also nur ein Teil des Buches. Damit ist es kein reines Kochbuch, sondern eher ein Ratgeber und eine Handreichung zum erfolgreichen Abnehmen. Doch was soll hieran erfolgversprechender sein als bei einer Diät?
 
Dr. Fuhrmann geht davon aus, dass Diäten nicht funktionieren. Dass es eine Art Jojo-Effekt gibt, die Kilos, die man möglicherweise abnimmt, ganz schnell wieder auf der Waage sind und vielleicht sogar noch ein paar mehr Kilo mitbringen.
Nur 2% schaffen es, mit Hilfe von Diäten erfolgreich abzunehmen. Hm. Ist ja nicht gerade viel. Wenn ich schon beim Lotto nicht gewinne, warum sollte mir das Glück dann hold sein und mich zum Diät-Spitzenreiter machen?

Da ständige Gewichtsschwankungen ungesund sind - und die gibt es ja nun mal zwangsläufig, wenn ich eine Diät nach der nächsten ausprobiere -, will dieses Buch die Diäten als allererstes verbannen.
Danach geht es auf die Nutritarier-Ernährungsweise ein. Damit kann man quasi nicht übergewichtig werden, weil man isst, um echten Hunger zu stillen. Meist sind es bei uns sonst nur Ess-Süchte.
Auf diese Süchte wird sich in einem weiteren Kapitel bezogen. Hier geht es um den toxischen Hunger. Wir nehmen zwar viele Kalorien auf mit dem ganzen Fastfood-Kram und Co., aber meist nicht mit den ausreichenden Mengen an schützenden Nährstoffen. Somit werden unsere Zellen verstopft (oxidativer Stress genannt). Das führt wiederum zur Anreicherung toxischer Metaboliten, die zwischen den Mahlzeiten physische Entzugserscheinungen verursachen können, toxischen Hunger.
 
Für wen das jetzt schon alles logisch und interessant klingt und wer sich demnach weiter mit dem Buch beschäftigen will, um vielleicht seine Traumfigur zu erreichen, findet es im Unimedica- Verlag.
 
Eine Leseprobe und weitere Infos gibt es [hier].
 
Das Ende aller Diäten, Joel Fuhrman
 
erschienen 2016
416 Seiten, geb.
Gewicht: 1085g
ISBN: 978-3-944125-70-1
9783944125701

Best.-Nr. 17716
 

15. März 2016

Rote Beete Salat mit Big Flavour

Rote Beete Salat mache ich ja wirklich gerne. Es ist immer eine ganz schöne Sauerei, denn ihr wisst ja, dass die Farbe echt hartnäckig sein kann. Selbst auf dem Teller sieht das dann manchmal nach ner ordentlichen Schlacht aus, weshalb ihr vielleicht lieber kein weißes Geschirr wählt.

Das Bild verrät mich: ich war diesmal etwas faul und habe die Rote Beete einfach gleich aus dem Glas verwendet. Das ging schneller, als sie noch zu schälen, vierteln und anzugaren. Insgesamt nehmt ihr für vier Personen ca. 500-600g gekochte Rote Beete und 125g Fetakäse. Ich finde Käse vom Schaf oder gerne auch mal Ziege hier viel passender als den Kuh-Käse, den ihr vielleicht auch als Hirtenkäse kennt (warum eigentlich, hat ein Hirte nicht immer Schafe?). Außerdem lässt er sich viel einfacher zerkrümeln.
 
Hier nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
  • 500-600g gekochte Rote Beete in Stückchen oder Vierteln
  • 125g Feta
  • 1 kleines Bund Estragon (gerne auch mal Koriander)
  • 4 bunte Snackpaprika, klein gewürfelt
  • nach Belieben eine halbe Chilischote (entkernt und klein geschnitten)
  • Balsam- oder Malzessig
  • natives Olivenöl extra
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

 
 
Ich habe bisher immer Balsamico bianco verwendet und Koriander statt Estragon. Beides schmeckt aber sehr lecker und ich könnte es mir auch in Kombination vorstellen. Eine Chilischote habe ich sonst nicht genommen, dafür aber klein geschnittene Snackpaprika.
 
Zubereitung:
 
Beim Anrichten mach ich mir da nicht so eine große Platte. Alles kommt zusammen auf den Teller. Für die Optik aber Feta und Rote Beete vorher nicht mischen, sondern Feta nur drüberkrümeln, genau wie die Kräuter. Essig und Öl am Ende drüberträufeln.
That`s it. 
 
So habe ich den Salat standardmäßig immer gern gegessen und zubereitet. Jetzt habe ich mich umso mehr gefreut, dass ich eine abgewandelte Form im neuen Buch "BIG FLAVOUR" vom Knesebeck-Verlag gefunden habe.
Dazu braucht ihr noch 2 unbehandelte Orangen und lasst die Snackpaprika weg. Von den Orangen werden Zesten gerissen (das bedeutet, dass ihr die Schale nehmt, aber nicht reibt sondern kleine Fäden davon abmacht). Außerdem schneidet ihr vom Fruchtfleisch die weiße Innenhaut ab und nehmt dünne Scheiben Orange für den Salat.
Einen Tipp hat das Buch auch noch zum Anrichten: Auf dem Teller erst ein Drittel der Beete, dann der Orange verteilen und mit Feta, Estragon und Chili bestreuen. So fortfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Abschließend die Orangenzesten darüberstreuen.
 
Gerade wer skeptisch gegenüber dieses Salates ist, sollte ihn probieren. Die süße der Orange mit dem leicht sauren Anteil passt zur Anisschärfe des Estragon hervorragend. Dazu noch das Salzige vom Feta ... perfekt abgerundet.
Da ihr hoffentlich frische Kräuter benutzt, solltet ihr das Öl erst am Ende auf den Salat geben, damit es nicht welken lässt.
 
Chris Honor, Laura Washburn Hutton
Big Flavour
Moderne Rezepte mit Aroma & Biss
erscheint am 13.04.2016
Preis: 29,95€
20.0 x 25.0 cm, gebunden
224 Seiten mit 160 farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-86873-844-5
 
Das Buch gefällt mir ja sowieso total gut. Es sind Gerichte drin, die genau meinen Geschmack wiederspiegeln. Viel Gemüse, aber nicht ausschließlich. Auch Fleisch, aber dann auch abwechslungsreich: es gibt auch Wachtelrezepte, Kalbsleber, Lammkarree.. Naschereien dürfen natürlich auch nicht fehlen.
 
Laura Washburn Hutton und Chris Honor haben es dafür in folgende Kapitel eingeteilt:
  • Einführung
  • Salate
  • Brunch
  • Suppen
  • Hauptgerichte
  • Gebäck
  • Extras
  • Register
223 Seiten purer Genuss, tolle Farbbilder zu jedem Gericht, welches für seine Einzigartigkeit eine ganze Seite zugeschrieben bekommt.
Die Rezeptnamen sind auch von schlichter Einfachheit geprägt, was es gut möglich macht, sich das Endergebnis vorzustellen. So heißt dieser Salat einfach "ORANGE, ROTE BEETE, FETA, ESTRAGON, CHILISCHOTE".

14. März 2016

Backen ist ebenso eine Sache der Wissenschaft wie der Kreativität

Selten hat ein Kochbuch meinen Anspruch von Wissenschaftlichkeit und Schaffen von Freiräumen so sehr erfüllt.

 
 
Dieses Buch hat jemand geschrieben, der Ahnung hat. Das merkt man ganz klar. Die Naschereien, die man mit den gegebenen Rezepten herstellen kann, sind ohne Zweifel mehr als nur das Rezept der Nachbarin. Es wurde sich nicht mit mittelmäßigem Geschmack abgegeben, sondern getüftelt, um uns das ideale Rezept zu präsentieren.
Dabei bleibt es trotzdem ein Buch für den Alltagsgebrauch und behandelt uns als Hobbybäcker, die eben Spaß an der Sache haben, aber dennoch etwas Gutes auf den Tisch zaubern wollen.
 
Wir bekommen nötige Grundlagen gezeigt aber gleichzeitig die Möglichkeit bzw. die Aufgabe gelassen, unseren eigenen Touch und Esprit einfließen zu lassen und somit dem Gebäck einen individuellen Stempel  zu verpassen.
Dieses Buch vermittelt Freude, baut sie auf und aus. Es verwendet zwar Fachbegriffe, aber versucht das in gemäßigten Bahnen. Der Anspruch liegt hier nicht darin, einen Profi aus uns zu machen, sondern uns das Handwerkszeug zu geben, um zu Hause erfolgreich köstliche Leckereien backen zu können.
 
Das tolle Cover mit den auf dunklem Hintergrund gehaltenen Tartelettes und leutend lila Lavendelblüten, spiegelt den französischen Charme schon von Anfang her an. Das Französische ist authentisch. Von Kleingebäck, Kuchen und Desserts, Tartes und Pasteten, Brand-, Blätterteig und Broten aber auch von Croissant, Brioches bis hin zu Konfitüren und Co. lernen wir aus diesem Buch nicht nur die französischen Bezeichnungen sondern eben auch die Zubereitung.
 
Ein Leseband in orange hilft uns die richtige Seite festzuhalten. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dieses Buch einmal von vorn bis hinten durchzubacken. Dazu geben mir die abgebildeten Fotos Appetit und die nicht abgebildeten (nicht zu jedem Rezept ist ein Foto vorhanden) die Spannung.
 
Die philosophischen -wenn man sie denn so nennen möchte- Kommentare zu jedem Kapitel wecken die Backfreude in mir. "Backen bedeutet für jeden etwas anderes."... "Einige denken dabei vor allem an Brot,.... Andere denken an köstliche Kuchen,.... Für mich hat Backen mit den Gefühlen und Assoziationen zu tun, die es in mir auslöst - "


 
Backen à la française - Jean-Michel Raynaud
Preis: 29,95€
Erschienen am 14.03.2016
21.5 x 27.0 cm, gebunden, 272 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-86873-855-1
 
Fazit: Dieses Buch bekommt von mir ganz klar 4,5 von 5 Sternen.

9. März 2016

GIVE AWAY!!!! Die wahre Wahrheit über TINDER, LOVOO und Co. DAS sind die FAKTEN!


Ja, ich gebe es zu: ich hab mich bei TINDER angemeldet. Jeder, der jetzt denkt, das bin doch nicht ICH gewesen: Doch, ich war es!
Ganze zehn Minuten war ich dabei. Gut, geben wir es zu: einen halben Tag.
 
Ganze zehn Minuten haben also gereicht, um mir mein Bild zu machen.
 
Und jetzt kann ich endlich mitreden. Das habe ich zwar schon vorher ordentlich gemacht und jedem meine Meinung zu Online-Datingportalen - oder wie man sie nennt- aufgezwängt.
 
WIE KANNST DU NUR?
 
Ich gebe auch das zu: es gibt durchaus akzeptable Männer dort. Ungefähr 2 auf zwei Millionen!
 
Aber sei es drum: Um DEN RICHTIGEN zu finden, ist TINDER der reinste MIST!
I swear! Ich könnte da niemals DEN RICHTIGEN finden. Und ihr auch nicht! Es sei denn ihr steht auf niveaulose Deppen, die einen mit Rosenduft zusülzen und denken wir stehen drauf, eingelullt zu werden!
 
Leute, wir haben besseres verdient! Warum auch immer wir bei eurem Foto nicht gleich auf "NOPE" geklickt haben, wissen wir ja selber nicht mehr so genau. Vielleicht dachten wir, der eine, der mal keinen Hund oder das Smartphone selbst auf seinem ego-verliebten Selfie hat, könnte sich minimal, aber dann doch von den weiß-der-Teufel-wie-viele-Deppen-sich-auf-Tinder-tummeln abheben.
 
Da kommt doch jetzt tatsächlich eine daher und behauptet dort, also bei TINDER, ihre große Liebe gefunden zu haben.
Wie das gehen soll und ob sie uns nicht einfach allen ins Gesicht lügt, weil sich so ein Buch natürlich locker-flockig verkauft (denn wir sind alle dieser Dating-Sache als romantische Hoffnungsschimmer-Klammerer), werden wir nur herausfinden, wenn wir (oder zumindest einer von uns) das neue Buch "Tinderella" liest.
 
Zumindest hat die Autorin Nina Ponath auch eine dieser Odysseen hinter sich. Eine laaaange Reise durch die Welt der verrückten Tinder-Männer. Wahrscheinlich muss man auch erstmal eine Achterbahnfahrt von verrückten über »ganz nette« bis hin zu wirklich skurrilen Dates machen. Am Ende landete zumindestens Nina einen Glückstreffer: Sie lernt ihren Tinder-Traummann Jannik kennen und alles endet mit einem Happy End.

In »Viele Frösche musst du küssen, Tinderella!« schreibt Nina Ponath darüber, was sowohl sie als auch Jannik alles durchmachen mussten, bis die Worte »It’s a Match« wirklich Sinn ergaben. Eine märchenhafte und vor allem wahre, romantische Komödie, die sowohl Singles als auch Vergebenen Spaß machen wird!

 

Sechs Fakten über Tinder

 
  1. Die Dating-App Tinder wird in 189 Ländern genutzt
  2. In Deutschland hat Tinder 2 Mio Nutzer, weltweit 50
  3. 60% der User nnutzen die App mindestens 1Mal täglich, manche 5-6mal
  4. Die Zielgruppe sind 18- bis 35-jährige
  5. Tinder kommt aus Los Angeles und gibt es in den USA seit 2012
 

Ran an den Speck; Buch kaufen oder hier gewinnen und lesen.
 
erscheint am 15. März 2016
 

Teilnahmebedingungen:
  • Ihr habt den Blog bei Facebook geliked und das Gewinnspiel mit Link dort geteilt
  • ein Zusatzlos bei Teilen meines zweiten Blogs "Look at the book" auf Facebook
  • Bei Gewinn muss eine Adresse in Deutschland zum Versand angegeben werden.
  • Der Gewinner muss sich innerhalb 24 Stunden melden.
  • Ein Kommentar muss unter dem Gewinnspiel (hier UND auf Facebook) stehen, indem ihr schreibt, was ihr vom Onlinedating haltet.
  • Das Gewinnspiel läuft eine Woche, bis 16.3.2016

Tomaten gegen Rezeptvergesslichkeit {Rezension}

Da macht man einmal ein super Gericht, aber merkt sich das Rezept nicht genau.

Vielleicht war es so...

Zutaten für ne kleine Tarte oder 24 Tartelettes:
150g Mehl
1 Prise Salz
75g Butter
3 Eigelb
200g Crème fraiche oder saure Sahne
Salz und frischer schwarzer Pfeffer
2EL frisch gehackte Estragonblätter
100g weicher Ziegenkäse, klein geschnitten
24 Mini-Eiertomaten

Zubereitung:
Mehl, Salz und Butter vermischen. Ein Eigelb und 1 EL kaltes Wasser mit verarbeiten. Teig in Folie 30 Minuten kalt stellen.
Backofen auf 200°C vorheizen
Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Form(en) damit auskleiden.
Für die Füllung die Sahne und Eigelbe verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Estragon würzen.
Käse auf dem Boden verteilen und halbierte Tomaten mit der Hautseite nach unten hineinsetzen. Ein wenig von der Sahnemischung hineingießen und im Ofen 30 Minuten lang backen, bis die Füllung aufgegangen und goldgelb ist.
Gegebenenfalls mit Estragonblättchen garnieren und dann servieren.



 
 
Kennt ihr diese Situation mit dem vergessenen Rezept eigentlich? Das ist doch sowas von blöd, wenn man nur noch ungefähr weiß, was reinkam, aber nicht mehr genau in welchen Anteilen. Mir ging es mit einigen Rezepten so. Da ist mir was sehr gut gelungen und ich wollte es ja noch aufschreiben... leider habe ich es immer weiter herausgezögert und am Ende das Aufschreiben vergessen.
 
Jetzt habe ich aber ein Rezept im neuen TOMATE-Buch gefunden, das dem schon sehr nahe kommen würde. Das ist total super und ich werde mich bald daran machen, viele Gerichte aus dem Buch zu kochen, denn das Buch hat meine volle Begeisterung!
 
Ich habe es mir eigentlich größer vorgestellt. Und dicker. Einen richtigen Wälzer. Die Seiten sind sehr fest und stabil, was ich gut finde, aber auch wieder anders erwartet habe.
Die mini Enttäuschung hat sich aber so schnell wieder gelegt, als ich reingeblättert habe.
 
Preis: 19,99€
1. Auflage 2016
Format 19 x 24 cm
160 Seiten
mit zahlreichen Fotos
Hardcover
ISBN: 978-3-7995-0682-3
Das sind die Kapitel:
  • Einführung
  • Kleine Happen
  • Suppen und Salate
  • Geflügel, Fleisch und Fisch
  • Gemüsegerichte
  • Reis und Nudelgerichte
  • Brote und Gebäck
  • Saucen, Salsas und Eingemachtes
  • Register
  • Danksagung
Mich überzeugen die Gerichte so sehr. Alle sind mit einem passenden Foto bebildert, was dermaßen ansprechend aussieht, sodass man am liebsten ins Buch beißen würde.
Alle Gerichte haben natürlich Tomaten als Zutat. Mal ganz dominierend, mal als Unterstreichung der anderen Aromen, wie zum Beispiel im Garnelencocktail "Bloody Mary".
 
Es sind nicht ausschließlich Gemüsegerichte, was man ja bei dem Titel durchaus denken könnte. Aber schon auf den ersten Seiten finden sich Kombinationen mit Fisch (Garnelen, Makrelen, Thunfisch), Brot und Reis mit Chorizo, Ente und und und.
 
Eine Suppe und Eiertomaten-Tartelettes sind die Gerichte, die vielleicht denen nahe kommen, bei denen ich damals die Rezepte vergessen habe. Vielleicht passen Foto und folgendes Rezept ja doch einigermaßen zusammen.
 
 
 
 
 

 


Das Buch habe ich mir eigentlich größer vorgestellt. Au
 
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