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16. Oktober 2016

Idealer Begleiter zu Meeresgerichten: Masi Weißwein

 
 
Vom Weinland Ariane Abayan habe ich bisher immer gute Weine erhalten.
1984 wurde diese GmbH gegründet und hat sich seitdem einen guten Namen in Deutschland gemacht. Mir gefällt die Auswahl an Weinen. Sie stammen von Weingütern aus Italien, Spanien, Frankreich, Neuseeland und Südafrika aber auch aus Argentinien und Chile. Die Vielfalt steht nicht still sondern wird immer weiter ausgebaut. So findet ihr also ebenso Klassiker wie auch Neuzugänge.
 
Warum gerade dieses Unternehmen?
Mehr Infos

Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Weinproduzenten und Ariane Abayan wird die Stabilität des Preises ermöglicht. Weiterhin gibt es aber auch hin und wieder Events, bei denen wir als Kunden teilnehmen können. Eine gute Kundenbeziehung zeichnet meiner Meinung nach ein Unternehmen wesentlich aus. Hat man Fragen o.ä. kann man sich immer an den Vertrieb wenden, das kann ich aus erster Hand sagen. Leider konnte ich wegen eigenen Terminen bisher noch an keiner Verkostungsparty oder Messeveranstaltung teilnehmen, doch das werde ich definitiv noch machen! Toll ist es nämlich, neben der Verkostung, dass man die Möglichkeit bekommt, die Winzer persönlich kennenzulernen.
 
Bisher kann ich euch also erstmal nicht vom Winzer berichten, dafür aber von seinem Wein, dem Levarie Soave Classico DOC 2015.
 
Woher kennste den den?
Dieser aus Italien stammende Wein wird in Venetien angebaut. Ich bin durch den Erzeuger auf ihn gestoßen.
Von dem Tal "Vaio dei Masi" habe ich von italienbegeisterten Bekannten schon einmal gehört. Seit langer Zeit ist dieses Tal im Besitz der Familie Boscaini, einer Winzerfamilie.
Beschäftigt man sich näher damit, stößt man auf die Masi Technik Gruppe. Sie sichert die Modernisierung alter Rebsorten, womit die Weine traditionell bleiben, aber den heutigen Ansprüchen der Hochwertigkeit entsprechen. Dabei bleiben die Rebsorten in dem Gebiet, wo sie ursprünglich entstanden.
 
 
Warum der Wein?
Eigentlich war mir einfach nur nach Weißwein. Ich hatte geplant "Irgendwas aus dem Meer" zu essen. Was genau wusste ich sogar noch gar nicht. Durch die Eingrenzung "weiß" und "Masi" kam ich schnell auf eine Auswahl und entschied mich für diese Flasche. Bei der Beschreibung wusste ich dann genauer, was es dazu geben sollte: Austern.
Meistens sucht man ja ein Gericht aus und entscheidet daraufhin welchen Wein man trinkt oder anbietet. Aber warum? Wenn ihr Weinliebhaber seid, entscheidet es doch mal andersherum! Bei mir hat es jedenfalls gut funktioniert, denn die Kombination mit den Austern hat super harmoniert!
 
 
Warum zu diesem Gericht?
Wahrscheinlich bin ich irgendwie darauf gekommen, weil ich im Kopf die Insel Mazzorbo in der Lagune von Venedig hatte. Insel, Meer, Italien, Urlaubsfeeling.. da dauerte es nicht lange, bis sich der Muschelgeruch und -Geschmack in meine Nase gesetzt hatte.
Gepasst hat der Geschmack. Ich denke es liegt an dem hohen Säuregehalt, der den Wein in Kombination mit der kühlen Trinktemperatur (empfohlen werden 11 Grad, bei mir waren es 10) ich sehr erfrischend daherkommen lässt. Die Rebsorten sind 85% Garganega und 15% Trebbiano, der Wein ist somit hellgelb. Einen grünlichen Rand konnte ich sogar auch erkennen. Mehr als das Aussehen punktet bei mir der Duft. Blumig, aber nicht aufdringlich und erinnert an Birnen und Quitten. Dadurch glaubt man auch diese Früchte zu schmecken. Ob noch andere Früchte zu schmecken sind? Jedenfalls sind es helle, intensive Aromen. Dieses Zusammenspiel fasziniert mich, da ich Birne zwar sehr süß finde, aber Säure und zitroniges Gefühl diesen Geschmack wieder abmildern und somit ideal zu salzigen Meeresspeisen machen.
 


Fazit: Das Weinland Ariane Abayan hat mich wieder überzeugt. Mit Masi habe ich zu einem ausgewählten Klassiker gegriffen, wobei der Wein dennoch überrascht.




 


16. Mai 2016

Kurzinfo JASMIN Weißwein

Nach einer langen Rotwein-"Saison" haben mich die letzten warmen Tage doch dazu inspiriert wieder einen Weißen zu trinken. Dabei habe ich mich intuitiv für einen Zibibbo entschieden. Das ist ein reiner Moscato, was ich davor gar nicht gewusst habe.
Schon beim Öffnen konnte man einen süßen Wein ausmachen. Der Korken hat intensiv "weiblich" verspielt gerochen. Auch im Glas entfaltete sich ein schwer süßes Aroma. Das ließ schon erahnen, was für einen Schatz ich hier ausgegraben habe.
 
Geruch: voll und schwer, süß und weich, blumig mit Anklängen an Holunder- bzw. hellen/ weißen Blüten. Honigblüten im Geruch. Irgendeine Frucht schleicht sich hinzu. Ich komme nicht darauf.. ist es Melone oder Limette? Beides definitiv nicht, ich kenne diese Frucht... es scheint zitrusartig zu sein.
 
Farbe: sehr hell, fast schon wie Wasser. Leichte weißgelb Reflexe.
 
Geschmack: ebenfalls süß und blumig, hat etwas leicht Raues dabei (Holz? Kiefer?).. es könnte auch schon Minze sein. Jedenfalls passt ein annähernd "pelziger" Geschmack (keine Tannine!) mit etwas Frische am ehesten dazu.
 
Der Wein ist jedenfalls rundum vielseitig. Ich muss sagen, dass die Flaschenaufmachung sehr gut widerspiegelt, was einen erwartet. Das Etikett arbeitet mit den Farben Gold, grün und weiß. Der Name "Jasmin" geht gleichzeitig auf die weißen Blumen ein, die definitiv im Geschmack und Geruch zu erkennen sind.



Den Wein bekommt ihr zum Beispiel beim Weinland Ariana Abayan [hier].
Artikelnummer bei Abayan: 20704315
Name: Jasmin Terre Siciliane IGT 2015
Land: Italien
Anbaugebiet: Sizilien
Jahr: 2015
Erzeuger: Firriato
Rebsorten: 100% Zibibbo
Farbe:weiß                                                                                                                Alkoholgehalt: 12,00 % vol Anbau: naturnah                                                                                                                 4 Monate Edelstahlausbau vegane Klärung und Filtration                                                                                                          ph-Wert: 3,25 Verschluss: Naturkorken Trinktemperatur: 8-10°C enthält Sulfite

7. April 2016

Ein ausgezeichneter Merlot

Heute wurde ich nach einem Tipp für Rotwein gefragt. Ich trinke ja weniger die Weine, die ich schon einmal hatte, auch wenn sie noch so gut waren. Für mich muss es immer etwas Neues sein. Ich probiere gerne aus, bin neugierig.
Das allerdings auch nur für mich selbst. Wenn ich irgendwo eingeladen bin und eine Flasche Wein zum Essen mitbringe, dann will ich schon sicher sein, dass ich auch etwas ordentliches dabei habe.
 
Sowas "Ordentliches" habe ich neulich mit einer mir unbekannten Flasche Merlot auf dem Tisch gehabt. Biancoforti dei Bordonaro
Das war natürlich auch der Wein, den ich dann auch gleich als Tipp weitergegeben habe.
 
Die Reaktion darauf war allerdings nicht so begeisterungsvoll:
Ich weiß nicht. Ich finde reine Merlots oft ziemlich "schwierig". Da fehlt mir eigentlich immer die Tiefe. Dann doch lieber klassische Cuvées mit Merlot und Cabernet.
 
Hier werden viele kopfnickend zustimmen. Merlot ist nicht gerade der Wein, der unter Liebhabern der beliebteste ist. Oft wird er als Anfängerwein abgetan.
 
Dieser hier hat diese Einschätzung aber nicht verdient. Der Merlot ist einfach top. Mit 13,5% Alkohol liefert er ein rundes Geschmackserlebnis eines vollmundigen Rotweins mit weichen Tanninen.
Der verströmende Duft erinnert an scharze Johannisbeeren und lässt den mediterranen Stil erahnen. Dunkle und rote Beeren sind auch im Geschmack wiederzufinden. Dunkelrote Kirschen mit balsamartigen Anklängen und etwas Rinde schmeckt man heraus.
Ein sehr weicher Geschmack, der mit minimal herben Zügen genau meinen Geschmack trifft.
 
Dieser Wein macht sich ideal, um ihn pur zu genießen. Er muss nicht unbedingt ein Gericht begleiten. Sollte er dies, zeigt sich Pasta mit Lamm- oder Wildfleischbolognese als sehr geeignet.


20. März 2016

"Trockener" Wein???? Na weil auch die Trauben trocken und schrumpelig sind. +++ Amarone, ein besonderer Rotwein...

Was machen unzählige Holzkisten voller Rosinen im italienischen Valpolicella?
 
Soll da nicht der gute Wein herkommen?
Sind das hier einfach nur die Restbestände, die das "Wein-Aufnahmeverfahren" nicht bestanden haben?
 
 

http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2013-04/weinkolumne-amarone-vinitaly


 
Meine Freundin Katja trinkt gerne Wein. Ihr kommt aber nur roter ins Glas. Je trockener und schwerer er ist, desto besser.
 
Ich konnte ihr mit einem Amarone eine große Freude machen.
 

Was ist ein Amarone?


Als Amarone bezeichnet man einen Rotwein aus Italien [DOCG], der aus getrockneten Trauben gekeltert wird. Dabei werden typische Rebsorten des Gebietes Valpolicella verwendet. Das sind Corvina, Corvione Veronese, Rondinella und Molinara.
 
Bei der Flasche, die ich gewählt habe handelt es sich um 75% Corvina und Corvinone, 25% Rondinella. Auch hier wurden, die generell bei AMARONE, gute Trauben unter mehrfachem Wenden bis zu vier Monaten getrocknet. Ihr könnt euch vorstellen, dass am Ende kleine Rosinen entstehen. Die einzelnen Beeren schrumpfen dabei also auch auf ca. ein Drittel. Weniger Gewicht haben sie dann natürlich auch. Erst nach diesem Appassimento, wie man es nennt, werden sie gekeltert. Es dauert 120 Tage und beginnt im September, wenn die Trauben noch schön prall und saftig geerntet werden.
Hätte man das gedacht? Winzer nehmen doch intuitiv frische Trauben gleich für ihren Wein, anstatt sie erstmal schrumpeln zu lassen.

Geschmack

Warum stehen so viele auf einen AMARONE? Schon beim Öffnen der Flasche werdet ihr das bemerken: der Duft verströmt sehr viel Fruchtigkeit. Diese zeigt sich auch im hocharomatischen Geschmack. Man kann ihn als "dunkel und süß" bezeichnen, denn er erinnert an dunkle Schokolade, frische Pflaumen und getrocknetes Obst. Die Süße erhält der Wein durch das Appassimento. Dadurch ist der Zuckergehalt des Most höher und man bekommt die hohen Prozente. 14 bis 16 haben Amarone im Allgemeinen.
 
Der Wein reift zwei, bis sechs Jahre, dann sind seine Facetten harmonisch ausgeprägt, sodass er dann zur Spezialität Venetiens zählen kann.
Ein Wein mit einer so hohen Qualität ist meist etwas kostspielig, lohnt sich aber - zumindest, was ich von der probierten Flasche sagen kann. Dafür bekommt ihr einen Wein aus Trauben bester Qualität, der durch ein aufwändiges Verfahren hergestellt wurde.
Laut der "Zeit" wird in Mumbai für eine Flasche Amarone 200 Euro auf den Tisch gelegt.
 
Da sich Geschmäcker ja bekanntlich unterscheiden, sollte man gerade aufgrund des Preises, erstmal eine Kostprobe kaufen.
Durch Katja bin ich an diesen Wein herangekommen, doch davor waren mir so schwere Weine mit hohen Prozenten nichts. Vielleicht kann man sie mit dem Wort "bitter" ("amaro") beschreiben, aber das trifft es auch nicht ganz.
 
Wer Weinkenner ist oder werden will, kommt an dem Wein der "großen Drei" Weine Italiens nicht herum.
 
Kurzübersicht:
  • Amarone bedeutet "bitter"
  • hoher alkoholgehalt reicht von 15-17%
  • sehr intensives Aroma
  • durch die Herstellung konzentrierte Gerbstoffe, Fruchtsäure, Aromen
  • Anbaugebiet Venetien, Italien
Wir hatten den Wein zu Weihnachten, was geschmacklich ziemlich passend ist, denn viele bezeichnen den Weingeschmack auch als "Dominostein".
 
 
Wein ist nicht gleich Wein und Amarone ist auch nicht immer gleich Amarone. Ich kann euch also nicht die Rundum-Empfehlung geben, aber ich kann euch verraten, welchen wir getrunken haben und für den kann ich klar sagen: Daumen nach oben.
 
Es ist der "Le Origini Amarone della Valpolicella Classico". Ihr bekommt ihn bei Weinland Ariane Abayan [Bezugsquelle]
 
Nicht nur, dass dieser Amarone unter strenger Beachtung der ursprünglichen Tradition steht und ebenso fruchtigen Duft verströmt, wie es über Amarone gesagt wir. Der Geschmack ist so warm und tief (passend zu Weihnachten, aber sicher auch toll mit dem ersten kühlen Windhauch an Sommerabenden im Garten, wenn die Sonne untergegangen ist und die Grillen kurz vorm Zirpen sind), man schmeckt Bitterschokolade und mediterrane Gewürze heraus.
Die Wildkirsche, die man eben erst nur gerochen hat, findet man nun auch im Geschmack wieder.
 
 
 
 

 Le Origini Amarone della Valpolicella DOC Classico Riserva 2009
Beschreibung:
Er entsteht unter strenger Beachtung der ursprünglichen Tradition und verwöhnt mit einem reichen Duftkaleidoskop aus Wildkirschen, Konfitüre, reifen Birnen, Vanille, Lakritz und Zedernholz und überzeugt durch seinen warmen Geschmack mit wunderschönen Kakao- und Würznuancen.
Serviertemperatur: 16.00
Analysewerte: Alkoholgehalt: 16.20 %
vorher öffnen: 2-3 Std.
 
lagerungsfähig bis (mind.): ca. 10 Jahre
 
Herstellung:
Der Amarone wurde 12 Monate in traditionellen 750-l-Fässern, anschließend 36 Monate in 40- und 80-hl-Fässern ausgebaut.
Auszeichnungen:
 
Gambero Rosso: 2 rote Gläser 2014 (Jg. 08), 2 rote Gläser 2015 (Jg. 09)
Parker Punkte - Wine Advocate: 91 Pkt. (Jg. 08), 90 Pkt. (Jg. 09)
AIS: 4 Trauben Bibenda 2014/2015 (Jg. 08 u. 09)
Wine Enthusiast: 90 Pkt. (Jg. 08)
winereview online: 92 Pkt. (Jg. 08)
Guia ai Vini Doctor Wine: 94 Pkt. 2015 (Jg. 09)
 
Flaschengrösse: 6 / 0,75l
Allergene: Sulfite
 

29. Februar 2016

Blattsalat, klassisches Hausdressing und ein Gläschen Weißwein

Beim Durchstöbern alter Fotos habe ich bemerkt, dass ich euch noch gar nicht den Weißwein "Mandorlo" vorgestellt habe. Der ist wieder aus dem Hause Abayan - naja, zumindest könnt ihr ihn [da] bestellen. Die Winzer sind allerdings aus Italien: Frattoria Montellori stehen für guten Wein aus der Toskana. Dieser Mandorlo Toscana IGT 2014 ist ein Weißwein aus den Rebsorten Chardonnay (50%), Sauvignon (25%) und Viognier (25%).
 
Von Viognier habe ich noch nicht oft etwas gehört. Den müsste man mal pur probieren, um ihn bei derartigen Kompositionen gezielt herausschmecken zu können. 
 
Optisch ist die Flaschenaufmachung eher schlicht. Früher, als ich mich noch vom Etikett zum Verkauf verführen ließ und weniger auf die Rebsorten und Anbaugebiete geachtet habe, hätte ich mich garantiert nicht dafür entschieden: weiß und flaschengrün teilen sich den Hintergrund und ein kleines Bäumchen ziert die Flasche. Einfach und ohne Umschweife. Eigentlich ja gut, um sich einfach auf den Flascheninhalt konzentrieren zu können.
Dieser zeigt sich im Glas hell und vielleicht schon ein bisschen goldfarben. Die Farbe passt zum Duft und dem geschmacklichen Anklang von Vanille.
Trocken, vollmundig und mit 13,50% Alkoholgehalt wird dieser Wein ein idealer Begleiter zu leichten Gerichten. Meine Wahl fiel auf Salat und Weinbergschnecken in Kräuterbutter. Andere Meinungen halten ihn auch für passend zu Krustentieren wie Hummer oder Garnelen.



Ein guter Wein für kleines Geld. Er verspricht ein tolles Geschmackserlebnis und liegt in einer Preisklasse von 7-8 Euro.
Fattoria Montellori kann sich auf den Gründer berufen. Dieser hatte eine generelle Leidenschaft für  weiße Weinsorten. Trotzdem es heute überwiegend Rotweine sind, die produziert werden, gehört dieses Weingut in Italien nicht zu den vielen, die sich spezialisiert haben. Hier gibt es also noch weißen und roten Wein.
Ein einfacher Blattsalat mit kleinen Karotten- und Rettichstreifen, leichte Marinade und Weißwein
 
Klassisches Salatdressing
Für 4:8 EL Weißweinessig (Balsamico bianco)
4 EL Wasser
1 TL Salz
1 Prise brauner Zucker
8 EL Olivenöl extra Vergine
Zubereitung:
Alle Zutaten bis auf das Öl verrühren, sodass sich Zucker und Salz auflösen. (Dazu kann man auch ein sauberes Glas mit Schraubverschluss nutzen und die Zutaten darin schütteln).
Anschließend das Öl nach und nach unterrühren.

Abgedeckt (oder in dem verschlossenen Glas) hält sich das Dressing bis zu fünf Tage im Kühlschrank.

Salat putzen, waschen und abtropfen lassen. In eine Schüssel geben und Dressing untermischen. Nach Belieben Zwiebeln und Kräuter darüber streuen.
 
 

3. Dezember 2015

Mein Weißwein des Jahres! MASI

Weißwein wird immer kalt genossen.
Immer?
Nö!
Weißwein macht sich auch unglaublich gut als Glühwein. Vorausgesetzt natürlich, dass ihr den richtigen Wein dafür habt! Aber da macht euch mal keine Sorgen, dafür habt ihr ja mich!
[hoffentlich werde ich jetzt nicht gelüncht, denn Weinkenner verpönen das ja meist, ihren guten Wein zu Glühwein zu machen]
 
Und was macht sich besser, als ein Weißwein, der euch schon so extrem gut schmeckt?
 
Na siehste!
 
Also ich halte ja nichts von diesen sentimentalen Jahresrückblicken à la: dieses Jahr habe ich den tollsten Urlaub da und da gehabt, das schönste Schaukelpferd dort gekauft und den Lieblingsduft im Allgäu gefunden... ihr wisst schon, was ich meine.
Ich kann euch aber sagen, dass 2015 für mich auf jeden Fall gebracht hat, dass ich einen Weißwein gefunden habe, der ganz und gar auf meiner Linie ist. Es ist wirklich schwer, einen zu finden, bei dem ich nichts auszusetzen habe oder wenigstens ein "naja, aber..." loswerde.
 
Nun ja, dieser Wein. Also wirklich: DIESER Wein, ... der macht`s einfach.

Und auch als Glühwein ist er toll!
Dabei habe ich einfache Glühwein-Gewürz-Teebeutel ausprobiert, aber auch die Streuglühweingewürz und Honig (das ist besser als Zucker, glaubt es mir!)-Variante.
 
Dieser Weißwein ist so elegant und trotzdem ein Allrounder.
Ideal!
Kauf ihn bei Weinland Ariana Abayan, hier.
 
 

Masianco - Pinot Grigio e Verduzzo delle Venezie IGT 2014


Der Wein kommt aus Italien, genauer gesagt aus dem Anbaugebiet Venetien.

Die Rebsorten, die hier Verwendung finden sind zu 75% Pinot Grigio und 25% Verduzzo.
Es ist ein Weißwein, der deutlich nach reifen, Birnen schmeckt. Exotische gelbe Früchte kommen einem direkt in den Sinn, wenn man diesen fruchtig-frischen Wein genießt. Meiner Meinung nach sollte man ihn nicht zu kalt trinken. Der Serviervorschlag liegt bei 8°C, doch bei 10°C finde ich ihn selbst besser. Ich trinke ihn gern als Aperitif, wenn es nicht ein Glühwein ist. Gut passt er auch zu Fisch, gerne Sushi und leichter Küche. Das Säureverhältnis gefällt mir gut. Es ist ausgewogen und insgesamt verleiht es dem Wein einen langanhaltenden Abklang. Intensive Fülle am Gaumen.
Dieser Wein hat einen Alkoholgehalt von 13.18 %, Restzucker: 3.90 g/l, Säure: 5.73 g/l.

 
Interessant ist die Herstellung des Weines. Im August wird der Pinot Grigio geerntet und 25 Tage vergoren.
Der Verduzzo folgt im September, reift drei Wochen Überreifung auf Plateaux für eine höhere Fruchtkonzentration.
Vor der Assemblage beider Rebsorten und der 45tägigen Lagerung in der Flasche, wird die Gärung des Verduzzo in Edelstahltanks, dann im Holz gewährleistet. Der Pinot Grigio reift 3 Monate in Edelstahltanks.

 
 

15. Oktober 2015

Deutschland hat 13 Weinregionen, wusstet ihr das? {Rezension "Deutscher Wein Deutsche Küche"}


Endlich habe ich das Buch! Ich habe schon so lange darauf gewartet, dass es erscheint und heute ist es soweit! Nachdem ich euch einen deutschen Wein vorgestellt habe, der mir sehr gefallen hat, will ich gleich weiter beim Thema "Deutscher Wein" bleiben. In den letzten Jahren hat er sich einen weltweiten Ruf als Spitzenprodukt ergattert. Es gibt einige Bücher zu "Wein" auf dem Markt und sie stehen alle in der Kochbuchabteilung neben Büchern mit Rezepten zu Gerichten.
Warum beschäftigen sich denn eigentlich nur so selten Bücher mit der Kombination "Wein und Küche"?
Dieses Buch tut es jedenfalls und zwar auf dem Gebiet der deutschen Küche und dem der deutschen Weine.
Paula Bosch und der Zweisterne-Koch Tim Raue setzen sich mit deutschen Klassiker auseinander und erfinden sie neu. Tim kocht und Paula sucht den passenden Wein dazu aus. Für uns sind das dann Beispiele, die wir zu Hause ausprobieren können. Ganz einfach, um uns daran zu erfreuen oder auch, um auf Nummer sicher zu gehen, wenn Besuch kommt.

Weiterhin bekommt man mit diesem Buch einen Einblick in die Weinregionen Deutschlands und deren interessanteste Weine. Wusstet ihr, dass es 13 Regionen für Wein in Deutschland gibt?
Geschrieben ist das Buch auf eine Art, bei der es Spaß macht zu lesen. Leicht und locker und vor allem so, dass auch Weinliebhaber-Neulinge etwas damit anfangen und sich vorstellen können, wie der Geschmack des Weines ist.
https://www.callwey.de/buecher/deutsche-weine-und-deutsche-kueche/


Paula Bosch / Tim Raue
DEUTSCHER WEIN UND DEUTSCHE KÜCHE
2015. 320 Seiten, ca. 320 Abbildungen
25 x 28, gebunden
€ [D] 39,95 
ISBN: 978-3-7667-2174-7

Mehr über das Buch und den Verlag erfahrt ihr hier.

8. Oktober 2015

Schenk mir reinen Wein ein! [Was ist BIO? Und was ist BIO-Wein?]

Bio - Wein. 

Bio -Wein?

 

 
 
Einfach gesagt: Weinherstellung mit Verzicht auf chemischen Dünger.

Aber steckt nicht mehr dahinter? Warum werden Bio - Weine immer ausdrücklich als "Bio" hervorgehoben? Kann das nicht jeder Weinbauer?  

Ich habe letzten Sommer ein paar Bio-Weine getrunken, die mir nicht geschmeckt haben. Fazit für mich: Bio-Weine schmecken mir nicht, die rühre ich nicht mehr an. 
Aber ist das nicht etwas zu schnell daher gesagt?

Vielleicht hatte ich ja einfach die falschen Sorten? Sorten, die mir auch nicht-bio gar nicht gefallen hätten.
Also mal nicht gleich diese Art und Weise des Anbaus verteufeln sondern sich noch einmal näher damit beschäftigen.

Der Anbau auf dem Bio-Weinberg

Es entdecken scheinbar immer mehr Winzer, dass sich Qualität eines Weines und Ökologie keinesfalles ausschließen müssen. Natürlichkeit beizubehalten und genau damit Weine einzigartig zu machen, versuchen Winzer, die sich auf BIO spezialisieren.
Natürlich wollen auch sie keine Schädlinge oder Pilzkrankheiten an ihren Weinreben, aber umweltfreundlich soll es sein!

Dabei muss man schon an der Bodenbeschaffenheit ansetzen. Dort, wo die Pflanzenstöcke ihr Leben herbeziehen. Den Bio-Weinbauern steht ein Angebot vo Gründüngung und Kompost zur Verfügung. So bekommen die Pflanzen ihre wichtigen Nährstoffe, die eben so auf natürliche Weise der Gedeihung helfen.
Gegen Schädlinge hilft nicht nur Chemie. Viel besser ist ein cleverer Einsatz von Nützlingen.
Wenn man nur den natürlichen Kreislauf der Natur beachtet, kann man daraus sehr viel interessantes Wissen ziehen und beim Weinbau einsetzen. Die Reben können sich auf diese Art selbstständig schützen und sind robuster gegen Krankheiten.

Warum machen das nicht alle? Der Nachteil.
Warum nicht alle Winzer auf diese Art anbauen, erklärt sich durch den geringeren Ertrag von ökologisch bewirtschafteten Weinbergen.  
Wir können jedoch mit dem Kauf selbstständig entscheiden, welchen Anbau wir unterstützen möchten.

Natürlich. Schmecken muss der Wein schon. Und ich habe schon eine gute Auswahl von ludwig-von-kapff.de
 




Hier findet man schnell, was man sucht. Einfach bei den Unterseiten auf "WEINE" klicken und in den Kategorien "Bioweine" auswählen. Dann kann das Stöbern nach dem geeigneten Fläschchen losgehen.
Und wenn ihr euch nicht sicher seid, dann empfehle ich euch doch gerne einen Wein, von dem ich wirklich sehr begeistert bin.




 
Die Überraschung: meine Empfehlung an euch.
Es ist ein deutscher Weißer und gleichzeitig Bio und fairtrade. In meinen Augen hat Wittmann damit wirklich einen Treffer gelandet, denn bisher war ich zugleich Weißwein aus Deutschland als auch Bio-Wein skeptisch gegenüber eingestellt. Dass ich so vom Gegenteil überzeugt werden konnte, hätte ich nicht gedacht! Ich mag einen deutschen Weißwein- und er ist auch noch Bio! Wow!




Erzeuger: Weingut Wittmann - Natürlicher Spaß am Wein
Land: Deutschland

http://www.ludwig-von-kapff.de/bioweine/wittmann-jungbrunnen-weisser-burgunder.html
Rebsorte: Weißburgunder
Farbe: Weiß
Genussreife: bis zu 3 jahre
Inhalt: 0,75 l
Alkoholgehalt 12,50 %
Restzucker 1,70 g/l
Gesamtsäure: 7,10 g/l
Trinktemperatur: 8-10 °C
Region: Rheinhessen
Allergene: Sulfite
Beurteilung: Mir schmeckt der Wein bei 10-11°C am besten. Er ist schön weich am Gaumen und man schmeckt deutlich gelborange Früchte in Richtung saftigen Pfirsich.
Er macht sich sehr gut zu Meeresfrüchten oder sogar zu Pizza. Obwohl man da meist Rotwein bevorzugt, ich hatte eine Putenbrust-Spinat-Mais-Pizza dazu und es hat sehr gut gepasst!
Mich erfreut, dass es kein typischer Sommerwein ist. Nicht so spritzig, aber trotzdem leicht mineralisch im Abgang und etwas schwerer. Basilikum und Minze wird bei Ludwig von Kapff beschrieben, was ich zwar nicht schmecken kann. Trotzdem überzeugt mich der Wein auf ganzer Linie. Er hat sogar einen Rosé verdrängt, den ich euch hier als erste Wahl vorstellen wollte. Die Vorstellung muss ich dann aber verschieben. Zugungsten dieses JUNGBRUNNEN von Wittmann.
 
 
 

Was habt ihr für Erfahrungen mit Bio-Wein, fairtrade und deutschen Weinen?

9. März 2015

Roter oder Weißer zum Fisch? {Weintipp der Woche}

Ich stehe ja total auf Tintenfisch und wollte schon so lange einmal gefüllte Tintenfischtuben machen, dass es wirklich an der Zeit war. Vielleicht nehme ich mir sogar ein Beispiel an mir selber und probiere dieses Jahr auch endlich mal gefüllte Zucchiniblüten aus. Zunächst war ich aber schon einmal sehr glücklich mit meinem Spontangericht.


Dafür habe ich je Tube das Brät einer Salsiccia (grobe, italienische Fenchelbratwurst) herausgekratzt und mit Salz, Pfeffer und etwas Basilikum gemischt. Außerdem kam noch nach Belieben fein gehackt etwas Lauch mit dazu. Das alles wurde dann in die Tube gestopft (also wirklich richtig schön prall. Es geht immer noch mehr rein, als man glaubt!) und von allen Seiten in wenig(!) Olivenöl gebraten. 
Spinat habe ich auch noch dazu gemacht. Der bestand aus einem Teil frischem Spinat, etwas TK-Blattspinat und noch einigen Büscheln Feldsalat. Das wurde zu gedünsteten Zwiebeln und gebratenen Champignons geschmissen. Ein paar Kirschtomaten hinzu und den Tintenfisch nochmal reingelegt. Köcheln lassen, würzen und abschmecken.




Und hier noch eine Tube vor ihrem Anschnitt. Schick dekoriert mit Basilikum.



Was gab es dazu? Natürlich ein schönes Glas Weißwein für die Dame und Rotwein für den Herren. Im Endeffekt haben beide von beidem probiert (ja, das macht man während eines Ganges zwar eher nicht, aber man musste doch testen, was hier passender ist. Weißer, wegen des Fisches oder roter aufgrund der herzhaften Salsiccia). Hier musste zum einen El Circo Cabernet Sauvignon dran glauben. Zum anderen gab es.

Mein Favorit: der Weißwein. Gar nicht unbedingt wegen der Stimmigkeit mit dem Gericht. Viel eher auch als hervorragender alleinstehender Wein. Die Säure ist nicht zu dominant, was mir bei Weißweinen sehr wichtig ist. Es ist also nicht der typische spritzige Sommerwein, sondern durchaus ein Essensbegleiter, der zu warmen Speisen passt.
Blüten, Zitrusaroma und tropische Früchte kann man gut erkennen.

Die Domaine Horgelus erzielte in den letzten Jahren einen Erfolg mit leichten trockenen Wei­nen, die zu einem richtig guten Preis-/Qualitätsverhältnis zu bekommen sind.
Der Winzer Yoan Le Menn erklärt das Anliegen, Frucht und Lebendigkeit der Aromen zu erhalten. So werden während der Lese schon ab 3 Uhr morgens bis in den frühen Vormittag die Trauben geerntet, um die Frische der Weine durch die kühlen Tempe­raturen zu erhalten: "Unser Ziel sind fruchtige, lebendige und unkomplizierte Weine für jeden Anlass.“

Mit dem Horgelus Blanc, der ein Traubenverhältnis von 75% Colombard und 25% Sauvignon Blanc hat, ist das auf jeden Fall gelungen.


 

Mehr Info`s zum Wein bekommt ihr bei Ludwig-von-kapff.de.


Gegen Rotwein habe ich generell gar nichts! Gerade Cabernet Sauvignon ist eine Sorte, mit der ich bisher immer richtig lag. Das dürft ihr euch auch gerne für eventuelle Einladungen von Freunden merken: mit dieser Sorte seid ihr immer auf der richtigen Seite!
Wahrscheinlich habe ich aber durch meine Liebe zu Cabernet eine besonders hohe Erwartungshaltung, sodass mir dieser Wein ein wenig zu unspektakulär daherkommt. Tannine sind nicht allzu stark, das sehe ich ihm positiv an. 
Optisch verblüfft mich eine dunkle, dennoch beerig-rote Farbe. Von seinem Duft erwartet man vielleicht etwas mehr Frucht, als sie sich tatsächlich am Gaumen abzeichnet. Den Duft von Blaubeeren und Eukalyptus hätte ich selbst zwar nicht so wahrgenommen, kann ihn aber nach dem Wissen "dass es so sein soll;)" durchaus nachvollziehen. Außerdem ist dies der erste Wein, der in seiner Beschreibung Feinwürzigkeit und dezente Röstnoten verspricht, die ich auch wirklich erkennen kann. 


 
Für 6,95 € ein Wein, bei dem man nichts falsch machen kann, den ich dennoch nicht unbedingt noch einmal trinken müsste.

Hier sind noch einige Fakten zusammengefasst, die man auch hier bei Ludwig-von-Kapff finden kann, wo ihr auch gleich diesen (oder andere) Weine bestellen könnt.

LAND
Spanien
REGION
Cariñena
REBSORTE
Cabernet Sauvignon
FARBE
Rot
BEURTEILUNG
komplexes, feinwürziges Bukett mit Duft von Blaubeeren, Eukalyptus und dezenten Röstnoten. Warme reife Tannine und langes Finale mit üppiger Frucht und feinen Gewürznoten.
GENUSSREIFE
2018
INHALT
0,75 l
ALKOHOLGEHALT
13,00 %
RESTZUCKER
4,60 g/l
GESAMTSÄURE
5,40 g/l
TRINKTEMPERATUR
16-18 °C
ALLERGENE
Sulfite
ANSCHRIFT PRODUZENT
Grandes Vinos y Vinedos SA
Ctra. Valencia km 45,7
E-50400 Carinena


"El Circo Cabernet Sauvignon ist die Hommage an eines der ältesten und traditionsreichsten Weinbaugebiete Spaniens - die Region Cariñena. Hier, am Unterlauf des Ebro, wird das trocken - heiße Klima durch die kühlenden Winde Mistrals Cierzo gemildert. Auf Höhen von bis zu 700m bieten diese Voraussetzungen der Cabernet Sauvignon-Traube die idealen Reifebedingungen, um einen überaus eleganten und charaktervollen Wein hervorzubringen."
Das Vollreife Rebgut für den El Circo Cabernet Sauvignon stammt von über 40 Jahre alten Rebstöcken. Der Wein entsteht durch zweimonatigen Ausbau in Eichenholzfässern.
 
Wer sich für die Weine interessiert, kann beide bei Ludwig-von-Kapff.de erwerben.
 
 

10. Februar 2015

Manchmal sind Drehverschlüsse besser {Weintipp zum Valentinstag}

Valentinstag steht vor der Tür und ich bin froh, dass mir dieses Jahr nicht an jeder Ecke rote Herzchen und Blümchen in pink entgegenschreien. Auch die Blogger scheinen sich bisher damit zurückzuhalten, aber wer weiß... vielleicht planen sie das ja alles erst für Samstag. Denn da ist er dann, der Tag der Verliebten: der VALENTINSTAG. Von den einen geliebt, von den anderen gehasst. Was ihr damit macht, überlasse ich euch:
 
Alle Verliebten nehmen den folgenden Weintipp als Anregung für ein Geschenk oder zur Bereicherung eines romantischen Abends.
 
Die anderen gönnen sich die Flasche eben allein. Am nächsten Tag ist Sonntag und die meisten können ausschlafen. Also: immer her mit dem Stoff!
 
 
 
Aber nicht so einfach hinterkippen, denn das Tröpfchen ist wirklich edel und verdient es genussvoll getrunken zu werden:
Eine tolle tiefrot-pink Farbe, ein süßlicher Geschmack, ein schöner Aperitif oder Essensabschluss.
 
Wenn ich beim Italiener zur Abrundung sonst auch gern Amaretto oder Ramazotti trinke. Hätte er diesen körperreichen Moscato im Angebot, bräuchte ich gar nicht lange nachdenken und überlegen, was ich wähle.
Mich erinnert der Geschmack sehr an Vin Santo, nur scheint der Moscato hier die weibliche Variante davon zu sein. Ein bisschen blumiger, vielleicht auch süßer und möglicherweise mehr von Frauen favorisiert. Schon beim Öffnen steigt einem ein floraler, rot-beeriger Geruch in die Nase, der sich vom Vin Santo entscheidet.
 
Wenn du dich für Vin Santo interessierst und eine gute Flasche suchst, schau doch mal hier: [klick].
 
 
 
 
 
Die Familie Felluga, die seit 150 Jahren Wein anbaut, gründete in den 50er Jahren die Firma "Marco Felluga". 100 Hektar misst das Weingut, auf dem nun Sohn Roberto die Leitung inne hat. Die Leidenschaft, die er in den Weinanbau steckt, schmeckt man bei seinen Produktionen.
 
Ein guter Tropfen hat so manchmal auch seinen Preis. Hier sind wir bei einem empfohlenen EVP von 26,50 €. Das ist eine preisliche Höhe, die ich nicht täglich investieren könnte. Allerdings ist es die 0,5Liter Flasche durchaus trotzdem wert. Dann holt man sie eben nur zu ganz besonderen Anlässen aus dem Keller. Aber dann weiß man auch, was man hat: Genuss!
 
 
 
 
 
Eine Kleinigkeit hat mich allerdings ein bisschen gestört. Das Herausdrehen des Korkens erwies sich nämlich als höchst schwierig. Das mag der ein oder andere möglicherweise auf den Öffner schieben (der bessere ist erst vor kurzer Zeit hopps gegangen), allerdings hatte ich mit ihm noch nie Probleme.

Wie auch immer, ich bekam den Korken nicht heraus, ohne dass eine große Bröselei den Tisch übersähte. Meine Freude auf den Wein konnte dadurch zwar nicht getrübt werden (im Gegenteil, ich wollte einfach endlich, endlich an diesen verflixten Flascheninhalt... so  langsam kam ich mir vor wie jemand auf Entzug... hätte es länger nicht funktioniert, hätte ich möglicherweise die Flasche am Hals geköpft, wozu mir allerdings noch das passende Schwert fehlt).

Leider ließ es sich nicht vermeiden, dass die Korkenbrösel auch ihren Weg in den Wein fanden. Aber sehen wir es von der Seite: TROTZ Korkzugabe bin ich so sehr begeistert gewesen, dass ich "Marco Felluga" ab sofort in hohen Tönen lobe und jedem zuraten kann, der vor hat, sich eine solche Flasche einmal zu gönnen.
Vielleicht ja sogar wirklich noch am Valentinstag. Das Weinland Ariane Abayan kann bei einer heutigen Bestellung sicher noch fix ein Paket auf den Weg schicken.
Und optisch ist es doch wirklich passend. Schick und rosa, ohne kitschig zu wirken!

Und nun noch ein paar Schnappschüsse zu meinem abendlichen Flaschenkampf.









 
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