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24. Februar 2016

Die schlechte Nachricht ist, dass ein Vierjähriger das Brot nicht backen kann. Es muss schon ein ambitionierter Achtjähriger sein... das Brot schmeckt fantastisch.

Neulich habe ich Brot gebacken. Das ist ja immer so ein Zufall. Entweder gelingt es oder nicht.
Baguette, Ciabatta und Co. bekomme ich ja inzwischen im Handumdrehen hin, aber wenn es um "richtiges" Brot geht mit Sauerteig und so, dann wird es schon schwierig, es gleichzeitig knusprig und mit perfekter Krume zu backen. Schmecken soll es am Ende ja auch noch.
 
Deshalb bin ich von Büchern über das Brotbacken immer angetan. Nur zu langwierig mit vielen Erklärungen und Co. dürfen sie nicht sein. Ich nehme mir selten viel Zeit mit verschiedenen Teigansätzen zu arbeiten. Wo soll ich dann die Geduld hernehmen, um vorher auch noch einen ganzen Wälzer Informationen zu lesen?
 
Ich glaube ihr versteht mein Problem und dem ein oder anderen geht es sicher ganz genauso.
 
So beruhigen mich schon einmal die einleitenden Worte im Buch "Brote einfach handgemacht". Sie lauten: Gutes Brot ist absolut keine Selbstverständlichkeit.
Momentan erlebt das Brotbacken ein Comeback und viele probieren es zu Hause aus. Dabei hat ja nicht jeder einen Steinofen im Garten stehen. Das Brot soll also im eigenen 0-8-15-Ofen professionell gebacken werden. In einer Bäckerei wird der Teig großer Hitze und Dampf ausgesetzt. Für uns gibt es dank Bildhauer Jim Lahey das NO-KNEAD-BREAD, dessen Geheimnis in der langen GEhzeit liegt. Sie entwickelt die Glutenstränge und verleiht dem Brot wunderbar viel Korngeschmack. Ein glühend heißer Topf sorgt für die richtige Hitze und die Entstehung der Kruste wird durch den Dampf verzögert. So geht der Teig auf, noch bevor sich die Kruste gebildet hat.
 
Das Backen ist total einfach: Lahey schrieb: Die schlechte Nachricht ist, dass ein Vierjähriger das Brot nicht backen kann. Es muss schon ein ambitionierter Achtjähriger sein... das Brot schmeckt fantastisch.
 
Das Buch bespricht zunächst einige Zutaten und Grundrezepte, alles ist reichlich und groß bebildert, wie ich es liebe. Die Fotos sprechen an sich: ISS DAS BROT! Tipps für das Brotbacken findet ihr auch zu Beginn des Buches.
Dann geht`s mit den speziellen Rezepten los:
  • Brot mit Vollkorn und Körnern
    • Quinoa, Haferflocken und Perldinkel kommen hier unter anderem zur Nutzung
  • Helles Brot, Nussbrot und Gewürzbrot
  • Frucht- und Gemüsebrot
  • Roggenbrot
  • Brötchen, Focaccia und Pizza
    • hier sind Mohnbrötchen zu finden, worauf ich ja total abfahre. Ich hoffe sie gelingen mir gut. Für diese brauche ich jedenfalls auch keine Form sondern nur ein Backblech. Genauso wie für die Ciabattabrötchen. Mmmhh, die stelle ich mir lecker mit gesalzener Butter vor. Noch leicht warm und dampfend. Außen knusprig, innen saftig.
    • Da die Brötchen nur mit weißem Mehl gebacken werden, steht ehrlicherweise über dem Rezept, dass die gesündere Variante sich auf den folgenden Seiten befindet. Blättert man dorthin, sieht man die Verwendung von Dinkelmehl oder Weizenvollkornschrot (Grahammehl).
Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr. Die Größe und der Seitenumfang sind übersichtlich, die Auswahl kreativ und abwechslungsreich.
 
 

 

Brote, einfach handgemacht: Das No-Knead-Bread - ganz ohne Kneten



 
    
erschienen am15.02.2016
EAN-Code9783841904225
VerlagEdel Books
Seiten120 mit 80 Bildern
Format26 x 19.7 x 1
ISBN9783841904225
AutorKirsten Skaarup    
Ladenpreis12,95 €
 
Dass jedes Rezept mit einem Foto begleitet wird, erscheint mir gerade bei Brot sinnvoll. So erkennt man die entstehende Krume, Konsistenz und Kruste, die das Brot später haben wird. Ist es mir zu hell, zu dunkel oder gerade nach meinem Geschmack?
Auch machen sie schon total Appetit auf "einfach nur ein Brot".
 
Klar, die Unterteilung hilft beim schnellen Zurechtkommen.
Die Brote werden lecker und das ohne viel wissenschaftliche Worte zwischendrin. Ein Buch, was meiner Meinung nach gleichermaßen für Hobbybäcker als auch für professionell-orientierte ist.
 
Mein abschließendes Fazit: Es gibt nichts zu meckern. Das Buch löst zwar nicht den WOW-Effekt bei mir aus, aber die Rezepte sind alltagstauglich und gelingen leicht. Vor allem, dass es ein Buch für`s Brotbacken GANZ OHNE KNETEN gibt, ist schon beachtlich. Daher gute 7 von 10 Punkte.

18. Mai 2015

Ich bin so schlimm wie alle anderen!

DAMN! Warum fange ich jetzt auch damit an?
 
Nervt mich ja so megamäßig, dass die ganzen Blogger ihre Posts ab und an beginnen mit "Oh my Gosh, my so legga Dish was knipsed in a so fucking grottig light!
 
And now nochmal für alle, die kein Englisch können:
"OMG, meine Fotos sind heute leider gar nicht so schön, meine Kamera ist gerade nicht funktionstüchtig [funktionstüchtig??? WAS IST DAS FÜR EIN WORT!?!?!?], ich weiß, das Bild sieht nicht toll aus, aber glaubt mir, es ist wirklich sooo lecker!"
 
Glaub ich dir sogar! Ist doch sogar gerne mal so, dass leckeres Essen (siehe Lasagne!) nicht so fotogen ist. Aber diese ständige Entschuldigerei!
Na und? Sieht eben kacke aus.
Ist doch aber auf nahezu jedem dritten Teller so! Rennt ja nicht jeder rum und lässt seinen toten Fisch in allen möglichen Richtungen posieren bis er wieder eiskalt ist! Glubschauge mal nach rechts und mal nach links.
 
Haste mal n Döner fotografiert? Sieht auch scheiße aus. Schmeckt aber trotzdem saugeil!
 
Also: ich erlaube auch schlechten Fotos ihren Platz im Register.
 
Starte ich mit den DDR-Brötchen, die ich (my Dear, I`m so sorry, but I only had a Smartphone-Cam!) heute gebacken und fotografiert habe.
 
"They are extremely delicious and because of that, I promise you, - NO: I SWEAR!!!- I`m going to bake them again and again every week and so you can be sure, that one day my blog will show you a new pic of those yummy buns!"
 
Naja, is halt so. Fotos so bla, aber Rezept Blog-würdig. Müsst  ihr halt selber rausfinden. Oder lasst es eben.
 
DDR-Brötchen  (meine paar Monate als Ossi-Kind vermögen sicher nicht zum Urteilen über originalen DDR-Geschmack, aber hört sich doch immer gleich viel interessanter an, wenn man statt "Brötchen" noch n bissl mehr einzubringen hat. Kann man sich ja einbilden, Ommas morgentlichen Geschmacksorgasmus nachzuempfinden)
 
Eins noch: nehmt nicht zu viel Salz (sonst schimpft Papa, dass Marmelade nicht dazu schmeckt)
 

DDR-Brötchen

Zutaten für ca. 8 Stück:

 500 g Weizenmehl Type 550
15 g frische Hefe
1/2 TL (3 g) Zucker
325 ml Wasser
10 g Salz
 
  • Mehl in eine Schüssel geben, ne Mulde reinfingern und Hefe hinein krümeln. Zucker dazu, loskneten. Wasser rinn und zu nem homogenen Teig kneten (heißt: keine Klümpchen, klaro?) Nur noch Salz zufügen und weiterkneten. Teig sollte elastisch sein und nicht so doll kleben.
  • Abgedeckt 1 Stunde im Kühlschrank gehen lassen. Durchkneten und nochmals 1 Stunde gehen lassen (Kühlschrank).
  • Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei ein Blech auf der untersten Schiene mit vorheizen.
  • Den Teig in 8 (werden ca. 80 g schwere) Portionen teilen. Kugeln formen und dann kurz längs rollen. Aufs Rost oder Blech legen, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 15 Minuten gehen lassen. Mit einem scharfen Messer längs einschneiden und weitere 15 Minuten ruhen lassen.
  • Die Brötchen mit kaltem Wasser einpinseln und auf die mittlere Schiene im Ofen geben. Dann einen großzügigen Schluck Wasser auf das untere heiße Blech schütten. Ofentür schnell schließen. 10 Minuten backen, das untere Blech herausholen und weitere 5-10 Minuten im Ofen lassen.
  • Die Brötchen sind fertig, wenn sie hohl klingen, wenn ihr auf den Boden klopft. Lasst sie auf nem Rost abkühlen oder futtert sie einfach so schon warm, mit Butter, Käse oder Nutella.
 
 
 
 


 
 
 
 
Anikó hat mich zwar nicht in ihrer Leseliste (*heul*), aber ich danke ihr soo für das Rezept. Das stammt nämlich weder von mir, noch von ner DDR-Omi, die ich kenne.  Anikó schreibt den Blog Paprika meets Kardamom, der einer der Blogs ist, die ich gerne und regelmäßig lese und vor allem, von denen ich auch schon einige Rezepte ausprobiert habe. Und immer mit Erfolg!

7. Dezember 2014

Genial einfach. Einfach genial. Luxus-Stulle.

Ein Stullchen. Ein Snack. Ein Genuss. Zucchini-Haselnuss-Brot mit eingemachter Curry-Zucchini, Tomaten und Käse. Genial einfach. Einfach genial. 
 
 
Hier sieht man nochmal das Brot ganz toll. Das hab ich nämlich selbst gebacken. Ja, da bin ich schon ein bisschen stolz drauf, weil Brot nämlich nicht wirklich ganz so oft bei mir gelingt. Sonst gäbe es hier auch sicher noch ein paar mehr Brotrezepte als Ciabatta und mein aller liebstes Lieblingsrezept für Baguette. Oder das Cornbread. Solche Weizenmehlsachen kriege ich immer gut hin, nur Vollkornbrote, geschweige denn Sauerteigbrote zu backen ist mir irgendwie nicht so in die Wiege gelegt worden. Das Federweißerbrot und Malzbrot sind gut geworden, das wars dann aber auch schon in der Schwarzbrotkategorie. Das Cornbread muss man wohl eher zu den fluffigen, hellen Brotkreationen zählen.

 

Meine bisherige Top 3 

  1. Baguette à la tradition francaise
  2. Ciabatta mit Vanille und Schalotten
  3. Oliven-Ciabatta
 
 
 
 
 
Das Rezept für die süßsaure Curry-Zucchini aus dem Glas:

Du brauchst:

1,4kg große grüne und gelbe Zucchini, geschält, längs geviertelt, 
grobe Kerne entfernt, in Scheiben gehobelt
1 rote oder gelbe Paprika, halbiert, entkernt, fein geschnitten
1-2 große Zwiebeln, halbiert, in feine Streifen geschnitten
1 El Salz
250ml Weißweinessig
200g Zucker
1 El Madras-Curry
1 El mildes Currypulver
Pfeffer


So geht`s:

Zu den vorbereiteten Zucchini, Paprika und Zwiebeln das Salz geben und mischen, dann ca. eine halbe Stunde ziehen lassen.

Ca. 250ml Flüssigkeit aus dem Gemüse pressen und in einem Topf auffangen. Essig, Zucker, Curry und Pfeffer zufügen und aufkochen. Das abgetropfte Gemüse dazugeben und aufkochen. Nach ca. 10 Minuten heiß in sterile Gläser füllen, verschließen und 15 Minuten auf den Kopf stellen.
 
 
 
Zum Aufbrauchen könnt ihr euch gut ein Jahr Zeit lassen (bis zur nächsten Zucchinisaison), aber das werdet ihr auch eher schaffen ;)


Das Rezept für das Haselnuss-Zucchini-Brot

Zutaten

600 g Weizenmehl Type 505
400g Vollkornweizenmehl
250 g Zucchini, gerieben
200 g Walnüsse, gehackt
20 g frische Hefe
1 EL Agavendicksaft
1 EL Salz
600 ml Wasser

Zubereitung

Die Hefe und Agavendicksaft im Wasser auflösen und stehen lassen bis sich Bläschen bilden. Alle Zutaten ohne Walnüsse zu einem geschmeidigen Teig vermengen und danach die Walnüsse einarbeiten. Teig eine Stunde (lieber länger) gehen lassen.
Hat der der Teig seine Größe etwa verdoppelt, in eine gefettete und gemehlte Kastenform geben und nochmals eine Stunde gehen lassen. Die Oberfläche mit einem Messer einritzen und bei 200°C mindestens eine Stunde backen. Stellt am besten eine Schale Wasser mit in den Ofen für optimale Knusprigkeit.

Eine Stunde backen und danach 30 Minuten im Ofen lassen. Das Brot soll hohl klingen, wenn man dagegenklopft.




Ich habe die Rezepte, wie ihr bei den [KLICKS] seht, von zwei verschiedenen Blogs. Irgendwie cool, dass man die Sachen, die man sich mal abgespeichert hat, dann manchmal auch genial miteinander kombinieren kann. Das Brot ist von Suppentopf (danke) und die Zucchini von Paprika meets Kardamom (danke Anikó!).

 

11. Juli 2014

von Maissalat und Rote Bete-Aufstrich aka "Törtchen violette avec une salade de mais"

Mais. Kann sein, muss aber nicht!
Es sei denn wir reden von kleinen Maiskölbchen, die sind unschlagbar. Tun wir aber nicht!
Mais. Schnöder, stupider, kleinkörniger Mais. Aus der Dose. Nichtmal am Kolben.
Nichts könnte mich daran reizen. Ich würde ihn nur wegen der Farbe in einem Chili o.ä. verwenden.

Wieso bin ich also gerade absolut vernarrt in diesen Maissalat?

Maissalat mit Feta

kleine Version (trotzdem als Beilage für 4 oder für 2 Hungrige)

1 gelbe Paprika
1 kleine Dose Mais
1/2 Stück Feta
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 kleine rote Zwiebel, gehackt
gutes Olivenöl
hellen Essig (z.B. Balsamico oder Apfelessig)
Salz, Pfeffer
je 1/2 TL Chilipulver, Paprikapulver, eine Prise Currypulver
je 1/2 TL Oregano, Thymian, Majoran, Basilikum, n. Bel. Rosmarin

Viel ist nicht zu tun: einfach alles mischen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass Paprika und Feta in Maisgröße geschnitten werden, das gibt dem Salat seine Besonderheit.




Ah oui.... das Törtchen!
Erinnert ihr euch an die Vorstellung der Degustabox? Schaut doch nochmal auf meinem Blog nach oder seht sie euch auf degustabox.com/de an. Da war doch das tolle fit for fun-Vollkornbrot mit der Folsäure drin. Ja, das habe ich verwendet. Ich habe mit Dessertringen Kreise ausgestochen und diese dann abwechselnd mit dem Rote Bete-Aufstrich wieder in die Ringe hinein geschichtet. 

Hier das Rezept. Ich könnte mir vorstellen das nächste mal den Meerettich wegzulassen und ihn als Häubchen auf das Törtchen zu geben, damit es optisch mehr hermacht.



Rote Bete-Auftstrich

2 Kugeln Rote Bete, da hatte ich die verschweißten
eine kleine Handvoll (oder 100g) Sonnenblumenkerne
1 Zwiebel, gehackt
50 ml neutrales Öl oder eine Mischung aus Sojaöl und Olivenöl
1-2 TL Zitronensaft
etwas Salz und Pfeffer
1/2 TL Meerettich (oder nach Abschmecken mehr)
eventuell 1 EL Ahornsirup zum Süßen

Die Rote Bete kleinschneiden und mit Sonnenblumenkernen und der Zwiebel mixen. Restliche Zutaten ebenfalls untermixen und mit Meerettich und Salz und Pfeffer abschmecken.

Weil mich der Maissalat so umhaut, obwohl er so einfach erscheint, möchte ich ihn bei Ina einreichen.




Frohes Schlemmen, eure TONI

1. Juli 2014

BBQ: neue Produkte und ein Rezept für Pizzarolle

Heute lasse ich mal ein paar Bilder sprechen. Am Wochenende wurde nämlich mal wieder gegrillt. Trotz Schlechtwetterankündigung! Grillen kann man auch bei unter 28Grad! Und was auf den Rost kam, das zeige ich euch jetzt. Ich durfte nämlich für Bofrost einige ihrer neuen Produkte testen.

 
Mmmhh..., diese Hähnchenfilets "BBQ-Honig" waren wirklich super zart und geschmeckt haben sie auch allen. Die Marinade ist sehr fein und hat lustigerweise gerade den Skeptikern geschmeckt, die das Wort BBQ schon abgeschreckt hatte. In der 500g-Packung sind 9-11 Stück. auf dem Bild wirkt das Fleisch sehr groß, stattdessen sind es aber Ministücke, was ich super finde, denn bei uns gibt es beim Grillen immer eine große Abwechslung und mit kleinen Stücken kann man von jedem was probieren, ohne dass man zu schnell satt wird;) Außerdem haben kleine Stücke noch den Vorteil, dass im Verhältnis viel Marinade am Fleisch ist.
Vor dem Grillen wird das Fleisch aufgetaut.


Die Grillschale mit Rosmarinkartoffeln hat bei mir auch hoch gepunktet. In den Packungen sind zwei Schalen von 300g. Hier gibt es wieder ein Sternchen für die Portionierung. Nicht übertrieben viel und dafür in zwei Schalen aufgeteilt. Die Kartöffelchen sind total klein und niedlich, sie erinnern mich an kleine Klößchen. Geschmacklich ist das Gemüse auch wirklich der Hit. Ich hatte zuvor Bedenken, weil auf der Bofrostseite bei diesem Produkt einige Kundenbewertungen von zu viel Fettgehalt/ Butter gesprochen hatten und ich sowas allein vom Geschmack her nicht leiden kann. War aber genau richtig! Auch Rosmarin war nicht zu viel drin. Vielleicht stört das den ein oder anderen, der wirklich stark schmeckende Rosmarinkartoffeln erwartet, aber nachdem ich mich mal an Rosmarinkartoffelchips überfuttert hatte, mag ich den Geschmack eigentlich gar nicht. Auch in Restaurants lasse ich daher immer die Finger davon. Diese Schale würde ich aber zu jedem Grillfest wieder bestellen. Es ist mir ja auch wichtig, nicht nur Fleisch und Toastbrot anzubieten. Und farblich sieht`s doch auch total schick aus, oder?
Die Grillschale kann gleich vom Tiefkühler auf den Rost. Deckel abgezogen und am Rand gemütlich vor sich hin warm werden lassen. Allerdings dauert das ganze 30 Minuten, daher vielleicht doch schon vorher antauen lassen oder zumindest gleich als erstes mit auf den Grill geben. Neben den Kartoffeln und der Paprika habe ich besonders die roten Zwiebeln gemocht. Davon wird gleich abgeguckt und die Idee bei den nächsten Rezepten verarbeitet.


 Vielleicht könnt ihr hier eher erkennen, welche Größe die Hühnchenfilet-Medaillons haben.


Die hier finde ich ja total süß. Das ist eine super Idee, die bei allen Gästen gut ankommt. Tomatenbutter in Tomatenform. Der Mantel ist eine Tomatenzubereitung (ich hätte sie am liebsten von allen Butterstückchen geknabbert, so lecker fand ich die), der Stiel Basilikumbutter und das Innere die Tomatenbutter. Diese besteht aus echter Butter mit Tomaten, Gewürzen, Tomatenmark und Basilikum. Das einzige, was ich bei unserem Grillabend nicht bedacht hatte, war, dass das Brot diesmal eine Pizzarolle war und somit schon gefüllt. Dazu brauchte man die Butter also nicht. Und auch das Hühnchenfleisch war ja schon gut mariniert, sodass wir auch da keine Tomatenbutter drauf schmelzen lassen wollten.

Dabei kann ich euch aber gleich mal das Rezept für die Pizzarolle verraten. Es macht sich gut zur Resteverwertung. Auch nur aus diesem Grund habe ich es gebacken, sonst hätte es nämlich noch kleine vegetarische Grill-Piadina gegeben. Diese hatte ich auch von Bofrost. Wieder ein Minisnack, aber dafür 12 Stück in einer Packung. Zwiebel, Paprika, Kräuter und leckerer Mozzarella bieten die Füllung. 


Grill-Piadina Verdura

Pizzarolle
(ein ähnliches Rezept findet ihr hier: Pizzabaguette)

Teig
500g Mehl
300ml lauwarme Milch
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Salz
eine Prise Zucker


Füllung
Tomatensauce
Reibekäse (am liebsten Mozzarella)
Reste, die ihr noch da habt, z.B.
Rucola
Schinkenwürfel (ich habe sie zuvor ausgelassen und mit Zwiebeln angebraten)

Die Hefe mit Salz und Zucker in der Milch auflösen. Eine Vertiefung in das Mehl machen und das Hefegemisch hineinhießen. Von außen immer mehr Mehl einarbeiten und so einen geschmeidigen Teig kneten. Diesen abgedeckt 30Minuten bis 2 Stunden gehen lassen, danach ausrollen, mit Sauce bestreichen und restlichen Zutaten belegen. Aufrollen.
Bei 200°C im Ofen vorbacken. Die Backzeit richtet sich nach der Dicke der Rolle. Bei mir brauchte sie knapp eine Stunde, da sie wirklich sehr groß war. Kontrolliert immer mal zwischendurch.



 Wenn ihr die Rolle noch auf dem Grill warm werden lassen wollt, bedenkt, dass sie euch nicht vorher schon zu dunkel wird. Meine sah am Schluss sehr rustikal aus. Wir nannten sie liebevoll "den Knüppel".



Da uns mit dem letzten Bissen dann doch der Regen überraschte, gingen wir ins Haus. Der Grill war gut genutzt und alles weggeputzt, aber es gab noch ein Dessert. Durch die Hektik habe ich ganz vergessen ein Foto davon zu schießen, aber ihr könnt es euch hier ansehen. Zum Dessert haben wir Fußball gesehen, was genau gepasst hat, denn à la brasil war es ein Caipirinha-Dessert mit echtem Pitú (den mag ich ja so gern:) und somit alkoholisch. Stellt es euch wie eine Mousse mit einem Kern aus Limettenpower vor (ich hatte sie ein, zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Tiefkühlfach genommen und in den Kühlschrank gestellt, so dass sie immernoch kalt und erfrischend war). Ich fand es lecker, aber muss zugeben, dass es nicht mein Lieblingsdessert werden wird.
Dafür aber vielleicht folgendes, denn das geht immer und auch gerade dann, wenn beim Grillen dann doch mal wieder über 20 Grad sind: Milchshake! Davon gibt es auch welchen bei Bofrost. Genauergesagt haben sie drei Sorten im Angebot. Vanille, Schoko und Café. Am liebsten hätte ich ja Café getestet, aber Vanille ist auch ganz lecker. Und zwar gerade, weil man damit so viel experimentieren kann: wenn ihr den "normalen" Milchshake haben wollt, gießt ihr einfach das Vanilleeis in dem Becher mit Milch auf, lasst es kurz stehen, bis ihr umrühren könnt und fertig. Variante zwei ist genial, darauf hat mich die liebe Ansprechpartnerin von Bofrost gebracht: verwende statt Milch einfach kalten, gekochten Kaffee. Voilá, schon hatte ich ja meinen Eiscafé bzw. Cafémilchshake. An die Idee musste ich wieder denken, als ich mich so auf den Shake gefreut hatte, aber der Kühlschrank keine Milch mehr für mich übrig hatte. Jetzt versteht ihr sicher auch, warum ich dann gar nichts mehr gegen das Vanilleprodukt einzuwenden hatte. Und da ja in einer Packung gleich vier Portionen sind, konnte ich außer der Cafévariante noch folgende probieren.



Nein, das ist kein Erdbeermilchshake. Naja, eigentlich schon. Ich habe nur einen Teil mit Milch aufgegossen und dann noch einen guten Schuss Erdbeerlimes zugefügt (mein Rezept für den Likör findet ihr hier). Mmmhh, lecker. Vor allem dürft ihr diesen alkoholischen Milchshake ohne Reue trinken, denn ihr müsst ja danach nicht mehr Auto fahren. Das finde ich auch so schön an den Shakes. Sie schmecken wie vom Milchshakemann persönlich, aber können ganz einfach und spontan zu Hause selbst gemacht werden.
Und noch ein Tipp von mir (auch für die Männer, die meinen, Milchshakes sind was für Frauen): das Eis schmeckt auch ungeshaked als Eisbecher super gut.
Wie gesagt, vier Becher sind in der Packung, vier Varianten habe ich euch vorgestellt. Also: kein Grund zum Teilen:)

Hier möchte ich mich nochmal bei Bofrost dafür bedanken, dass ich die Produkte testen durfte. Vor allem auch für den netten Service, der mir Ideen gegeben hat, jederzeit ansprechbar war und auch ohne Probleme meine Sonderwünsche für die Lieferung mitgemacht hat.
Wenn ihr also Kunden von Bofrost werden wollt, dann könnt ihr euch da wirklich gut aufgehoben fühlen.

Frohes Schlemmen, eure TONI

19. Mai 2014

Von Schule, Bloggern und gutem Essen. Pizzabaguette. Unkompliziert und lecker!

Erinnert ihr euch noch an den Biounterricht, Matheunterricht, sonstwas, wo man ständig berechnen musste, wie schnell sich Bakterien und Co. vermehren? Exponentielles Wachstum:) Erinnert mich irgendwie an meine Nachkochliste. Jaja, wer kennt sie nicht, die Listen, deren Länge scheinbar immer mehr zunimmt, auch wenn man schon brav immer fleißig alles (versucht) abzuarbeiten.
Neues Rezept gefunden? Gleich hintendran an die Liste und am besten noch mit einem roten Ausrufezeichen markiert.
Würde ich die Liste, wie bei einem Kassenbon schreiben und ausrollen,... mich würde mal interessieren, wie viele Male sie zum Mond und wieder zurück zu führen ist.
Manche Rezepte landen natürlich gar nicht hinten auf der Liste, sondern vorn! Super geil, das muss ich mindestens diese Woche noch schaffen! Nunja, war da aber eben nicht noch der super geile Geheimtipp von diesem einen Blog... und das ultimative Rezept von dem anderen? Ach ja und das neue Buch liegt doch auch mit vielen Klebezetteln neben mir!
Die Rezepte, auf die sich die Erfinder richtig was drauf einbilden können, müssen nicht lang und aufwendig sein. Sie müssen aber auch nicht kurz und alltagstauglich sein. Nein, sie müssen sich einfach gut anhören, ein absolut appetitliches Foto dabeihaben (und da geht es mir um das Essen und nicht das Schi-schi drumherum!). Das sind DIE Rezepte! Die KNALLER, die GANZ GROßEN, die SCHNELLGEKOCHTWERDENDEN!
Wenn es ein Rezept bei mir also schafft, sofort in Angriff genommen zu werden (und dann natürlich auch noch lecker schmeckt und Wiederholungsfaktor hat!), dann: Chapeau!
Und, liebe Ann-Katrin, ich ziehe den Hut! Von dir ist so eins dieser Rezepte!

Pizza-Baguette mit getrockneten Tomaten, Ricotta und Rucola
Für den Teig: 
350 g Mehl
250 ml Wasser, lauwarm
20 g frische Hefe (alternativ: 1 Pck. Trockenhefe, dann nach Packungsanleitung)
1 Tl Salz
Füllung:

125 g Ricotta
etwa 75 g getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
1 kleines Bund Rucola, grob gehackt oder auch nicht
30 g Parmesan, gerieben
n. Bel. etwas Chilipulver
Mehl und Salz in einer Schüssel mischen und die Hefe in eine Mulde die Mitte geben. Das Wasser auf die Hefe fließen lassen und 1-2 Minuten warten.
Den Teig von innen nach außen glatt verkneten. Möglicherweise brauchst du noch etwas mehr Mehl.
Als Kugel für 1 Stündchen kühl stellen, dann rechteckig ausrollen.
Nun Ricotta auf den Teig streichen, gehackte Tomaten, Rucola und Parmesan gleichmäßig drauf verteilen. Teig von der langen Seite her aufrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 
Im Ofen bei 190°C ca. 20-30 Minuten backen.



Frohes Schlemmen, eure TONI

1. Mai 2014

spießige Häppchen (weil ich nicht weiß, wie sie heißen)

Also, jetzt mal Butter bei die Fische: ich erlaube mir die Gewinnspielkette mal kurz zu unterbrechen, um euch mit einem Rezept zu versorgen. Super für Geburtstag als Fingerfood. Und zum Grillen. Oder, wie ich es gemacht habe, einfach mal so. Zwischendurch. Und zum Abendessen. Und zum auf Arbeit-mitnehmen. Und überhaupt.
Also, worum gehts? Um Spießer... äääähh.... Spießchen.

Wovon ich rede? Davon:


Das sind leckere Tortillas, oder wie auch immer man sie nennt. Leckeres Zeugs eben. (Geht es euch auch so, dass das alles voll verwirrend ist: der Unterschied zwischen Tortilla, Taco, Wrap (nagut, das krieg ich noch hin), Enchilada und was es auch sonst immernoch gibt?)







 Sagt man nicht immer, der Koch kann bestimmen, was es ist? Also gut, ich habe "gekocht", also darf ich mir aussuchen, wie wir es nennen: Ööööhmmm... Tortillahäppchen? Joar, find ich gut. Tortillahäppchen!






Wie macht ihr die Tortillaspießer?

Ihr kauft erstmal ein:
und zwar:


  • Tortillafladen (normale Größe)
  • ne Dose Thunfisch
  • ne Dose Kidneybohnen
  • ne Dose Mais
  • n paar Salatblätter
  • deine Lieblingssauce (Mayo, Frischkäse, Tomatensugo oder sonstwas)
  • eventuell Tomatenmark, Knobi und 4 EL Speisestärke) 
bei den Dosen gehen angefangene Dosen auch:)

How to do:

Die Fladen erstmal kurz in der Microwave erwärmen (dadurch werden sie etwas biegsamer). Mit deiner Lieblingssauce bestreichen und dann mittig mit dem Dosenmix belegen. Wenn ihr Salatblätter verwendet, dann haut die gleich auf die Sauce, damit sie sich am Ende gut mit einrollen lassen.
Rollt den Fladen auf. Schneidet die Rolle in 2cm - Röllchen und steckt einen Spieß oder halt einfach nen Zahnstocher in das Röllchenteil.
Jo und dann seid ihr schon einfach fertig, wenn ihr eure eigenen Dips wie Guacamole, selbstgemachten Rhabarber-Ketchup oder Rhabarber-Chutney benutzt. Darin tunkt ihr einfach das Häppchen und genießt es.

Einfach, oder?

Die Füllung könnt ihr natürlich variieren. Ich denke da an Aivar, Frischkäse, Schmelzkäse, Cornichons und whatever.

Als Gewürze empfehle ich Salz und Pfeffer, Paprika und nach Belieben Chili.


Wie passen, dass Nina ein spießiges Blogevent am Start hat. Hier reiche ich meinen Beitrag gleich mal ein.

Blog-Event: Für Spießer!

Außerdem freut sich sicher auch Tina darüber:

”Pimp

Frohes Schlemmen, eure TONI

5. April 2014

Heute brauchen wir kein Alibi-Grünzeug. Einfach Weißwurstgnocci mit Currywurstsauce



Neulich gab es im Hause „Backen macht froh“ wieder etwas Neues, was ausgetestet werden musste. Schon eine Weile interessierten mich die Weißwurstgnocci von Alice im kulinarischen Wunderland. Auch die Currywurstsauce stand auf dem Plan. Passt doch beides super zusammen, dachte ich.
Also losgelegt:
Zuerst dachte ich, die Gnocci werden viel zu matschig, aber am Schluss hat sich dass dann wieder gegeben.
Herrlich. Als die Gnocci fertig waren, wollte ich ja erst mit der Sauce beginnen. Großer Fehler! Warum? Die Gnocci landeten mysteriöser Weise Stück für Stück nacheinander in meinem Mund. Bloß gut kommen bei diesen Zutatenmengen unheimlich viele Gnocci heraus, so dass am Ende doch noch zwei große Portionen übrig blieben, denen ein Rendezvous mit der Sauce nicht vorenthalten blieb.
Für die Sauce brauchst du:

Bei Sauce und Gnocci schmeckt man am zweiten Tag einen großen Unterschied zum ersten. Die Sauce ist gut durchgezogen und nicht mehr zu süß. Das war nämlich am ersten Tag der Fall, deshalb habe ich auch die ursprüngliche Menge an Essig nahezu verdoppelt, doch trotzdem herrschte noch eine gewisse Süße vor. Aber am zweiten Tag, war sie wie gesagt verflogen und perfekt abgestimmt.
Tag zwei lief für die Gnocci wieder ähnlich ab wie Tag eins: Erstmal ein Stück probiert und dann wieder nicht abwarten können, bis die Sauce warm ist. Ergo: Gnocci erst ohne Sauce und dann mit kalter Sauce essen. Geschmacklich erinnerten sie mich nun an Grießklößchen. Ihr wisst schon: die kleinen Kugeln, die man auch immer in Hochzeitssuppen findet. War wirklich lecker, aber vielleicht weniger weißwurstig als am Tag zuvor.

Alles in Allem eine super Kombination zweier leckerer Rezepte.
Weiter in Planung ist ein Weißwurstgnocci-Salat. Ich stelle mir das gut vor mit Paprika, Petersilie und vielleicht Tomaten.


Für die Gnocci:

  • 2 frische Weißwürste (evtl. mit Petersilie)
  • 200g Toastbrot
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • n. Bel. etwas Majoran
  • 125g Quark
  • 2 Eier
  • 2 gehäufte EL Parmesan (schmeckt auch ohne)
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Toast klein schneiden und danach mit den Kräutern klein mixen.
Weißwurst seperat mixen.
Jetzt alles zusammenmischen, Quark, Eier und Parmesan dazugeben und einen Teig herstellen.
Hände bemehlen und Gnocci formen.
Gnocci in ausreichend kochendes Salzwasser geben. Flamme runterdrehen und Gnocci ca. 5 Minuten ziehen lassen, bis sie alle nach oben gestiegen sind (deshalb auch einen großen! Topf nehmen!).
Gleich abtropfen lassen und frisch genießen.

Für die Sauce:

  • 250g brauner Zucker (ich nehme das nächste Mal nur 200g)
  • 2 Dosen Pizzatomaten (gestückelt, 800g)
  • 2 Knobizehen, gehackt
  • 3 EL Tomatenmark
  • 4 EL Currypulver
  • 100ml Weißweinessig (bei 250g Zucker lieber 150 ml)
  • 25g frischer Ingwer, gerieben
  • 2 EL Olivenöl
  • Chilipulver oder scharfes Paprikapulver
  • Salz
Zucker in einem Topf schmelzen und mit Essig und Tomaten ablöschen. Eine Dosenladung Wasser untermischen. 15 Minuten kochen lassen.
Pürieren und Ingwer und Knobi untergeben.
Öl, Tomatenmark, Curry und Chili zugeben.
35 Minuten einkochen lassen.
Sauce pürieren und mit Salz abschmecken.
Die heiße Sauce kann in sterile Gläser abgefüllt werden und ist dann viele Wochen haltbar.

1. April 2014

Geniales Vanille-Ciabatta zum Breadbeaking Day und Sahne-Schinken-Chicorée

Gestern habe ich endlich das Ciabatta ausprobiert, was ich schon so lange mal machen wollte. Ich habe es auf einem anderen Blog gefunden und wusste gleich, dass es mir schmecken wird. "Vanille-Schalotten-Ciabatta". Na, wenn das mal nicht herrlich klingt!



Ich habe also gestern den Teig gemacht und wollte das Brot mit zum Grillen nehmen. Dann hieß es plötzlich, das Grillen startet schon eher, also wollte ich den Teig einfach so mitnehmen und vor Ort schnell noch in den Ofen schieben. Das habe ich natürlich vergessen.
Sahnechicorée mit Schinkenwürfeln
Also wurde das Brot eben erst gebacken. Erst hatte ich so meine Zweifel, aber die lange Ruhezeit hat dem Teig nichts getan, das Brot kam lecker duftend und mit einem schönen knusprigen Rand aus der Röhre auf den Tisch.
Warmes Brot, ... was gibt es besseres? Etwas Salzbutter oder nur Salz oder Butter drauf... mmmhh!
Weil es zum Mittag Sahnechicorée mit Schinkenwürfeln gab (Rezept am Ende des Posts), habe ich gleich mal das warme Brot in die Sahnetunke gedippt... mann, wie lecker! Vor allem, weil noch der Schinkengeschmack daran haftete!

Ich könnte mir jetzt sogar vorstellen, dass man in den Brotteig auch noch Schinkenwürfel geben könnte. Passt ja auch gut zu den Zwiebeln. Vielleicht lässt man dann aber eher die Vanille weg? Obwohl sie sicherlich auch nicht schaden würde :)
Die Vanille an sich schmeckt man bei dem Brot gar nicht mal raus. Irgendwie schade. Aber zusammen mit den Schalotten, die ja im Vergleich zu Zwiebeln schon eher süßlich und zumindest nicht so stark schmecken, harmoniert das Ganze dann schon doch wunderbar.

Das Blech hatte ich schon bei den letzten Baguettes. Mehr Infos dazu am Ende des Posts.




Generell backe ich viel zu selten Brot (hier habe ich mich schonmal rangewagt, das ist das ultimative Rezept!), aber zum Grillen finde ich das immer wieder toll! So ein selbstgemachtes fluffiges Brot ist schon was Besonderes im Vergleich zu einfachem Toast. Außerdem lässt es sich gut mitnehmen, wenn man bei jemand anderem eingeladen ist (vorausgesetzt man hat es fertig gebacken und vergisst es nicht zu Hause:)


Zutaten

Für zwei mittelgroße Ciabatta:

1Päckchen Trockenhefe (Original: 10g Frischhefe)
10 g Meersalz (nächstes Mal nehme ich 15g, ich mag es zZ gern salzig)
Mark einer Vanilleschote (Original: ca. 1 gehäufter TL gemahlene Vanilleschoten)
6 Schalotten (ich hatte nur drei und habe noch zwei kleine Zwiebeln hinzugefügt) 1 gehäufter EL Mehl
2 EL Olivenöl
500 g 550er Mehl, zusätzlich reichlich zum Bearbeiten (bei mir waren es 350g 550er und 150g 405er)
325 ml lauwarmes Wasser
25 ml Olivenöl

Zubereitung

Die Schalotten habe ich gewürfelt und in etwas Olivenöl angebraten, bis sie glasig wurden.
("Mit dem EL Mehl bestreuen und bräteln, bis sie schön braun und etwas knusprig sind." habe ich vergessen).
Mehl, Vanille, Hefe und Salz in einer Schüssel mischen. (bei frischer Hefe; diese im Wasser auflösen) Olivenöl  und Wasser zufügen und einmal durchkneten.
Eine ordentliche Ladung Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen und mit bemehlten Händen den Teig darauf durchkneten, sodass es immer Stück für Stück noch etwas Mehl aufnimmt.
Die Zwiebeln ziemlich am Anfang unterkneten. Wundert euch nicht; wenn ihr alle Zwiebeln auf einmal draufwerft dauert es etwas Knetzeit, bis sie sich gleichmäßig verteilen und wieder sichtbar werden.

Lasst den Teig nun ca. 2 Stunden ruhen (gern auch länger). Am besten wieder in die Schüssel (vorher etwas bemehlen) geben und dann ab damit auf den Schrank.

Warum auf den Schrank? Die Hefe soll den Teig ja aufgehen lassen und braucht Wärme. Manchmal stelle ich den Teig dafür auf die Heizung, aber ein warmer Platz in eurer Küche ist definitiv auf eurem Schrank. Schön weit oben eben.

Nach den zwei Stunden formt man zwei Ciabatta, gibt sie schonmal auf das Blech und lässt sie wieder ruhen. Diesmal 1-2 Stunden und am besten abgedeckt mit einem feuchten Tuch.

Im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen bei 225 °C.


Ich habe wieder das gleiche Baguetteblech genommen, wie bei meinem anderen Baguette-Post. Jaja, ich hätte auch von Hand formen können, damit es ein Ciabatta wird, aber wenn man nunmal so ein tolles Blech hat.. Es ist von der Firma Birkmann (die noch ganz viele tolle Backsachen im Angebot haben) und ihr könnt es hier kaufen.



Schön, dass ich es noch gerade so rechtzeitig schaffe, um bei Zorras Breadbaking Day zum Thema  “Das ultimative Baguette-Rezept” mitzumachen, was von Food for Angels and Devils organisiert wird.

BBD #66 - The Ultimate Baguette Recipe (last day of submission April 1, 2014)


Ach ja, der Sahnechicorée mit Schinkenwürfeln:
Einfach Öl in einer Pfanne erhitzen und nach Belieben viele Schinkenwürfel zufügen (80g vielleicht), dann 4 kleingeschnittene Chicorée darin anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit etwas Gemüsebrühe und 5 EL Sahne ablöschen. Kurz einkochen lassen, fertig.
Leider verliert das Gemüse aber nicht seinen bitteren Geschmack :(

Frohes Schlemmen, eure TONI


Hunger bekommen? Hier gibts noch mehr brotiges:

Französisches Baguette
Federweißerbrot
Oliven-Ciabatta
Cornbread
Malzbrot

4. Januar 2014

Schokoscones für alle!

Was ist schlimmer und nerviger als die Post, die unsere Wichtelpakete verschwinden lässt (mittlerweile bin ich ja davon überzeugt, dass ihr zu gut gebacken habt und die Postboten dem Geruch nicht widerstehen konnten und alles selber gertilgt haben), als der doofe Arbeitgeber, der einem zwei Tage vor dem neuen Monat sagt, er wird einen nicht mit in den nächsten nehmen (die blöde neue Angestellte, die für einen Hungerlohn arbeitet ist natürlich günstiger) oder der blöde Ex, der am Jahrestag Schluss machen muss?

Ich sage euch was schlimmer ist: ein kaputtes Kameraobjektiv! Ja, richtig gehört. Mein Baby ist wiedermal am Streiken! Jeder Foodblogger unter euch wird wissen, was das bedeutet! Verschwommene, komischfarbige Fotos und Megaaggressionen beim Knipsen. Allein für meine heutigen Flüche werde ich wohl in die Hölle kommen!

Was macht man da also? Erstmal redet man sich gut zu, dass das ja noch im alten Jahr passiert ist, in dem sowieso alles drüber und drunter ging. Somit hat man 2014 schonmal bessere Aussichten. Naja und dann kramt man einfach ein bisschen die Festplatte durch, weil man doch schon ahnt, dass sich dort noch unverbloggte Rezepte tummeln.

*****************Kram, kram**************

Und gefunden habe ich für euch letztendlich unglaublich leckere, gelingsichere SCHOKO-SCONES!!!
Das ist doch was! Startet damit ein leckeres Frühstück und schmeißt alle Sorgen über Bord!


SCHOKO-SCONES à la Tobi (der im Übrigen noch ein paar Scone-Herkunftinfos für euch hat)

225g Mehl
2 TL Backpulver
60g Butter
1 EL Zucker
50g Schokotropfen
150ml Milch



1. Mehl und Backpulver erstmal zusammensieben. Dann die Butter hinzufügen und mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verarbeiten.
2.Zucker und Schokotropfen dazugeben und mit der Milch zu einem glatten Teig kneten.
3. Den fertigen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 - 2 1/2 cm dick ausrollen. Es soll ein etwa 12x12cm großes Quadrat entstehen.
4. Mit einem Messer den Teigfladen in neun gleichgroße Quadrate schneiden und diese mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
5. Mit etwas Milch bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 10-15 Minuten backen bis sie goldbraun sind.
6. Frisch servieren.

 
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