15. Juli 2014

BBQ-Nudelsalat und was KROSSES aus der Mikrowelle (wie das?)


Es ist ja nicht so, dass ich nicht auf anderen Blogs stöbere. Auf einem habe ich neulich was gelesen, was ich erst gar nicht glauben wollte. Da schreibt doch echt Sabine (von der das Rezept ist) etwas von Bacon in der Mikrowelle kross kriegen!
 
Dass man überhaupt etwas in der Mikrowelle kross kriegt, mag ich ja nicht so recht glauben. Ihr habt ja sicher auch schon mal aufgewärmte Pizza gegessen und wisst wovon ich rede. Oder als man mal ein Toast "überbacken" wollte, was natürlich komplett in die Hose gegangen ist.
 
Nunja, Bacon kriegt man kross? Das glaub ich erst, wenn ichs gesehen habe! Also Bacon nebeneinander auf Küchenpapier und das auf einen Teller und ab damit in die Mikrowelle. 800Watt, 2-3 Minuten (lieber weniger und danach immer noch ein klein wenig mehr, falls es nicht genug knusprig ist): Wow, klappt ja! Abgesehen davon, dass die erste Runde etwas zu kross und dunkel geraten ist (wir verwenden jetzt mal nicht das Wort verkohlt) hat es ansonsten bei den nächsten Versuchen gut geklappt (bloß gut war ich so schlau zu Beginn erstmal nur vier kleine Scheiben zu nehmen, sodass noch genug für den Salat blieb). Verbrannt habe ich mir die Finger auch nicht, weil ich ans Abkühlen lassen gedacht habe, als der heiße Bacon aus der Mikrowelle kam.
 
Vom Wohnzimmer her hörte man schon Rufe "Oh, das riecht ja gut, was machst du denn da leckeres?". "Nudelsalat." "Seit wann riecht man den?" Tja, seit heute und seitdem ich weiß, dass selbst für Bacon die Pfanne sauber bleiben kann.
 
Freudestrahlend wegen der neuen Entdeckung wollte ich es gleich anderen berichten. Antwort war "Na logisch geht das". Hm. Falls ihr das auch schon wusstest, dann braucht ihr den Post ja nicht zu lesen.
Sowas ist immer toll, wenn das dann am Ende steht. Wie heute beim iPhone: "Schritt 1: klappen Sie die hintere Abdeckung auf.". Getan und weitergelesen: "Schritt 2: Achten Sie dabei auf Ihre Fingernägel."

 
 

BBQ-Nudelsalat

Zutaten für 4 bis 6 Personen:
  • 250 g kurze Nudeln (z.B. kurze Makkaroni)
  • 2 EL gutes Olivenöl
  • 100 - 200 g Frühstücksbacon in Scheiben
  • 2 gelbe, eine halbe rote Paprikaschote
  • 2 relativ große Pfirsiche
  • 1 Bund Lauchzwiebeln, in Ringen mit Grün
  • 200 g purer Joghurt
  • 100 ml BBQ-Soße nach eurem Geschmack
  • 1 TL Paprikapulver (Rauchpaprika für noch mehr BBQ-Kick)
  • Salz, Pfeffer
  • einige Blättchen Basilikum nach Belieben
Wie man Nudelsalat macht, wisst ihr ja. Nudeln kochen, Rest schnippeln (Bacon vorher anbrutzeln, bis er sich wellt), Dressingzutaten am besten separat mischen und dann alles unter die Nudeln heben. Eventuell mit Basilikum garnieren.



Frohes Schlemmen, eure TONI

14. Juli 2014

Ohne Backen, ohne Kühlschank: Pfannkuchentorte mit GENIALER Kirschsauce


Nein, ich komme jetzt nicht mit Petterson und Findus um die Ecke, sondern NUR mit einer Pfannkuchentorte. Yummy! Endlich habe ich mal eine "gebastelt". Macht sich ja auch ideal im Sommer, weil man den Ofen nicht anschmeißen muss, es aber keine Kühlschranktorte (***uuuhh, Gelatine***) ist.


Für die Torte backt ihr erstmal eine Ladung Pfannkuchen. Ich habe zehn Stück verwendet, weniger würde ich nicht nehmen, mehr durchaus schon. Welches Rezept ihr dafür nutzt, ist euch überlassen. Hier sind ein paar Anregungen:
Buttermilchpancakes mit Vollkornweizenmehl  Crêpes mit Birnen in Fliedersaft  Crêpes mit Himbeeren Hefeplinse mit Hagebuttenmarmelade (sächsisch)
Rhabarber-Pancake-Cookies
Waffeln mit Rum


Wenn die Pfannkuchen übereinander geschichtet werden, kommt dazwischen immer noch eine Schicht Crème oder Marmelade. Ich habe beides abwechselnd genommen. Dabei war die Crème eine Mischung aus einem Becher (150g) Vanillejoghurt (ich hatte Activia) und einem dreiviertel Becher Crème fraîche. Dazu kam ein knnapper Esslöffel Vanillezucker. Ich könnte es mir auch gut mit einem Anteil Quark vorstellen. Statt der Marmelade habe ich Kirschsauce genommen. Ich habe sie neulich spontan gekocht, weil ich so viele Kirschen da hatte und ich liebe sie! "Aus der Not mach eine Tugend." Sie ist toll geworden! Und eigentlich soll es in diesem Post auch gar nicht so sehr um die Torte gehen als um die Sauce. Hier kommt das Rezept.


Leckere Kirschsauce

300 g Sauerkirschen, entsteint
150-200 ml Kirschsaft
1 TL Aromapaste Wiener Mandel (alternativ einen Schuss Amaretto)
3 EL Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote (alternativ Vanillezucker)
1 - 2 TL Speisestärke

Stärke mit 1-2 EL Saft anrühren. Alle Zutaten bis auf die Stärke mischen und aufkochen. Gegebenenfalls ausgekratzte Vanilleschote mit in den Topf geben und danach entfernen. Nun die Stärkemischung unterrühren, kurz kochen bzw. binden lassen und in sterile Gläser abfüllen.


Garniert habe ich die Torte mit gemischten Johannisbeeren (rot und weiß). Dabei habe ich auf die oberste Pfannkuchenschicht noch einmal Sauce gegeben.


Frohes Schlemmen, eure TONI

13. Juli 2014

Einfach und schnell: Weinbergpfirsich-Mandeltarte

Mmmmhh, ich liebe diese Weinbergpfirsiche!!!





Mandeltarte mit Weinbergpfirsichen

für eine Tarteform
 
1 Rolle Blätterteig
100 g gemahlene Mandeln
2 Eier
3 EL Milch
3 EL Zucker
3 reife Bergpfirsiche, entkernt und in Scheiben

Backofen auf 180° C vorheizen. Die Form fetten und den Blätterteig hineinlegen. Man kann auch einfach Backpapier auf ein Blech legen und die Tarte von Hand formen.
Mandeln mit Eiern, Zucker und Milch zu einer Masse verrühren. Je nach Konsistenz mit der Milchmenge variieren.
Die Mandelmasse kommt auf den Teig und die Pfirsiche darauf.
Gebacken wird ca. 20 Minuten, bis der Blätterteig durch ist und die Masse fest. 


Schmeckt am besten warm. Die ganz verrückten hauen noch einen Klatsch geschlagene Sahne oder Créme fraîche drauf.

Frohes Schlemmen, eure TONI

12. Juli 2014

Das Geheimnis von Omas Kartoffelsalat

Kartoffelsalat die Dritte.


Man, ich hätte es ja nicht gedacht! Den ersten zubereitet und schon hat mich das Kartoffelsalat-Fieber erwischt! Zufällig habe ich genau in der Zeit mal mein Rezeptebuch herausgekramt, in dem ich vor dem Bloggen meine Lieblingsgerichte notiert habe. Ab und an landen dort auch noch alltagstaugliche Leckereien, die in meine Standardküche Einzug erhalten haben.
Jedenfalls habe ich in diesem Buch im Inhaltsverzeichnis doch tatsächlich das Wort "Kartoffelsalat" gefunden. Ganz ungläubig blätterte ich auf die entsprechende Seite, war ich mir doch 100%ig sicher, noch NIE einen Kartoffelsalat zubereitet zu haben! Das Geheimnis lüftete sich sehr schnell: Über dem Rezept stand "Omas Kartoffelsalat". Ich erinnerte mich: ich habe meine Oma mal nach ihrem Salat gefragt. Sie nannte mir die Zutaten und ich notierte sie. Das Geheimnis vom Salat ist ein ganz bestimmtes Gewürz: Muskatnuss. Ich frage mich, warum ich nicht mal selber darauf gekommen bin, dass man die in einen Kartoffelsalat gibt, denn bei allen möglichen anderen Kartoffelgerichten findet sie ja auch meist ihren Platz (zum Beispiel Kartoffelpüree: gebt da immer etwas Muskat hinein, dann wird`s perfektioniert). Genaue Angaben für die einzelnen Zutaten hatte ich nicht. Ich denke aber, dass auch Oma die nicht haben wird. Generell sind doch die Gerichte, die bei einem Standard geworden sind, sowieso diejenigen, die man pi mal Daumen zubereitet, oder? Weil das nunmal so ist und weil ich das auch gut so finde, lasse ich heute auch die genauen Angaben weg. Ich denke den Salat bekommt ihr auch so richtig lecker hin.





Omas Kartoffelsalat

Kartoffeln (schon am Vortag kochen)
Mayo
etwas Senf
kleine Gürkchen
Eier
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Gut, ich lasse euch nicht ganz im Dunkeln stehen: Ich hatte ca. 10 mittelgroße Kartoffeln, 1 TL Senf, ca. 2-3 EL Mayo (genau so viel, dass das ganze noch leicht zu unmatschig wirkt, aber trotzdem schon schlotzig ist) und 10 wirklich kleine Cornichons.


Mmmmhh, danke Oma, dass du immer so toll kochst und mir dieses Rezept verraten hast.

Kindheitserinnerungen

Passend dazu gibt es bei Sandra ein Event zum Thema "Kindheitserinnerungen". Dazu hat sie einen sehr schönen Post geschrieben, schaut mal bei ihr vorbei.

Frohes Schlemmen, eure TONI

11. Juli 2014

von Maissalat und Rote Bete-Aufstrich aka "Törtchen violette avec une salade de mais"

Mais. Kann sein, muss aber nicht!
Es sei denn wir reden von kleinen Maiskölbchen, die sind unschlagbar. Tun wir aber nicht!
Mais. Schnöder, stupider, kleinkörniger Mais. Aus der Dose. Nichtmal am Kolben.
Nichts könnte mich daran reizen. Ich würde ihn nur wegen der Farbe in einem Chili o.ä. verwenden.

Wieso bin ich also gerade absolut vernarrt in diesen Maissalat?

Maissalat mit Feta

kleine Version (trotzdem als Beilage für 4 oder für 2 Hungrige)

1 gelbe Paprika
1 kleine Dose Mais
1/2 Stück Feta
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 kleine rote Zwiebel, gehackt
gutes Olivenöl
hellen Essig (z.B. Balsamico oder Apfelessig)
Salz, Pfeffer
je 1/2 TL Chilipulver, Paprikapulver, eine Prise Currypulver
je 1/2 TL Oregano, Thymian, Majoran, Basilikum, n. Bel. Rosmarin

Viel ist nicht zu tun: einfach alles mischen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass Paprika und Feta in Maisgröße geschnitten werden, das gibt dem Salat seine Besonderheit.




Ah oui.... das Törtchen!
Erinnert ihr euch an die Vorstellung der Degustabox? Schaut doch nochmal auf meinem Blog nach oder seht sie euch auf degustabox.com/de an. Da war doch das tolle fit for fun-Vollkornbrot mit der Folsäure drin. Ja, das habe ich verwendet. Ich habe mit Dessertringen Kreise ausgestochen und diese dann abwechselnd mit dem Rote Bete-Aufstrich wieder in die Ringe hinein geschichtet. 

Hier das Rezept. Ich könnte mir vorstellen das nächste mal den Meerettich wegzulassen und ihn als Häubchen auf das Törtchen zu geben, damit es optisch mehr hermacht.



Rote Bete-Auftstrich

2 Kugeln Rote Bete, da hatte ich die verschweißten
eine kleine Handvoll (oder 100g) Sonnenblumenkerne
1 Zwiebel, gehackt
50 ml neutrales Öl oder eine Mischung aus Sojaöl und Olivenöl
1-2 TL Zitronensaft
etwas Salz und Pfeffer
1/2 TL Meerettich (oder nach Abschmecken mehr)
eventuell 1 EL Ahornsirup zum Süßen

Die Rote Bete kleinschneiden und mit Sonnenblumenkernen und der Zwiebel mixen. Restliche Zutaten ebenfalls untermixen und mit Meerettich und Salz und Pfeffer abschmecken.

Weil mich der Maissalat so umhaut, obwohl er so einfach erscheint, möchte ich ihn bei Ina einreichen.




Frohes Schlemmen, eure TONI

10. Juli 2014

Natürlich Fast Food - LEON {REZENSION}

Ich habe aufgehört Klebezettel in die LEON-Kochbücher zu kleben. Es ist sinnlos! Die Bücher sind toll, top, klasse, spitze, grandios! Sie bringen mich dazu, anders über das Essen und Kochen zu denken. Irgendwie vermitteln sie sowas familiäres, so eine Wärme, die man zu spüren scheint, wenn man das eine oder andere Gericht kocht. Man hat Lust mit einer großen Familie und vielen Freunden an einem Tisch im Garten zu sitzen und ein laues Sommerabendessen zu genießen. Ohne viel Chi chi, ohne den Drang alles perfekt anzurichten, ohne die interessantesten, ausgefallensten Lebensmittel zu präsentieren.
Einfach nur tolle Rezepte aus ganz normalen Zutaten. Alltagsküche eben. Und an Alltagsküche ist nichts Verwerfliches dran. Wir alle kochen schnell mal eben ein Gericht.

Auch wir Foodblogger übrigens. Denkt nicht, dass wir stundenlang in der Küche stehen, mit Dessertringen hantieren, Tuffs aufsprühen, Glitzerstaub verteilen und Lieder für unsere Pflanzen singen, damit sie besser gedeihen. Das tun wir nicht! Nicht immer jedenfalls. Und wenn, dann nur für euch! Für euch oder für Gäste. Höchstens mal noch zum Ausprobieren oder Familienmitglieder beeindrucken (das aber nur, wenn sich der Aufwand in Grenzen hält). Bei uns kommt auch mal ein Nudelgericht einfach auf den Teller geklatscht, wobei die Sauce nicht exakt mittig drapiert wird, wo auch mal eine Erbse vom Teller kullert oder der Kuchen aufgeplatzt ist. Wir haben eben einfach nur Angst, dass ihr unsere Fotos dann nicht ansprechend findet oder eben genau das Rezept nicht nachkocht, obwohl es doch gerade das beste des Universums ist. Hm, eigentlich ziemlich doof,  wenn man mal genau drüber nachdenkt. Aber ich schweife ab.

Um schnelle Küche geht es im LEON-Kochbuch "Natürlich Fast Food". Folgende Einteilung erwartet euch: Fast Food, Slow Fast Food und Bonus Features (also sowas wie Cocktails, Informationen zur Nachhaltigkeit, natürliche Ernährung usw.). Slow Fast Food meint dabei Gerichte wie Schmorbraten oder ähnliches, was sich gut vorbereiten bzw. einfrieren lässt.
Schmorbraten klingt für euch nicht so nach Fast Food? Für mich auch nicht.

Bei diesem Buch geht es eben um schnelles Essen statt um Fast Food im Sinne wie wir es umgangssprachlich verwenden. Das war es aber, was mich vorerst an dem Buch abschreckte: "Natürlich Fast Food". Hm. Ich hatte Angst vor einem kompletten dicken Wälzer (die Bücher sind wirklich schön dick, eine richtige Kochbibel. Diese hier hat knapp über 300 Seiten.) über gesunde Burger.
Wirklich, ich stellte mir vor, wie mich Seite für Seite andere belegte Brötchen anlachten, mal mit Grünkernbratlingen, mal mit Tofuscheiben, selbstgemachte Sauce statt Ketchup, Vollkornbrotvariationen von Toast Hawaii, Lasagne mit Zucchinischeiben als Nudelplattenersatz... Ich glaube ich kann hier aufhören. Ist ja auch nicht so. Das Buch ist vielseitig und meiner Meinung nach ähnlich wie LEONs Buch "Familie und Freunde". Es gibt aber keine Rezepte, die auch in dem anderen Buch zu finden sind. Das passiert ja einigen guten Kochbuchautoren manchmal. Haben die kein Vertrauen darin, dass man ihre Bücher so toll findet, dass man sich alle kauft? Und warum sollte man das tun, wenn man einige Rezepte schon hat.
Doppelte Rezepte sind hier aber nicht der Fall. Leckere Rezepte aber schon.
Zugegeben, ich überblättere gerne mal die Frühstück-Seiten. Das hat aber ganz eigene Gründe. Ich bin eben kein Fan von Smoothie, Müsli, belegtem Brot und Co. Auch Omelette zum Frühstück geht ja mal gar nicht! Aber das wiederum könnte ich ja mal zum Mittag machen. Das Frühstückskapitel ist zu meinem Glück aber nicht allzu lang, sodass ich n ach ca. 16 Seite genüsslich weiter im Mittagessen-Teil schmökern kann. Dieser beginnt mit vegetarischen Gerichten. Sie sind soweit vorn, weil "vegetarische Kost für uns inzwischen mehr und mehr das Herzstück eines guten Mittag- oder Abendessens ist. Dafür gibt es viele Gründe: ...". Es folgen Schnelle Suppen, Reis & Co., Fleisch als Beilage, Schnelle Currygerichte [Cool, dass das ein eigenständiges Unterkapitel ist, oder?], Corner Shop Classics und Vorratskammer-Klassiker [falls mal nichts weiter im Haus ist].


Besonders große Augen habe ich beim Kapitel Sommer-Quickies, bei den Grillgerichten bekommen. Da habe ich mir auch gleich so das ein oder andere für diesen Sommer vorgenommen. Erbsensalat zum Beispiel. Oder Sonnenschein-Salat.

Für mich wirkt dieses Buch sehr authentisch, da erzählt wird, von wem die Rezepte stammen, was damit verbunden wird und welche Abwandlungen bei dessen Erfindern selbst schon auf den Tisch kamen. Man bekommt das Gefühl die Autoren persönlich kennenzulernen, was mir sehr gefällt. Die Autoren sind übrigens Henry Dimberleby und John Vincent: uns vorgestellt als Koch und Esser.

Kritiker könnten bei diesem Buch bemängeln, dass die Gerichte zu einfach sind. Nunja, im Alltag kochen wir eben einfach. Und wenn wir etwas wollen, was in zwanzig Minuten (alles was länger dauert findet sich im Kapitel Slow Fast Food) fertig ist und wir jeden Tag vertilgen könnten, so ist das eben auch gern mal etwas Einfaches. Meiner Meinung nach muss nicht immer die Tonkabohne zum Einsatz kommen oder das Trüffelöl aus dem Schrank geholt werden. Dill und Schnittlauch tun es doch auch! Wir versuchen immer alle möglichen Kombinationen statt öfter die ehrliche deutsche Küche auf den Tisch zu bringen. Und kaum sind wir bei unseren Großeltern, finden wir sie wieder toll, die Erbsen- und Kohlgerichte, Kartoffeln und Suppen.
Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob wir dann dafür ein Kochbuch brauchen, weil wir durch unsere Begeisterung für`s Kochen schon so viel wissen, dass wir "einfache Erbsen" selber kochen können. Dagegen spricht aber einerseits die Raffinesse, die in der Abwechslung liegt (Spargel zum Beispiel mal nicht mit Hollandaise zu übertünchen, sondern mit Kräutern und Olivenöl zu arbeiten) und andererseits: Na und? Wenn es eben so ist, dass wir das alles auch ohne Rezepte kochen könnten: dann ist und bleibt dieses Buch einfach eine tolle Anregung was es denn mal geben könnte und welche Zutaten gut zusammenpassen.
Das wird im Buch ja selbst gesagt: Denken Sie in Farben,... überlegen Sie wie Gemüse mit verschiedenen Farben zu einer Speise kombiniert werden kann. ... Versuchen Sie es mal mit anderen Formen... Geben Sie Ihrem Gemüse den geschmacklichen Kick.  Wir werden also auch angeregt eigene Gerichte zu erfinden, die vorgegebenen nur als Basis zu nehmen. Genau das gefällt mir an Kochbüchern! So müssen sie sein und so würde auch eins von mir aussehen!

Zum Abschluss ein Zitat einer der ersten Seiten dieses Buches, was mir sehr, sehr gefällt:

Dies ist kein Bildband zum Anschauen. Wir woollen, dass es benutzt, verschmiert, hier und da eingerissen wird un dass manche Seiten später zusammenkleben.

Ich gestehe, das wird mich Überwindung kosten, aber ich versuche mich dran zu halten, obwohl ich eher der Typ bin, der seine Kochbücher ganz ordentlich haben will, weil es meine kleinen Schätze sind. Ein paar Kleckse sind doof. Wenn es dann aber ganz viele sind und wirklich einige Seiten zusammenkleben, so wie bei Omas alten Rezeptbüchern, dann finde ich das wieder cool, dann merkt man, dass damit gearbeitet wurde und die Rezepte darin ja demnach nicht so schlecht sein können.
Und deshalb denke ich, dieses Buch wird nach einiger Zeit bei mir verschmutzt im Schrank stehen. Denn ich schätze, ich werde es öfter benutzen. Bei den Rezepten kann man nämlich wirklich jeden Tag etwas aus diesem Buch kochen. Ich finde "Natürlich Fast Food" hat das Potenzial durchgekocht zu werden (nehmen wir das Frühstücks-Kapitel heraus, dann könnte ich euch sogar fast versprechen, dass ich es mache).



Henry Dimbleby, John Vincent
LEON Natürlich Fast Food. Ehrlich. Einfach. Gut.
Dumont Buchverlag
308 Seiten
200 farbige Abbildungen
EUR 29,99 
ISBN 978-3-8321-9368-3

Zum Reinlesen hierlang.


Ich finde es


Frohes Schlemmen, eure TONI

7. Juli 2014

Macadamianut Blondies mit weißer Schokolade und Aufstrich von Zuegg {VERLOSUNG}



Gestern war Tag des Kusses. Was ich dazu gebacken habe, möchte ich euch heute vorstellen. Es sind kleine Küchlein geworden, die Macadamiakerne enthalten. Ich habe mich gleich in die Kombination von weißer Schokolade und diesen leicht salzigen Nüssen verliebt. Wer von euch könnte da widerstehen?




Erinnert ihr euch noch an das Unternehmen Zuegg? Ich habe euch erst neulich einige Fruchtaufstriche vorgestellt [klick] und in der Zwischenzeit noch vier weitere Sorten ausprobiert. Es waren Himbeer, Waldfrucht, Brombeer und Pfirsich! Ich mag Pfirsich in Form von Aufstrich sehr gern. Ansonsten esse ich eigentlich nur Bergpfirsiche und die aus Opa`s Garten. Welche aus der Dose oder im Gebäck, geschweige denn getrocknete schmecken mir nicht. Die Aufstrichvariante hatte es also nicht leicht, denn sie musste sich mir großen Erwartungen messen. Es gelang ihr aber auf den Punkt! So muss ein Pfirsichaufstrich sein und der Tag kann nach einem schönen Frühstück starten!

Die anderen Sorten sind auch super. Brombeer mag ich zum Beispiel ganz besonders. Aber ich möchte noch etwas weiter auf Pfirsich eingehen, denn diese Sorte habe ich für die Macadamia-Schokoküchlein verwendet.

Diese Aufstrichlinie von Zuegg heißt "Cremosa" und hat demzufolge eine cremige Konsitenz. Soll heißen; keine Stückchen, sondern fein püriert. Ich liebe es Croissants in solche Fruchtpürees zu dippen. Lecker (dafür nehmt ihr am besten Himbeer)!

Das Ideale an einem stückchenfreien Pfirsichaufstrich ist, dass er sich super gut zum Apricotieren eignet.
Apricotieren ist das Abglänzen eines fertigen Gebäcks (meist Kuchen) mit Aprikosengelee. Ich mache das bei einigen Kuchen, die noch eine Schokoschicht bekommen sollen. Es kommt also einfach vor der Schokoschicht die Marmeladenschicht darüber. So ist der Kuchen eben und der Schokoüberzug wird gleichmäßig. Je nach Lust und Laune nehme ich dann auch gern mal Johannisbeergelee, zum Beispiel bei Sachertorten.
Nunja und mit Pfirsich schmeckt es eben auch super gut, gerade da ich Aprikosengelee nicht mag und es meist auch Stücke enthält. Keine Stücke, glatte Ebene, gelungener Überzug.


Hier das Rezept für die Blondies, die in Küchleinform doch schicker aussehen als vom Blech, oder?

für 12 mittelgroße

Macadamianut Blondies

100g weiße Schokolade, gehackt
100g Butter
je 50g Zucker und Rohrohrrzucker, 1 EL Vanillezucker
2 Eier
150g Mehl
1/2 Packung Backpulver
100g Macadamiakerne, grob gehackt
Cremosaaufstrich Pfirsich von Zuegg
30-50g gehobelte Mandeln
ca. 2-3 TL Puderzucker
Den Backofen auf 180°C vorheizen und je 2 Förmchen in eine Minisandwichkreis- oder Muffinform geben.
Butter und Schokolade in einem kleinen Topf erhitzen und kurz abkühlen lassen.
Eier und Zucker verrühen.
Mehl und Backpulver seperat vermengen und am besten noch sieben.
Jetzt die Schokobutter und Eimasse miteinander verrühren, danach Mehl und Nüsse unterheben.
Den Teig in die Formen füllen und je nach Größe und Backofenbeschaffenheit bei Umluft 15-20 Minuten backen (bei mir war es etwas länger).

Mandeln ohne Fett in einer Pfanne goldbraun erhitzen, dabei stets dabei bleiben und umrühren.
Den Fruchtaufstrich erhitzen und auf die halbwegs ausgekühlten Küchlein streichen. Gleich einige der Mandelblättchen darüberstreuen und mit Puderzucker bestäuben.
 


Die Cremosa-Aufstriche von Zuegg werden ausschließlich aus bio-zertifizierten Früchten und Rohrzucker sowie Pektin hergestellt. Ich finde diese Nähe zur Frucht, wie sie bei Zuegg generell vorherrscht super! Seit 1890 gibt es das Unternehmen, also länger als ich Aufstriche essen kann, allerdings lässt sich das bei diesem Geschmack schnell aufholen.

Habt ihr auch Lust auf die Macadamia-Schokoküchlein und die Aufstriche bekommen? Gut so, dann schaut  mal auf meiner Facebookseite vorbei, denn ich verlose dort 3x1 Aufstrich eurer Wahl der Sorten Himbeer, Waldfrucht, Brombeer oder Pfirsich Cremosa von Zuegg.


Frohes Schlemmen, eure TONI
 
design by copypastelove and shaybay designs.