17. Oktober 2014

Pornotipp der Woche

Die Woche schon fast wieder um und der Suffi hat noch nicht zu euch gesprochen. Na dann mal los, denn heute wird es modern. Starten wir mal mit nem Foto.


Na was ist denn das?
Aphrodisierender Wein?
Unseriös gekaufter Wein?
Überhaupt Wein?
Und wer ist der Mann mit Hut bitteschön?
 
Definitiv kriegst du so deinen Liebsten zum Wein trinken!
Definitiv noch nach deiner Party DAS Thema!
Geiler Name!
DAS IST PORNO!
 
Hinter dem Namen versteckt sich ein Wein, der eine Zusammenstellung aus Portugieser und Dornfelder ist. Ein Rotwein also. Ein toller! Er schmeckt außergewöhnlich gut! Generell stehe ich nicht so sehr auf deutsche Weine - auf die roten sowieso schon mal nicht sehr. Meist zu trocken, zu staubig, zu altbacken.
Dieser Wein vom Mann mit Hut, Lukas Krauß heißt er, gefällt mir aber absolut! Geiler Geschmack:) Seine Farbe: rubinrot, sein Etikett aufreizend aber doch stilvoll - das geht auch auf dem Tisch von Opa`s 90 - sogar wenn Oma danebensitzt: Schön in schwarz-weiß gehalten kuscheln sich zwei Femme Fatale an die Trauben des pfälzer Weingut Krauß.
 
Geschmack und Co. sehr fruchtbetont, aber nicht ins Fruchtwein-Typische gehend, sprich: nicht so sirupig. Weiches Mundgefühl.
 
Wie kommt Lukas denn auf sowas? Da war mal wieder Facebook: der Lukas postet da: "Sowas sollte man mal füllen" unter ein Foto von nem Dornfelder-Weinfass, dass witzigerweise mit PORNfelder beschriftet war (was die Azubis halt immer so anstellen, tss, tss). Und schon hatte Lukas einen Auftraggeber, der genau das unterstützte. Yay, ich find`s gut! Willst du noch mehr erfahren, dann klich mal hier und schau dir das Video an.
 
Einerseits will man nach jedem Glas ein neues einschenken, andererseits möchte man sich den guten Tropfen aufheben. Ich habe mich nach zwei Gläschen dazu durchgerungen, den Genuss zu konservieren und für den Weinabend eine Woche später aufzuheben.
Weinkenner tippen sich jetzt garantiert an den Kopf! Geöffneten Wein trinkt man doch nicht erst nach einer Woche weiter!

Nunja, es ist eben kein Rum, der als halbe Flasche mal eben ein viertel Jahr im Keller gelagert werden kann! Nein, es ist Wein! Ich habe auch immer gedacht: Alkohol ist Alkohol und wird nicht schlecht, also Flasche wieder zugeschraubt oder verkorkt und weitergetrunken, wenn man mal wieder Lust drauf hat! Ähhmmmm... Wein verliert doch Geschmack!

Aber wenn ich das weiß, wieso warte ich dann ne Woche?
 
TJA: ich habe den winesaver! Oh ja, das ist ne ganz tolle Sache. Der konserviert euren Wein wieder! Ideal für leckere Tropfen, besondere Weine und preisintensive Flaschen!
 
 
Schon für 39,90€ bekommt ihr das Winaro Winesaver® Set mit:
  • Original Winaro Winsesaver
  • 1 original Winegaz®-Patrone
  • Geschenkbox aus Aluminium
  • praktische Gebrauchsanweisung

  • Der Inhalt der Winaro Winegaz®-Patrone reicht nicht nur für ein Mal Wein-Sichern, sondern für ca. 15+ Anwendungen. Ist das nicht genial? Ich finde die Investition schon sehr lohnend. Gerade, wenn man edle Weine trinkt, aber nicht immer austrinken oder stehen lassen möchte. Auch wenn man, wie ich, sich gerade erst an Weine herantestet und vielleicht doch mal einen teuren Wein nicht so mag, ihn aber gerne jemandem weitergeben möchte.
Klappt bei Schraubverschluss- sowie bei Korkenflaschen!
 
Ich hab`s probiert und meinen PORNFLEDER wieder verschlossen. Es hat super geklappt und war einfacher als ich dachte! Einfach der Anleitung folgen und mit dem aktiviertem Winesaver eine Sekunde auf die Flaschenöffnung drücken. Kurzes Zisssscccccccchhhhhhhhh abwarten und Flasche wieder wie gewohnt verschließen (ich: Deckel wieder draufgeschraubt). Jetzt muss nur noch der Geschmack halten, was der Winesaver verspricht. Ob das dann klappt, berichte ich euch später noch einmal. 


16. Oktober 2014

Herbstliche Kartoffelsuppe mit Degustabox-Zutaten

Oh, da hab ich total was verpennt.
Eigentlich stell ich euch ja immer gern die Degustabox vor. Und diesmal kann ich euch nur noch ein Rezept anbieten, was ich mit der leckeren Kabanos von Haudek und dem Kotányi-Pfeffer gemacht habe.
Das liegt daran, dass die Box diesmal total, aber wirklich TOTAL meinen Geschmack getroffen hat. Die war so genial, dass ich alles aufgefuttert habe, ohne vorher Fotos für euch zu machen. Dafür könnt ihr aber hier sehen, was alles drin war. Und nebenbei genießt ihr einfach eine herbstliche Kartoffelsuppe mit der leckeren Kabanos. (Die war auch genau nach meinem Geschmack, weil sie eine Kabanossi ist, die nicht zu hart knackt, sondern sich eher weich, aber doch bissfest futtern lässt. Der Geschmack ist auch toll: würzig, aber nicht zu doll. Ideal - passend als Einlage für einen warmen Eintopf!)
 
Die Kabanos könnt ihr gestückelt oder auch im Ganzen in die Suppe geben. Im Ganzen am besten, wenn es Vegetarier gibt, die dann auf die Wurst verzichten wollen - und gestückelt, wenn alle gerne bei jedem Löffel den Geschmack mit dabei haben wollen.
 

 
 

Herbstliche Kartoffelsuppe

für 4 Personen als Hauptgang
  • 2 Karotten
  • 6-8 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 kleine Stange Lauch
  • eine Packung Kabanos (oder mehr wenn p.P. eine gerechnet wird)
  • Salz, Kotányi-Pfeffer
  • ggf. Gemüsebrühepulver
  • Petersilie
  • Balsamicocreme und / oder Worchestershiresauce
Die Karotten und den Lauch in Ringe schneiden, Kartoffeln schälen und vierteln. Salzwasser aufsetzen und wenn dieses kocht, die Hälfte der Karotten und die Kartoffeln darin garen, bis sie sich zerdrücken bzw. pürieren lassen.
Wasser grob abgießen, aber noch ca. eine Tasse davon im Topf lassen.
Kartoffeln zerstampfen und kurz anpürieren, damit auch die Karotten breiig sind, aber trotzdem noch etwas stückig sind.
Suppe mit restlichem Gemüse nochmal aufkochen, ggf. mit Gemüsebrühe immer wieder nachgießen, damit die Suppe nicht zu matschig wird.
Dunkelgrüne Lauchstücken entfernen, wenn die Karotten bissfest gegart sind und dann alles nochmal leicht anpürieren. Wurst (ggf. gestückelt) in die Suppe geben und mit Salz, Pfeffer, Worchestershiresauce abschmecken.
Mit Petersilie und nach Belieben Balsamicocreme garniert servieren.
 
 
 
 

9. Oktober 2014

Weintipp der Woche

Heute geht es an die roten... Ich habe für euch (und mich natürlich;) einen Wein getestet, der eine wahre Geschmacksexplosion verspricht. Davon gehe ich jedenfalls aus, wenn auf dem Etikett "Mouth bomb" steht. Der muss ja schon etwas besonderes sein, vermutet man. Und auch optisch unterscheidet sich das Etikett doch sehr von den anderen Weinen, die man in der Weinwelt so kennt. Es hat etwas von Graffiti-Style auf dem Untergrund einer Hauswand. Jedenfalls so, dass es schon auf sich aufmerksam macht und man diesen Wein sicherlich nicht unbeachtet lässt. Zumindest schaut man doch mal genauer hin, was denn da eigentlich in der Flasche sein soll.
 
Es ist ein unfiltrierter Wein mit einer rubinroten Farbe. Dunkle Früchte und Kirsche sowie Tabak soll man herausschmecken können. Scheint also zu Käse zu passen. Das trifft sich gut, denn ich will ihn unter Freunden trinken und dabei kein aufwändiges Gängemenü kochen. Mein Vorhaben ein Buffet zu erstellen, brauche ich also nicht mehr umwerfen.
 
Der Wein kommt aus Italien, der Toscana. Bei der Rebsorte haben wir es mit sehr vielen zu tun, das macht mich skeptisch. Kann denn sowas nicht schnell in die gepanschte Richtung gehen? Cabernet Sauvignon, Ciliegiolo, Colorino, Merlot, Syrah, Grenache, Sangiovese - fast alles Sorten, die mir einzeln eigentlich sehr gut schmecken (bis auf Ciliegiolo und Colorino, die mir noch gar nichts sagen).
 
Obwohl der Wein als trocken beschrieben wird, ist er dafür doch ziemlich süffig, was ich so nicht erwartet hätte. Ich würde sagen, dass er gerade für mich gut geeignet ist, da ich ja nicht mehr so auf allzu schwere, trockene Rotweine stehe und eher die fruchtige, eben süffige Variante mag. Vielleicht gibt es auch andere Weißweinliebhaber, die an Rotwein nicht (mehr) so herankommen. Oder, wie man ja gerne sagt, dass Frauen eher süße Weine trinken, die nicht den Mundraum so staubig austrocknen, ... vielleicht ist genau der Wein für diese Gruppe Weintrinker perfekt als Rotwein.
 
gehobenes Weinblabla am Rande: Dieses Gefühl, dass sich im Mund alles zusammenzieht, wenn der Wein allzu trocken ist, hat sicher jeder Weintrinker schon kennengelernt. Man bezeichnet den Wein dann als adstringierend.Der Mundraum wird plötzlich staubtrocken und fühlt sich pelzig an. Verantwortlich dafür sind die unreifen/ grünen Tannine, die man in Kernen und Stielen, also den grünen Teilen der Traube vorfindet. Diese Tannine reifen während der Weinlagerung. Nach und nach verleihen sie dem Wein Fülle und machen ihn somit als reifen Wein immer weniger adstringierend.
     
Für 10,90€ könnt ihr Mouth bomb bei geileweine.de ergattern. Dort gibt es übrigens ab 50€ Einkaufswert den Versand gratis. Dafür müsst ihr nicht gleich 5 Flaschen Mouth bomb kaufen. Wenn ihr euch einfach mal auf der Seite umseht, merkt ihr nämlich schnell, dass noch ganz viele andere Sachen total interessant sind. Zu meiner Weinflasche hat sich noch der Amato Gin gesellt. Ja, richtig erkannt; es gibt nicht nur Wein bei "Geile Weine" zu kaufen. Ihr findet in der Kategorie "Keine Weine" noch Vodka, Likör, Obstbrand, Geist und Rum. Weitergeshoppt werden darf auch noch mit der wilden Susi, einer Weinschorle, die auch wieder durch ihr Etikett auf sich aufmerksam macht. Das ist bei vielen Getränken hier so. Ich zeige euch mal noch eine kleine Auswahl, damit ihr wisst, was ich meine.
 
 
 



 
 

8. Oktober 2014

Drei gute Dinge {schon wieder eine REZENSION}

Hast du auch manchmal das Gefühl, beim Kochen in einer Routine festzustecken, dass das Rezept-Repertoire abgenutzt ist?
Tja, da hast du`s! Es geht nicht nur dir so!
Aber sich jetzt extra exotische Zutaten einfliegen zu lassen, unbekannte Fischsorten und die gruseligsten Wiesenkräuter zu braten, willste auch nicht, oder?
Was also tun, um trotzdem Abwechslung in Küche und auf Teller zu haben? Die Antwort: mit einfachen Zutaten experimentieren. Es dabei nicht zu übertreiben. Meist reichen drei verschiedene Komponenten, die, genial kombiniert, ein wahres Festessen darstellen können.
Sicher kann das Experimentieren auch mal nach hinten losgehen -  darum heißt es ja auch Experimentieren. Aber als Hilfe könnt ihr euch ja das Buch "Drei gute Dinge auf dem Teller" zur Hand nehmen. Es geht Hugh Fearnley-Whittingstall in seinem Kochbuch nicht darum, dass exakte Rezepte, mit grammgenauen Angaben erlernt und nachgemacht werden sollen. Im Gegenteil. Er gibt uns Anregungen, läd uns dazu ein dem Essen unsere eigene Handschrift zu verpassen und es einfach nicht zu übertreiben. Dabei bestehen seine Einkaufslisten natürlich nicht nur aus drei Zeilen mit jeweils einer Zutat. Gewürze, Öl und das ein oder andere kleine Kraut gesellen sich schon noch mit dazu. Er selbst schreibt dazu: "Wir sollten die Sache locker und mit Humor angehen. Etwas Mogeln und Zurechtbiegen gehört unbedingt dazu."
  • auf knapp über 400 Seiten finden wir
    • Salate
    • Vorspeisen und Suppen
    • Snacks und Beilagen
    • Gemüse-Trios
    • Fisch
    • Fleisch und Gemüse
    • Pasta, Reis und Co.
    • Frucht
    • Leckerei
und einen Vorschlag zur Grundausstattung im Vorratsschrank.
 
Warum ich euch das Buch vorstelle ist nicht, weil Routine und Langeweile in meine Küche eingezogen ist, sondern vielmehr weil es genau das ist, was ich eigentlich auch immer bei meinen schnellen Abendessen und Co. mache: wenig (meist Drei) Zutaten zu kombinieren und ein leckeres Gericht damit auf den Teller zu bringen. Blumenkohl, Tomaten, Karpern könnte von mir sein. Das koche ich so oft und in verschiedenen Abwandlungen. Auf den Teller kommt es mal warm, mal kalt, mal mit Oliven, mal ohne. Räucherfisch, Lauch, Kartoffel -  ebenfalls lecker!
Dann gibt es aber auch wieder Kombinationen, die mich einfach begeistern, weil ich eben nicht mal so einfach darauf gekommen wäre - die ich mir aber unglaublich gut vorstelle. Beispielsweise Hummer, Gurke, Apfel oder Krebs, Erbsen, Chorizo und Muscheln, Lauch, Cidre. Das sind auch die Gerichte, die in den kommenden Tagen auf meinem Teller landen werden. Ihr merkt schon, ziemlich Meer-lastig. Genau das Fisch-Kapitel ist es aber in diesem Buch, was es mir total angetan hat! Und es beginnt auch noch mit den Worten, die ich besser nicht hätte wählen können: Ich mag Fisch. Ja, lieber Hugh, den mag ich auch. Und dein Buch. Vielen Dank dafür, es ist wirklich toll!

Fazit: 4,5 von 5 Punkten und meine Kaufempfehlung!

http://www.at-verlag.ch/buch/978-3-03800-792-0/Hugh_Fearnley-Whittingstall_Drei_gute_Dinge_auf_dem_Teller.html


Hugh Fearnley-Whittingstall
Drei gute Dinge auf dem Teller
180 Rezepte aus dem River Cottage
AT-Verlag
ISBN: 978-3-03800-792-0
Umfang: 416 Seiten
Preis: 24,90 €
 
Schaut mal in euer Rezeptrepertoire: ganz unbewusst sind da sicher auch viele Rezepte mit drei Hauptzutaten. Was ich noch probieren will, weil es ganz toll klingt ist Rote Bete, Mozzarella, Balsamico. Einfach mal die Tomate gegen die Bete ausgetauscht. Ist sicher lecker!

Italien vegetarisch {REZENSION}

Es ist mal wieder ein neues Buch bei mir eingekehrt. Ein richtig, richtig tolles! Beim ersten Durchblättern wunderte ich mich.
Es gibt eine Einteilung entsprechend der Jahreszeiten, beginnend mit Frühling. Soweit nichts besonderes. Es finden sich weitere Unterordnungen, nämlich
  • http://www.cbv.at/Buch.aspx?buch_id=123790
    Antipasti, Pane, Pizza
  • Suppen, Pesto
  • Salate, Gemüse
  • Pasta, Polenta, Reis
  • Süsses
Ich mag es total, wenn Kochbücher so oder ähnlich eingeteilt sind. Ich brauche eine strukturierte Übersicht. Zumindest um etwas wiederzufinden. Nicht um zu stöbern. Aber wiederfinden möchte ich hier schon das ein oder andere, denn bei unzähligen Klebezetteln sieht man am Ende auch nicht mehr richtig durch. Obwohl ich sie schon immer farblich verwende. Das habe ich mir angewöhnt, um gleich Desserts zu finden, wenn ich Desserts finden will und Hauptgerichte, wenn ich Hauptgerichte suche.
Jetzt aber zu dem Ungewöhnlichen: Ich wunderte mich, dass das letzte Frühlingsrezept schon auf Seite 56 zu finden war. Gut, da dachte ich mir noch nichts weiter dabei und blätterte die Sommergerichte durch, die wie alle Kapitel durch ein schönes doppelseitiges Foto eingeleitet werden. "Estate" steht unter "Sommer", "Autunmo" unter "Herbst". Das macht den italienischen Charakter des Buches gleich authentischer.
Das letzte Sommergericht fand ich auf Seite 104. Was ist denn hier los? So dünn ist das Buch doch gar nicht und mit Beginn der ersten Herbstseite müsste ich doch so ungefähr in der Mitte des Buches angekommen sein.
War ich aber nicht.
Wie die Frühlings- und Sommergerichte, sind die Herbst- und Winterrezepte ebenso ansprechend mit einem ganzseitigen Foto dargestellt. Es sieht alles so köstlich aus, man möchte sich in diese Bilder hineinbeamen und einfach etwas mitnaschen.
Wieder ca. 50 Seiten für die jeweiligen Jahreszeitengerichte.
Und dann verstand ich es: ein fünftes Kapitel folgte. Bloß gut keine langweiligen Erklärungen, unbebilderte Saucenrezepte oder italienische Zutateninformationen! Sowas hätte mich jetzt doch schon sehr gestört, war ich doch gerade im kulinarischen Schlabber-Sabber-Himmel!
Und ich konnte mir weiter die Lippen lecken und meine Augen groß aufreißen!
Das nächste Kapitel heißt "Jederzeit" und dafür bekommt das Buch aber mal sowas von ein dickes Däumchen! Denn es ist genau das, was mich bei solchen nach Jahreszeiten eingeteilten Büchern immer gestört hat: dass sich jedes Gericht irgendwo unterzuordnen hat und demnach ja auch die Rezepte irgendwo reingestopft wurden, die eigentlich Allrounder sind. Dann gucke ich die Tage vielleicht nur bei Herbst, weil nunmal gerade Oktober ist und verpasse vielleicht mein Lieblingstiramisù, weil es ja mit in den Frühling gerutscht ist (oder vielleicht würde ich es eher im Winter vermuten).
Das ist auch die Sache, die ich mir schon manchmal überlegt habe, sollte ich mal ein Buch schreiben wäre bisher die Frühling-Sommer-Herbst-Winter-Variante nicht infrage gekommen. Aber scheinbar ist da ja doch noch ein Kompromiss möglich.
 
Was es leckeres gibt:
  • Gemüselasagne
  • Sizilianische Caponata
  • Polenta mit Steinpilzen
  • Kürbisrisotto
  • Casoncelli mit Roter Bete
  • Mandel-Schoko-Kuchen
  • Dinkelsuppe
  • Konfierte Kirschtomaten
  • Pizza napoletana
  • Reiskroketten
  • Acquacotta
  • zweierlei Pesto

Fazit: Geb ich nicht mehr her!
5 von 5 Punkten. Top!


ISBN: 978-3-85033-806-6                   Preis: 34,90 €
Erscheinungsdatum: 1. September 2014    
Brandstätter Verlag              

2. Oktober 2014

Herbst ist toll, Sommerkräuter selten: mein Tipp für frische Kräuter und GEMISCHTE PILZPFANNE NACH ART DER SILA-HOCHEBENE

Herbst ist doch irgendwie toll! Gerade, wenn es so ein goldener ist wie dieses Jahr! Ich finde es super! Buntes Laub, bronzeschimmernde Sonnenstrahlen und farbenfrohe Weinreben! Herrlich!
 
Der Herbst hat aber auch die kälteempfindlichen Kräuter aus dem Garten verschwinden lassen. Die meisten kochen zwar sowieso gerne mit dem, was die Jahreszeiten hergeben (überprüft das mal bei euch, man macht es ganz unbewusst), aber Basilikum, Petersilie und Schnittlauch kann man dann doch schon manchmal vermissen. Dann geht man eben in die Kaufhalle und holt sich einen kleinen Kräutertopf.
Tja, denkste! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig es ab und an ist, gerade Basilikum und Minze zu bekommen. Aber wie mache ich dann meinen Hugo und Mojito ohne Minze? Oder meine Caprese ohne Basilikum?
Wirklich, ich bin schon öfter so lange durch die Stadt gelaufen und überall waren diese Kräuter nicht geliefert oder eben ausverkauft (ich wohne momentan ja nicht mehr in Berlin, da sähe es ja vielleicht noch anders aus).
 
Die Lösung habe ich neulich mit Spiceboxx entdeckt und wollte sie denjenigen unter euch, die auch in einem kleinen kräuterfreien Nest wohnen, einfach mal vorstellen. Klickt also mal hier, wenn ihr frische Kräutertöpfe mit knackigen, grünen Blättern direkt zu euch nach Hause geliefert haben wollt.

Ich habe von meinen Kräutern auch Fotos gemacht - allerdings ohne eine Speicherkarte in der Kamera zu haben:) Deshalb müsst ihr euch jetzt mit den Pilzpfannen-Fotos begnügen. Dafür gibt's aber auch gleich das Rezept mit dazu.
 


 
 
 



Gemischte Pilzpfanne nach Art der Sila-Hochebene

das Rezept nach "La cucina" vom Callwey-Verlag
 
  • 500g Champignons (gerne auch gemischt mit Pfifferlingen und/ oder Steinpilzen)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200g Tomaten
  • 1/2 rote Chilischote
  • 1 Prise getrockneter Oregano
  • frisches Basilikum, gezupft
  • 1EL frische, fein gehackte Petersilie
  • Salz
  • n. Bel. saure Sahne (als Dip)
Pilze putzen und nach Belieben klein schneiden (ich habe sie im ganzen gelassen und nur einige halbiert). Öl erhitzen und den Knoblauch (in Scheiben) anschwitzen. Nun die Pilze hinzugeben. Nach 10 Minuten die Tomaten dazugeben, nach weiteren 5 Minuten etwas andrücken (ich habe einen Kartoffelstampfer dazu genommen) und mit den restlichen Zutaten würzen. Dabei erst ganz am Schluss mit Salz abschmecken.
 
Varianten: mit Rotwein oder Marsala ablöschen.
Eventuell mit Parmesan bestreuen, aber ich finde Saure Sahne als Dip dazu viel besser!
 
Dazu passt: Pasta, Reis oder frisches, noch warmes Baguette, mmmhh! Auch sehr lecker auf Salat (z.B. eine Feldsalat-Rucola-Mischung).
 
 
 
 

1. Oktober 2014

Weintipp der Woche

Wenn ihr mich kennt, habt ihr vielleicht schon mitbekommen, dass ich auf den Wein gekommen bin. Ich mochte schon eine ganze Zeit lang Wein. Das war aber überwiegend roter. Seit einem halben Jahr etwa zieht es mich aber eher in die Weißweinrichtung. Komisch, man würde doch eher vermuten, dass Frauen lieber Weißwein trinken und später dann erst auf den Geschmack von rotem kommen.
 
Wie auch immer bin ich ja jedenfalls der Typ, der sich nicht zufrieden gibt, wenn der Wein nicht genau das trifft, was ich mir vorstelle. Also ich meine... ich gebe mich schon damit zufrieden und trinke ihn gerne, allerdings suche ich dann noch weiter und kaufe eben das nächste Mal eine andere Flasche, in der Hoffnung, dass sie eher nach meinen Geschmack ist.
Somit lernt man seinen eigenen Geschmack besser einzuschätzen und die Beschreibungen des Weins einzuordnen. Was versteht ein Anfänger schon unter "Säure", "fruchtig" oder gar "würzig"?
 
Am besten ist es, wenn man ein Weindepot kennt, wo man den Wein probieren darf. Leider geht sowas nicht in Kaufland und Co. Auch bei Onlineshops gestaltet sich das Testen vor dem Kauf schwierig;)
 
Wie gut, dass ihr mich habt;) Ich teste gerne einige Sorten Wein für euch. Rot, rosé, weiß, Schaumweine, Likörweine und und und. Ich versuche dabei, kein kennerisches Bla Bla an den Tag zu legen, denn Kenner bin ich nun weißGott nicht. Nein, ich bin Genießer und darauf kommt es auch in erster Linie beim Weintrinken an. Habt Spaß daran und fühlt euch nicht unbehaglich, nur weil ihr das Glas nicht so schwenkt und die Worte nicht so wählt wie euer Nachbar.
 
 
Beginnen wir die wöchentlichen Weintipps also heute.
Da habe ich für euch nämlich den Wein von 3 genauer unter die Lupe genommen. Die "Drei" sind Christian, Alexander und Heiko. Zwischen 1969 und `82 geboren geben sie eine bunte und gute Mischung für das eigene Weingut: Hotelier und Schlosseigentümer, gelernter Weinküfer und gelernter Winzer im Dreiergespann.
Mit 2014 verzeichnen die "Drei" den dritten Weinjahrgang. Über die Geschichte ab 2009 wird man auf der Website hier sowie spezieller auf dem Weingutblog auf dem Laufenden gehalten.
 
Keine Anonymität: hier siehst du, wer deinen Wein macht. Die drei Weinmacher im Bild.
 
Vom Weingut könnt ihr euch momentan 7 verschiedene Sorten Flaschenwein nach Hause schicken lassen. Mit dabei sind unter anderem der Perlwein Petrini, der Antonio Petrini seinen Namen verdankt, der Weißwein Wolf jr. und der Melusine (ein halbtrockener Rotling) - das sind auch die, die ich für euch unter die Lupe genommen habe (bzw. folgt der Rotling, also Roséwein,  erst noch).
 

Wolf jr. - Weißwein

 
WolfmPÜber den Weißweincuvée sagt Christian: Unser Weißweincuvée wurde nach dem Erbauer von Schloss Zeilitzheim, Philipp Gaston Wolf von Wolfsthal, benannt. Er hatte das vorherige Anwesen von seinem Vater geerbt und das heutige Schloss gebaut. Jr. heisst unser Wolf, weil er das genaue Gegenteil eines “alten” und komplexen Weines ist. Ganz große Fruchtaromen kombiniert mit feiner Säure machen ihn einfach zugänglich und verkörpern die jugendliche Leichtigkeit dieses Trinkweines, der bei Partys mit Freunden der perfekte Begleiter ist, aber auch allein zu Hause Spaß macht.
 

Was?

Dieser Cuvée (ich sage immer "der", aber ich glaube es heißt die Cuvée), ist der erste Wein, auf den ich mich gestürzt habe. Die Bezeichnung Cuvée  kennzeichnet, dass der Wein eine Mischung verschiedener Rebsorten ist. Somit kann man dem Wein verschiedene Eigenschaften geben, ihn also komponieren (klingt toll, oder? besser als einfach nur: Weinverschnitt herstellen;)
 

Womit?

Den Wein habe ich an einem Abend getunken, als ich Lust darauf hatte. Dafür habe ich nicht extra Fisch gekocht, der ja bekanntlich ein guter Weißweinbegleiter (oder eher andersherum: der Wein ein guter Fischgerichtbegleiter) ist, sondern das Schwarzwurzelrezept ausgepackt, was ich euch hier schon vorgestellt habe und einen Salat zubereitet. Dazu noch eine Thunfischpizza mit Bergkäse überbacken (hey, da ist ja doch noch was mit Fisch!) und Pilzpfanne (ihr ahnt schon, es saßen noch mehr am Tisch). Die Rezepte folgen übrigens noch. 
 


 

Geschmack?

Zu meinem Abendessen hat er ganz perfekt gepasst. Der Wein ist nicht schwer (das meint Christian wohl mit dem Gegenteil von "komplex" und hat nur wenig Säure. Das gefällt mir sehr, denn ich bin eher der Typ, der säurearme Weißweine mag- soviel habe ich schon einzuschätzen gelernt. Und nun kommt es: der Wein ist eine wahre Fruchtbombe! Damit meine ich nicht den Vitamingehalt oder sonstiges;) Es ist einfach Wahnsinn, was man aus einem Weißwein herausholen kann. Noch nie habe ich es erlebt, dass ich wirklich so starke Frucht geschmeckt habe. Es erinnert an Frühling, an Sommer, an Freude! Somit passt der Wein auch super zu lauen Abenden (und ein paar haben wir ja gerade noch davon), die man mit Freunden auf der Terrasse genießen kann, was sich sicher auch gut anbietet, denn ich denke keiner wird den Wein verschmähen. Auch die Männer werden sich ein zweites Glas gönnen wollen, obwohl ich ihn schon als Frauenwein durchgehen lassen würde.
 

Petrini - Perlwein

Petrini Wein von 3Was?

Der Petrini ist ein Perlwein, quasi ein Zwischending von Sekt und Wein. Er prickelt, aber nicht zu doll. Stellt es euch wie bei Mineralwasser vor: medium statt sprudelig.
 

Womit?

Einfach pur. Oder mit ein paar Erdbeeren und Pralinchen zwischendurch.
 

Geschmack?

Super. Perlwein mag ich und dieser ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Nicht zu viel Säure, nicht zu wenig Frucht und dabei aber ein "schöner Körper", wie man so schön sagt. Sekt finde ich da manchmal zu "dünn", irgendwie auch herb. Der Petrini ist aber gut ausgeprägt. Ich mag ihn und ich glaube er wird der einzige männliche Begleiter (Antonio Petrini war übrigens fränkisch-italienischer Baumeister) sein, der noch bei einigen Mädelsabenden dabei sein darf.
 
 

Was noch?

Hier will ich den Post nicht einfach so enden lassen, denn ich habe noch einen kleinen Geheimtipp für euch.
Ich liebe Federweißer und gerade ist ja die entsprechende Zeit dafür. Ihr wisst schon, das sind die Flaschen, die man quasi nach Hause balancieren muss, weil sie einen Gärverschluss haben, also einen Deckel, der nicht komplett verschließt und somit das Getränk sprudelnd quasi aus der Flasche explodieren lässt, wenn man die Flasche auch nur ein bisschen zu schräg halt. (Macht es meiner Schwester nicht nach, die eine solche Flasche an der Kasse erstmal auf das Band gelegt hat legen wollte.)
 
 
 
Federweißer (oder "Bremser" oder auch "Federweißen") haben die Jungs von "Wein von 3" dieses Jahr auch hergestellt. Premiere! Diesen könnt ihr am 5. Oktober vor Ort verkosten, denn es gibt im Schloss ein Federweißenfest. Ist das nicht genial? Ich kann leider nicht dorthin, aber wenn ihr geht, sagt mir unbedingt bescheid, wie es war, wie es geschmeckt hat und ob der Zwiebelkuchen von Heiko wirklich so lecker war, wie er sagt;)
Stängli und Schmalzbrote sind auch mit am Start.


 
Das Weingut Wein von 3 hat seinen Sitz im Barockschloss Zeilitzheim, zwischen Volkach an der Mainschleife und Gerolzhofen, dem Tor zum Steigerwald gelegen.
 
design by copypastelove and shaybay designs.