13. August 2014

California dreamin' : Rote Goldene Bete Carpaccio mit Trüffelöl und Champagner-Vinaigrette an Feldsalat und Ziegenkäse

Auf einen kalifornischen Markt würde es mich ja auch mal ziehen. Diese Farben, dieses Angebot! Kein Wunder, dass auch die Küche Kaliforniens von frischen Zutaten aus regionalem Anbau lebt! Gerne würde ich mich einmal in das Getümmel beim Farmer`s Market begeben. Das ist ja der Markt. Total eindrucksvoll! Entlang der Santa Barbara Street leuchten die Farben von Kräutern, Avocados, Kürbissen oder Meeresfrüchten was das Zeug hält! Einkaufen, probieren und Zubereitungstipps der freundlichen Farmer ergattern, das stelle ich mir gut vor!

In Kalifornien gibt es die Goldene Bete, ähnlich der englischen "Burpee`s Golden". Beide sind in Deutschland nicht so leicht zu bekommen. Wahrscheinlicher ist dann schon die italienische Chioggia-Bete (tonda di chioggia). Sie hat eine leuchtend rote Schale und ihr Inneres zeigt weiße Ringe auf rotem Fleisch. Na, ihr kennt ja die rote Bete.
 
Ich habe diesmal beide bekommen. Der Weg in den Großmarkt hat sich also gelohnt!
Beim Carpaccio sah das dann abwechselnd angeordnet natürlich super aus! Und geschmeckt hat es auch!
 


Damit der Geschmack richtig hervorkommt und die Farbe erhalten bleibt, nehmt ihr Bete-Knollen, die ihr im Ofen selbst gart. Bei 180°C auf einem mit Alufolie ausgelegten Backblech. Vorher gut abwaschen, abtupfen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz würzen. Je nach Knollengröße 50 bis 60 Minuten im Ofen lassen.
 
 
 
Mit den fertigen Knollen geht es dann weiter:
 

Zweifarbiges Rote Bete Carpaccio
mit Feldsalat und Ziegenkäse

Den Käse krümelig hacken, Salat waschen und trocken schleudern.
Die abgekühlten Bete schälen, in dünne Scheiben schneiden und anrichten.
 
Für die Vinaigrette Schalotte, Senf und Essig vermischen, nach und nach den Sekt und einige Tropfen Trüffelöl unterrühren. Salzen und pfeffern und anschließend Olivenöl und einen Teil Schnittlauch zufügen.
 
Die Vinaigrette vorsichtig (eventuell mit einem Pinsel) über der Bete verteilen. Ziegenkäse und restlichen Schnittlauch darauf verteilen.
Feldsalat mit der restlichen Vinaigrette locker vermischen und auf oder neben der Roten und Goldenen Bete anrichten.
 
Eventuell mit essbaren Blüten garnieren.
 
Zutatenliste:
  • je 2 Knollen (200g) Rote und Goldene Bete
  • 2 EL Olivenöl
  • grobes Meersalz
  • 125g Ziegenkäse
  • 100g Feldsalat
  • essbare Blüten
  • 1 kleine Schalotte, abgezogen und fein gehackt
  • 1/4 Bund Schnittlauch
  • 2 EL Balsamicoessig
  • 1/2 EL Dijon-Senf
  • 4 EL Champagner oder Sekt
  • etwas weißes Trüffelöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 6-8 EL Olivenöl

 
 
Das Rezept ist aus dem Buch "California -  Die neue Genussküche der amerikanischen Riviera" vom Kosmos-Verlag. Das Buch habe ich sehr ins Herz geschlossen. Es zeigt eine kulinarische Reise entlang Santa Barbaras, Carpinteria, der Santa Rita Hills und des Santa Ynez Valley. Neben 140 Rezepten gibt es viele Informationen und nützliche Erklärungen zu Produkten und Zubereitungsarten.
Auch einzelne schön bebilderte Seiten zeigen Winzer und Farmer beim Anbau, auf Märkten, bei Festen und Barbecues. Man bekommt einen Eindruck von der Besonderheit der Genusskultur Kaliforniens.
 
 
 
224 Seiten
242 Farbfotos
laminierter Pappband mit Schutzumschlag
285 x 242 mm (LxB)
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-440-12244-0
Art.-Nr.: 12244
Preis: 29,95€
Einen Blick ins Buch gibt es hier.
 
 
Frohes Schlemmen, eure TONI

12. August 2014

(P)flaumiger Grießbrei

Bleiben wir doch gleich mal bei Süßem. Es gibt Tage, da geht das bei mir gar nicht. Dann kommen welche, da darf auch das Mittag gerne mal süß sein. Wie wäre es mit Grießbrei?

Der ist was für Kinder? Joar, vielleicht, aber das ist ja nicht schlimm. Außerdem geht er auch als Dessert oder sogar Frühstück.



Dass ich euch hier ein Rezept für Grießbrei gebe klingt total bescheuert, denn auf jeder Grießpackung steht hinten das Rezept drauf. Milch aufkochen, Grieß einrühren, nach Belieben süßen, fertig.
Es geht aber auch noch etwas raffinierter, schön fluffig, flaumig, geschmeidig, lecker. Und das zeige ich euch jetzt mal.


(P)flaumiger Grießbrei


  • 60g Grieß (+/- 10g, je nachdem ob ihr es flüssiger oder dicker mögt) 
  • 500ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1TL Butter
  • 1 Ei, getrennt
  • etwas Zitronen- oder Orangenabrieb (unbehandelt)
  • 30g Vanillezucker (oder normaler und das Mark einer halben Vanilleschote)
Die Milch mit Salz und Zucker aufkochen und das Eiweiß zu Eischnee schlagen.
Den Grieß einrieseln lassen und 2-3 Minuten bei minimaler Hitze quellen lassen.
Butter, dann Eigelb einrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

Nach Belieben auskühlen lassen oder gleich warm servieren.
Sehr lecker mit Pflaumenkompott (Früchte wie beim Rhabarberkompott einfach einige Minuten mit Zucker und etwas Wasser aufkochen) oder Himbeermarmelade.
Ihr könnt das Kompott oder die Marmelade auch unter den Grießbrei geben, dann ist das Entdecken eine kleine Überraschung und ihr könnt oben immer noch Zimt und Zucker drüberstreuen und eventuell abflämmen.
 
 
 
Sehr lecker ist auch Holunder-Physaliskompott (geht auch mit Holundersirup) oder das beste Apfelmus der Welt dazu.



Frohes Schlemmen, eure TONI

11. August 2014

Chocolate Chip Cookies mit Meersalz

Was macht man, wenn man vergisst die gebackenen Cookies zur Party mitzunehmen?

Ganz klar:
 
Selber essen!!! YUMMMMMMMY!

 

Ich sage euch hier aber gleich mal, dass das ein Rezept ist, was zwar ratz fatz zusammengerührt ist, aber am besten einen Tag zuvor vorbereitet werden sollte. Ja, wie das immer so ist mit Rezepten. Da ist man schonmal spontan und will backen und dann liest man diese Information mal wieder zu spät. Deshalb sage ich es euch jetzt. Solln dich morgen Cookies verführen, musste heute Teig anrühren!
 
Ach und mach gleich n bissl mehr, dann frierste was davon ein und hast immer was parat. Falls du dann Lust auf Cookies hast, lass sie erst leicht auftauen und schneide dann Scheiben und backe. In der Mikrowelle geht das Auftauen auch. Aber ganz vorsichtig und nur ca. 30 Sekunden! Im Gefrierfach hält sich der Teig 6 Monate. Also vorausgesetzt du kannst dich beherrschen.
 
Alternativplan: Iss einfach den Teig! Der ist auch ungebacken einfach mal verdammt gut. Cookiedough eben :)
 
Das Rezept hat bei mir für 9 große Cookies gereicht. Ich verblogge es jetzt, weil die Cookies super lecker sind! Sie sind allerdings nicht chewy, wie ihr es vielleicht von Subway gewohnt seid. Aber da diskutieren die Kenner ja sowieso gerne rum, dass echte amerikanische Cookies auch nicht chewy sind, denn es sind dort eigentlich "einfach" nur Kekse gemeint.
 
Anyway. Ich konnte mich nicht beherrschen, aber ich update den Post hier, wenn ich weiß, ob die Kekse... ähm... Cookies vielleicht chewy werden, wenn man sie wirklich mal die angegebene Zeit ruhen lässt.


 

Chocolate Chip Cookies

250g Zucker (am besten halb-halb braun und weiß)
140g Butter
1 Ei
1 EL Vanilleessenz (oder 10g des Zuckers durch Vanillezucker ersetzen)
230g Mehl
1 TL Backpulver
150g sehr gute dunkle Schokolade (ich hatte Belcolade)
etwas Meersalz oder -flocken
 
 
Die Schokolade grob hacken.
Zucker und Butter schaumig schlagen, danach das Ei unterrühren, anschließend Vanilleextrakt.
Mehl und Backpulver hinzusieben. Alles mischen, am Schluss die Schokolade untergeben.
Zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln, an den Enden verschließen. 
Am nächsten Tag die Rolle in 9 Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen. Nach Belieben ein bisschen Meersalz auf die Keksoberfläche streuen. Den Ofen habt ihr vorgeheizt (Umluft 160°C, sonst 180°C), das Blech war aber draußen (das und anderes ist wirklich wichtig, aber das lest ihr lieber nochmal hier oder da nach). Dann ab für 20 Minuten (kommt wie immer auf euren Ofen an) in den Ofen mit den Dingern und wenn der Rand goldig ist, dann auf einem Rost (!) auskühlen lassen.
 

 
Noch mehr Lust auf Cookies?
 




Frohes Schlemmen, eure TONI

7. August 2014

Wahre Worte III und griechisches Essen

Ihr erinnert euch ja sicher an meinen Post neulich. Eure Ratschläge habe ich gerne angenommen und will sie natürlich auch umsetzen. Mit Kochkursen ist das hier gerade nicht so leicht, aber eine kleine Handvoll Leute würde vielleicht eine private Kochrunde mit mir machen. Also eben so hin und wieder mal ein Kochabend, wobei ich zwar eher die alleinige Köchin sein werde, aber immerhin Esser dabei habe, was ich ja gerade auch im Sommer toll finde, wenn es die Möglichkeit gibt, die gemütliche Runde im Garten zu machen.
Bevor ich umgezogen bin, habe ich direkt neben einem Lidl gewohnt. Joar, ist jetzt nicht so besonders, aber ich will auf was ganz anderes hinaus. Mir ist nämlich wieder eingefallen, dass die da immer so bestimmte Aktionswochen hatten. Damit meine ich nicht die Sonderangebote, die auch andere Supermärkte haben, sondern eben spezielle Dinge, die man sonst nicht bekommt. Ich habe gestern mal nachgesehen, was es momentan bei Lidl so gibt: Griechische Woche. Na das klingt doch nach was. Mir sind gleich einige Ideen in den Kopf geschossen, da hatte ich noch nicht mal das ganze Angebot durchgeblättert. Käsewürfel und Oliven (die haben da immer so ein riesiges Glas mit grünen Oliven, was wir meistens geholt haben) als Häppchen wären schonmal gut. Pita-Brötchen natürlich auch. Und gefüllte Pfefferonen.


Kochen will ich aber auch noch richtig. Und als ich dann eine bestimmte blau-gelbe Flasche gesehen habe, war mir auch klar was. Vor einem Jahr habe ich mit Freunden mal gesagt (da saßen wir gerade beim Griechen:) wir machen mal Metaxasauce selber. Ich habe schon ein bisschen nach Rezepten gegoogled. Eine Metaxa-Fleischpfanne wäre auch eine tolle Idee, aber ich glaub ich bleibe bei einem guten Stück Fleisch mit Metaxasauce. Habt ihr vielleicht ein Rezept für mich? Ich hätte ja schon Lust auf ein authentisch griechisches. Vielleicht kennt ihr ja sogar das von eurem Stammgriechen?
Ich gehe selten zum Griechen. Das Essen ist eigentlich nicht so ganz meins. Ich finde zwar schon immer was und der Ouzo ist auch nicht zu verachten;) allerdings reicht es dann auch wieder für das nächste halbe oder ganze Jahr. Aber mal zu Hause griechisch zu kochen? Da hab ich echt Lust drauf. Da braucht man ja auch nicht zwingend diese typischen Gyrosgerichte machen. Ich habe ja auch schonmal hier was mit Zucchini verbloggt, was authentisch griechisch ist, aber nicht im Restaurant zu finden sein wird.

Frohes Schlemmen, eure TONI

6. August 2014

Wahre Worte II und Tipps und Tricks rund ums PIZZABACKEN

Liebe Leser, danke für euer gutes Zureden, die lieben Kommentare und hilfreichen Ideen zu meinem Post vor einigen Tagen. Ich glaubt gar nicht, wie gut es tut sowas zu lesen! Ich werde auch noch auf die einzelnen Kommentare und Nachrichten antworten.
Ihr habt mir einige Ideen gegeben, die ich umsetzen möchte, zum Beispiel in Kochkurse zu gehen. Nicht, um das Kochen zu lernen, sondern um Leute um mich herum zu haben, die Spaß am Essen und Kochen haben.
Auch regelmäßige Kochabende, auf die man sich schon vorher freuen kann, sind eine gute Idee. Leider kenne ich nur wenige Leute, die dazu Lust hätten, aber irgendwo kriege ich schon jemanden ran;)
Vielleich liegt da auch ein Problem von mir. Ich koche gerne. Aber ich koche ja nicht unbedingt nur für mich. Wenn aber nun mal die Bekochten mit Spiegelei-Ketchup-Sandwich zufrieden sind und andere ausgefallenere Dinge gar nicht mögen oder sogar nicht einmal probieren wollen, dann will ich für mich selber auch nix besonderes machen. Alleine essen ist kacke (sorry!). Großen Appetit auf Sandwich tagein tagaus habe ich aber auch nicht. Hm.
Wenigstens habe ich ein paar Sushiverbündete gefunden, denn den Appetit auf Sushi habe ich noch nicht verloren;) [Kennt ihr eigentlich Leute, die Sushi nur ein bisschen mögen? Irgendwie gibt es nur die, die es lieben und die, die es nicht essen.]
Zurück zu eurer Idee mit den Kochabenden. Vor zwei Tagen haben wir zu dritt einen Pizzaabend gemacht. Es hat stundenlang geregnet, keiner wollte vor die Tür, es wurde überlegt einen Film zu sehen und die Hand zuckte schon fast zum Pizzaservicezettel, als wir uns doch dazu entschlossen selbst Pizza zu backen.
Das gemeinsame Zutatenschnippeln, belegen und vor dem Ofen warten hat mir irgendwie Spaß gemacht, sodass ich auch mehr als ein paar Häppchen vertilgt habe.
 
 
Ich fand es auch toll, dass wir mal etwas anderes ausprobiert haben. Keine Standard-Zu-Hause-Pizza, bei der einfach alles Beliebte geschichtet wird und am Ende die Lage Käse drüber kommt, sondern ein Versuch in die italienische Richtung zu gehen. Und damit das auch noch besser gelingt, habe ich meinen neuen Pizzastein ausprobiert.
Und jetzt muss ich doch echt mal Werbung machen. Die Pizza ist so grandios geworden, dass ich jedem von euch rate, sich einen Pizzastein zuzulegen. Es lohnt sich wirklich! Es bringt irgendwie das italienische Urlaubsflair in die heimische Küche. Die Pizza bekommt ihren typischen, unverwechselbaren Geschmack.
Unsere Öfen können ja meist nur auf maximal 250°C erhitzt werden. In Steinöfen sieht das schon ganz anders aus. Dort ist richtig Feuer angesagt und der Stein speichert die Hitze von 350-400°C grandios. Da sich aber nicht jeder Pizzaliebhaber einen Steinofen zulegen wird, ist so ein kleiner Pizzastein eine tolle Erfindung. Er speichert ebenfalls die Hitze des Ofens. Deshalb: Stein auf ein Rost (mittlere Schiene) in den Ofen legen und diesen 25-40 Minuten vorheizen.
 
 
 
Ich hatte zunächst überlegt mir einen Pizzastein von Tchibo zu kaufen, den gibt es ja zur Zeit dort im Sortiment. Da ich aber nicht wusste, wie gut dieser sein würde, weil Tchibo ja nun nicht ganz so auf Pizzasteine spezialisiert ist, habe ich mich weiter umgesehen. Fündig und glücklich würde ich bei pizzasteinversand.de "Pizza wie vom Italiener zu Hause zubereiten" ist wirklich keine Übertreibung. Schaut euch mal auf der Seite um, da gibt es auch noch Rezepte und Infos.
Gerade das gefällt mir auch super. Also dass man wirklich dahintersteigen kann, warum man was wie macht. Und eben, wieso der Pizzastein die bessere Lösung für italienische Pizza zu Hause ist. Ein paar Tipps und Tricks will ich euch jetzt schon verraten.
 
 

Backen mit dem Pizzastein
  • nehmt einen Pizzastein, denn er kann die Feuchtigkeit vom Pizzateig absorbieren (im Gegensatz zum Backblech). Die Pizza wird damit nach innen hin nicht labbschig oder gar nicht durchgebacken. Das funktioniert, weil der Pizzastein aus dem gleichen Material ist, wie die Steinbacköfen, die zum Beispiel euer Lieblingsitaliener hat.
  • durch den Pizzastein bzw. die Hitze ist die Pizza schneller gar (5-7 Minuten reichen aus), der Belag trocknet nicht aus und somit verbrennen die Geschmacksaromen nicht.
Ausreden zählen nicht. Ich habe auch zu lange gebraucht um mich zu einem Pizzastein durchzuringen, aber der Geschmack belohnt einen und so viel kostet er ja nun auch nicht. Zwei Pizzalieferungen weniger und ihr habt das Geld schon wieder rein. Für 22,50€ könnt ihr hier einen guten Stein ergattern.

Die perfekte Pizza
  • verwende für den Teig Mehl vom Typ "00". Dieses kaufst du im Italienurlaub, bei Pizzasteinversand.de oder im Großhandel. Da der Gluten- und Proteinanteil hier sehr hoch ist, wird der Teig elastischer. Somit kann man ihn dünner hinbekommen.
  • Mozzarella immer gut auspressen (durch ein Mulltuch am besten). So kann die Flüssigkeit nicht beim Backen austreten und die Pizza matschig werden lassen. Büffelmozzarella schmeckt (mir) am besten!
  • Bleiben wir beim Käse: gib ihn authentischer Weise auf die Pizzasauce aber unter den Belag. Warum solltest du das Gemüse damit bedecken, du hast doch hochwertige Zutaten gekauft und bis kein Gammel-Lieferdienst, der was zu vertuschen hat. Die Pizza sieht so viel bunter und schöner aus. Das Auge isst mit!
  • Gib leicht verbrennbare Zutaten erst nach dem Backvorgang auf die Pizza, damit sie nicht bitter werden. Rucola oder Basilikum zum Beispiel. Eventuell dann nochmal eine halbe Minute in den Ofen, viel länger aber nicht.
  • Auch Olivenöl wird ab 190°C bitter, also erst nach dem Backen auf die Pizza träufeln oder einfach weglassen (ich muss kein Olivenöl drauf haben. Obwohl... Basilikum- oder Trüffelöl... das könnte vielleicht was werden;)
  • Keine Teigroller benutzen sondern die Pizza von Hand formen. Ansonsten zerstört man die Hefekulturen und drückt das Kohlendioxid heraus. Der Teig kann also nicht mehr seine schönen Bläschen bekommen. Also: mit den Fingerspitzen den Teig von Innen nach Außen ausformen.
Jetzt fehlt nur ein edler Tropfen für den Gaumen, nicht wahr? Da zeige ich euch jetzt mal meine neuste Entdeckung. Ideal witzig, wie ich finde und eine super Geschenkidee für Loriot-Fans.


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Lange Zeit gab es die Oberföhringer Vogelspinne, den Klöbener Krötenpfuhl und das Hupfheimer Jungferngärtchen nur in diesem Video. Nun, 2013, wurde er zum Leben erweckt. Endlich können wir ebenfalls diese Gaumenschmeichler verköstigen. Je Flasche 9,90€ inklusive einer guten Tat, denn mit dem Kauf spendet ihr für einen guten Zweck. Der Erlös kommt der ehrenamtlichen Arbeit des Bremer Roten Kreuzes zu Gute. Ebenso wird die Werkstatt für Behinderte Menschen des DRK-Sozialwerkes Bernkastel-Wittlich unterstützt.
 
 
 
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Eine gute Sache, ein guter Tropfen, eine gute Idee.

Frohes Schlemmen, eure TONI

5. August 2014

Fencheltarte oder Miniquiche mit Crevetten

Ich schreibe gerade an einem Post. Damit ich euch aber nicht ganz vernachlässige, kommt hier ein Rezept, dass schon eine Weile in der Warteschleife steht. Kurz und bündig, ohne viele Worte, außer "super lecker" und "nein, das sind keine Marshmallows" ;) Die Bubbles sehen aber fast so aus, oder? Ich hatte da solche Mini-Schafs (oder Ziegen?)käse-Feta-Kügelchen.
 
Endlich hatte ich mal was mit Fenchel gemacht. Irgendwie ist der gar nicht so schlecht, wenn man ihn gut zubereitet. Das erinnert mich an den Fencheltee, den es immer bei Uroma gab. (Nicht zu verwechseln mit Fenchel-Anis-Kümmel! Widerlich, wie kann man sowas trinken? Warum gibt es sowas überhaupt? Mein Vater findet das sogar lecker! Also ehrlich... !)
 
 
Fencheltarte mit Crevetten und Ziegenkäse

Zutaten für den Teig
  • 250 g Mehl
  • 100 g weiche Butter + etwas zum Fetten der Formen
  • schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 TL Salz
  • 2 Eier
Zutaten für den Belag
  • etwas Olivenöl
  • 2-3 rote Zwiebeln
  • 1 Fenchelknolle
  • 100 g Spinat, aufgetaut oder frisch
  • 200 kleine Krabben/ Crevetten
  • optional: 75 g Ziegenfrischkäse oder Fetakäse
  • 3 Eier
  • 100 g Schmand oder saure Sahne
  • 50 ml Milch
  • etwas Salz
Den Teig zubereiten. Dabei erst die trockenen Zutaten vermischen und dann die flüssigen einarbeiten. Es entsteht ein Teig, ähnlich einem Mürbteig.
Tarteform fetten.
Den Teig ausrollen und in die Form legen. Überschüssige Ränder abschneiden.
Den Teig in der Form kühl stellen.
 
Den Fenchel kleinwürfeln (ggf. Fenchelgrün aufheben), die Zwiebeln in Streifen schneiden. Beides in Öl für 15 Minuten garen. Salzen.
Eier, Schmand und Milch vermischen. Gegebenenfalls Fenchelgrün hinzufügen.
Spinat (ausgedrückt) und Crevetten unterrühren.

Teig mit dem Belag füllen. Ziegenkäse darüberbröseln.
Bei vorgeheizten 160°C Umluft ca. 40 Minuten backen.


 
 
Frohes Schlemmen, eure TONI


2. August 2014

Für Jedermann {OH.MEIN.GOTT, ich poste das hier doch nicht wirklich!}

Normalerweise schreibt man sowas total entschlossen dazu, etwas zu ändern, glaube ich. Ich bin nicht entschlossen. Ich bin unsicher. Und trotzdem schreibe ich.
Vielleicht werde ich es auch gar nicht veröffentlichen, sondern am Ende doch wieder löschen. Es sind ja nicht nur Unbekannte, sondern vielleicht auch Leute, die ich persönlich kenne unter den Lesern.
Ich bin zu dünn. Ich muss das ändern.
Sowas ist schwierig, man liest oft vom Gegenteil. Von Leuten, die zu viel wiegen, denen es damit aber weißGott genauso schlecht geht und für die es genauso schwierig ist etwas zu ändern. Ich bekomme durch das Foodbloggen viele Spam-Werbemails über Diäten und Co.
„Top“.
Bin ich entschlossen dazu etwas zu ändern? Hm. Vielleicht schon. Vielleicht auch, weil es nicht nur um Äußerlichkeiten geht sondern irgendwie auch um Gesundheit. Manchmal sehe ich in den Spiegel und finde mich gut so wie ich bin. Manchmal finde ich mich zu dünn. Ich sehe dadurch nicht aus wie eine 25Jährige, ich würde mich beim Rotweinkauf vielleicht selber nach dem Ausweis fragen. Dass ich mich zu dick finde oder so ist jedenfalls nicht der Fall. Das bin ich nicht, das weiß ich. Ich bin auch nicht so, dass ich abnehmen will. Will ich nicht und wollte ich nicht. Ich war zufrieden. Aber irgendwie hat sich unbemerkt etwas bei mir eingeschlichen.  Appetitlosigkeit. Und durch das dadurch sich einstellende weniger Essen dann wohl auch Hungerlosigkeit. Woher das kommt? Keine Ahnung. Ich wüsste es selber gerne. Privat geht es mir ja eigentlich ganz gut. In letzter Zeit stand nur das Umzugsproblem sehr im Vordergrund. Beruflich gezwungen weit wegziehen müssen, ohne es zu wollen und ohne es mit privaten Dingen vereinbaren zu können. Das Problem konnte ich erstmal verschieben. Gelöst ist es noch nicht.
Im Netz (oder auch anderswo) wird das dünn sein offensichtlich nicht so sehr diskutiert. Es gibt nur etwas über die Extreme, die Krankheiten, sowas wie Magersucht oder Bulimie und Co. zu finden. Das ganz „normale“ dünn sein, ist jedenfalls nicht so sehr im Vordergrund wie das zu viel wiegen. Dabei glaube ich nicht, dass es mir als Einzige so geht. Wahrscheinlich bin ich aber die einzige, die dann auch noch weiter foodbloggt ;)
Ich muss also alleine durch. Gut. Wie ist mein Plan? Kommt jetzt bloß nicht mit „Na iss doch einfach mal was“ „Ich würde mich freuen, ist doch ein Freifahrtschein zum Futtern“ und schon gar nicht mit so blöden und unhilfsamen Sprüchen wie „Nimm mir doch einfach 3 Kilo ab, ich schenk sie dir“. Das hört man schon ab und zu mal und ich sage euch: Ja, wirklich, ihr seid tolle Hilfen!
Mein Plan ist es auch nicht dem Rat zu folgen und mich auf die Couch zu setzen und Cola-trinkend Lasagne und Chips in mich reinzuschaufeln. Ich möchte meine Essgewohnheiten nicht ändern. Also meine eigentlichen Essgewohnheiten. Ich habe noch nie übermäßig viel gegessen. Damit muss ich jetzt also auch nicht anfangen (Ich glaube das würde jetzt auch in die falsche Richtung gehen, ich muss langsam anfangen). Auch bin ich kein Frühstückstyp (jaja,  Frühstück ist aber die wichtigste Mahlzeit und das wäre für mich gerade ganz gut) und kein Fastfoodtyp à la Restaurant zur goldenen Möwe (wenn ihr mir helfen wollt, dann macht`s ordentlich, mit nur noch Pappburgerfressereien verekelt ihr mir das noch vollends!).
Mein Plan ist es, normal zu essen. Wie früher. Normal, wie es für mich „normal“ bedeutet. Ich will wieder vorm Teller sitzen und Lust haben loszuschaufeln. Für mich geht das am besten in Gemeinschaft. Das macht doch einfach mehr Spaß, oder?
Mein Plan ist es außerdem Sport zu machen. Mag für den ein oder anderen jetzt komisch klingen, aber Muskelaufbau kann nun mal nicht das Schlechteste sein. Und zum Muskelaufbau braucht es ja auch Energie aus der Nahrung. Zumal Sport vielleicht eine Möglichkeit gibt den Kopf frei zu bekommen. Vom Alltag und vom Nachdenken über das Essen. Selbst wenn man kaum was isst, ist das Essen doch viel vordergründiger als es logisch ist. Man ist zu dünn und denkt den ganzen Tag über dieses Thema nach. Bekloppt, oder? Und jetzt tue ich es schonwieder. Also Schluss für heute.


eure TONI
 
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