15. August 2013

Feurige Garnelen und Jakobsmuschel-Ceviche

Ich mag ja die Events von Schätze aus meiner Küche so gern! Im Moment sammelt Marie Rezepte zum Thema "Fisch und Meeresfrüchte". Na wenn das mal nicht genau mein Ding ist! Gestern habe ich eine Fingerfoodplatte gemacht, die genau zum Thema passt. Es gab u.a. scharfe Garnelen (ich sage euch, die feuern einem den Mund weg!) und Jakobsmuschelceviche.



Feurige Garnelenspießchen

Außer Spießen und 8 Garnelen braucht man für  die Marinade:
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 eingelegte, grüne Jalapenos
  • 1/2 Limette
  • je 1/2 EL Oregano, Kreuzkümmel, Chili, flüssigen Honig (z.B. Tannenhonig)
  • etwas Olivenöl (ca. 1 EL)
  • Salz, Pfeffer
Den Knoblauch pressen und die Jalapenos fein hacken. Zusammen mit den restlichen Zutaten eine Marinade herstellen.

Die Spieße (wenn sie aus Holz sind) möglichst 30 Minuten in Wasser einweichen, dann die Garnelen draufstecken und in eine Form geben. Dann die Marinade darüber verteilen.
Ich hatte keine flache Form parat und habe deshalb eine Box genommen, in der ich die Garnelen mit der Marinade noch durchschütteln konnte, damit sich alles gleichmäßig verteilt.

Nach 30 Minuten Ziehzeit, die Spieße in einer Pfanne kurz braten (sie sollten innen noch einen glasigen Kern haben, also höchstens 2-3 Minuten pro Seite braten).

In dem Buch "fresh&easy", was ich euch hier schon vorgestellt habe und was mich dazu bewegt hat die Spieße zu machen, gibt es den Tipp, die Garnelen auch zu grillen oder für 2-3 Minuten im Ofen (Grill) zuzubereiten.

Mit etwas Limettensaft abrunden und evtl. zu Algensalat servieren.



 Nun geht`s weiter mit dem Ceviche.


Ceviche ist eine südamerikanische Zubereitungsart von Fisch und Meeresfrüchten. Man kann auch Cebiche oder Seviche dazu sagen. Der Fisch, in dem Fall die Jakobsmuscheln, werden ca. 15 Minuten in Limettensaft mariniert, bis sie zart sind. Durch die Zitronensäure passiert etwas ähnliches wie beim Kochen: das Eiweiß denaturiert. Nach dem Marinieren sollte man das Ceviche sofort essen.

An weiteren Zutaten sind meist Zwiebeln, Staudensellerie, Koriander und Chili im Spiel. Für eine ähnilche Variante habe ich mich entschieden. Vielleicht teste ich demnächst auch mal die aus Ecuador. Klingt ja ganz spannend, was dort benutzt wird: gerösteter Mais, Kochbananenchips und Popcorn!!

Zutaten als Vorspeise für 2:

150-200g Jakobsmuscheln
2 Limetten
2 Frühlingszwiebeln
2 Tomaten
1 Stange Staudensellerie
2 EL gehackter Koriander
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Baguette nach Belieben

Das Muschelfleisch in Scheiben schneiden und nebeneinander auf einen Teller legen. Dann den Limettensaft aufpressen und auf den Muschelscheiben verteilen. Abdecken und 2-4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Schwimmen die Muscheln noch im Limettensaft, dann etwas davon abgießen.
Das Gemüse sehr klein schneiden und über das Ceviche geben. Koriander und etwas Salz und Pfeffer darübergeben.
Nach Belieben mit Öl beträufeln und mit Brot servieren.

Das Rezept habe ich von "Homemade (Sommer)". Das Ceviche war lecker, der "Salat" auch. In Kombination war es mir allerdings etwas zu zwiebelig. Mr. M hat der Koriander gestört (nächstes Mal vielleicht lieber Petersilie?). Leider hat man das Muschelfleisch durch den starken Geschmack des Gemüses nicht mehr so gut durchgeschmeckt, sodass wir uns dann entschieden haben, das Ceviche und das Gemüse seperat zu essen. Lecker!













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14. August 2013

Was haben ein kaputter PC und ein Geburtstag gemeinsam? Oder: Himbeer-Frischkäse-Torte



Ich liebe Himbeeren! Hat sie das gewusst? Der Tortenständer ist toll! Wo hat sie ihn her? Der Kuchen sieht lecker aus! Hat sie noch was da? Sooo viele Fragen, aber heute überlasse ich das Zepter mal jemand anderem, Andrea, die heute gastposten darf, weil ich ihren Blog (super Fotos!) so toll finde.

Was haben ein kaputter PC und ein Geburtstag gemeinsam?


Stimmt! Gar nix, denn mit einem PC, der den Geist aufgegeben hat, kann man keinen Geburtstagspost schreiben!

Manno! Und ich hatte mich so darauf gefreut! Hallo erst einmal, ich bin Andrea von ZimtkeksundApfeltarte. Und dies sollte eigentlich ein Geburtstagspost für die liebe Tonia werden, die mich gefragt hatte, ob ich das nicht übernehmen möchte… Klar wollte ich! Mit Freuden! Und dann macht mir mein dusseliger PC einen Strich durch die Rechnung, indem er in den Streik tritt. Naja, jetzt gibt es halt einen nachträglichen Geburtstagspost und den Geburtstagskuchen habe ich natürlich auch mitgebracht. Ich hatte für Tonia eine köstliche Himbeer-Frischkäsetorte gemacht, die super easy-peasy zusammengerührt ist und nicht mal einen Backofen benötigt! Genau das Richtige für Menschen mit gutem Geschmack und wenig Zeit! Hier kommt das Rezept für Euch!




Für eine 24 cm Form benötigt Ihr:

Öl für die Tortenplatte

100 g Vollkorncookies

50 g Butter

125 g Himbeeren

4 Blatt weiße Gelantine

200 g Doppelrahmfrischkäse

200 g Magerquark

80 g Zucker

3 EL Orangensaft

200 g Schlagsahne

3 EL Mandelblättchen




Zubereitung

Zunächst müsst Ihr eine Tortenplatte mit etwas Öl bestreichen, einen Tortenring oder den Rand einer Springform (maximal 24 cm) daraufsetzen. Die Cookies in einen Gefrierbeutel geben. Beutel verschließen und mit einer Teigrolle darüberfahren, bis die Kekse fein zerbröselt sind. Nun müsst Ihr die Butter schmelzen und mit den Keksbröseln vermischen, anschließend das Ganze im Tortenring zu einem Boden andrücken. Für eine halbe Stunde kalt stellen.

Himbeeren verlesen. Die Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Frischkäse mit dem Handrührer aufschlagen. Quark, Zucker und Orangensaft einrühren. Gelantine ausdrücken und bei milder Hitze auflösen. Erst drei Löffel von der Frischkäsecreme unterrühren, dann die Gelantinemischung unter die restliche Frischkäsecreme rühren. Sahne steif schlagen und unterheben. Nun dürft Ihr das Ganze auf dem Cookie-Boden verteilen und dann die Himbeeren daraufsetzen. Für mindestens zwei Stunden kalt stellen.

Torte vorsichtig aus dem Ring lösen, die Mandelplättchen leicht anrösten und den Tortenrand damit verzieren. Ich wünsche einen guten Appetit!




So, Ihr Lieben, das war mein Ich-wünsch-Dir-nachträglich-alles-Glück-der-Welt-Geburtstagspost. Ich hoffe, es hat Euch und vor allem der lieben Tonia gefallen! Lasst es Euch gut gehen!



Ich wünsch‘ Euch was!

Andrea



13. August 2013

Dienstagabend-Schokoeis (auch ohne Eismaschine)


Lust auf Eis? Lust auf Perfektion? Toni proudly presents the best chocolate ice cream!!!

Das Eis ist unschlagbar! Ich weiß gar nicht mehr, wo das Rezept herkommt, irgendwie schlummert es seit einer Ewigkeit in meinem Rezepteintragebuch unter dem Namen Dienstagabend-Schokoeis. Ich behaupte gerne mal, dass es ein echtes italienisches Rezept ist, aber eigentlich habe ich keine Ahnung, was echtes italienisches Eis ausmacht. Außer, dass es das leckerste auf der Welt ist und weil das nunmal bei meinem Rezept auch der Fall ist, darf es sich auch Gelato al cioccolato nennen.
Und es geht auch ohne Eismaschine!
Here we go (oder für Besserwisser: Pronti, attenti, via!)

50g Bitterschokolade (mind. 70%)
50g gute Vollmilchkuvertüre (ich hatte Lindt)
[oder 30g und 70g]
4 Eigelb (natürlich frisch)
1 EL Zucker (am liebsten braun)
2 EL Rum (ganz wichtig!)
200g Sahne
50g Nougat (Haselnuss)

  1. Schokolade und Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen [evtl. auch Nougat, wenn man es nicht etwas stückiger im Eis haben will]. Etwas abkühlen lassen.
     
  2. Eigelb und Zucker schaumig führen und die noch flüssige Schokolade mit dem Rum untergeben. Möglichst alles im Eiswasserbad abkühlen lassen und von Zeit zu Zeit umrühren.
  3. Sahne schlagen und Nougat hacken. Beides unter die Schokomasse heben und in einer Form 4-5 Stunden gefrieren lassen (ab und zu Umrühren erwünscht!).
Ich finde das Eis so perfekt! Natürlich kann es auch noch mit Schokotropfen gepimpt werden oder man macht Schwarzwälder Kirsch-Eis draus (wie es auf dem Foto etwas zu erkennen ist), indem man einfach nach Belieben viel rote Grütze oder Marmelade untermischt bzw. das Eis damit anrichtet.

Irgendwo habe ich es bestimmt schonmal geschrieben, dass ich als Kind keine Pizza, Pommes und Co. mochte. Eis auch nicht. Irgendwann habe ich mich dann mal wieder rangewagt und es gab immer nur die Kombination Schoko und Zitrone bei mir. Was war nur los? Schoko und Zitrone würde ich heute nie wieder gleichzeitig bestellen. Einzeln sind die Sorten aber immernoch genial und gehören zu meinem Standardrepertoire beim Selbstherstellen von Eis. Deshalb wird es diesem Sommer bestimmt noch mein Zitroneneis gepostet. Das muss man nämlich auch mal probiert haben (und das will was heißen, denn Zitrone ist die letzte Sorte, die ich im Laden bestellen würde!)! 

Ich habe übrigens meine Seite "Über mich" etwas aktualisiert, weil Julia`s Sweet Bakery mich getaggt hat! Ich fand es selber immer schade, wenn mir Blogger zum Taggen abgesagt haben, aber irgendwie versteh ich`s jetzt auch. Weil das Taggen aber auch neue Leser bringen kann, kriegt sie jetzt hier eine Verlinkung für das mediterrane Parmesanbrot :) Leider ist kein Foto dabei, aber probiert es mal aus!

12. August 2013

Kabeljaufrikassee- Outtake

Weils so schön war, gleich nochmal...
Das ist ja endlich die Gelegenheit etwas zu posten, was man sonst vielleicht doch nicht eingestellt hätte:)

Kabeljaufrikassee


Frikassee ist so eine Sache. Ich habe davon eine ganz bestimmte Vorstellung. Hühnchen, Erbsen, evtl. Spargelspitzen und auf jeden Fall Reis dazu! Ich fand es immer lecker und habe es mir deshalb früher auch mal von meiner Oma gewünscht und nicht schlecht geguckt, als ich auf einmal Fleischstückchen in einer cremigen Sauce mit Brötchen(!) serviert bekommen habe! Brötchen? Dann ja noch lieber Kartoffeln dazu, was meiner Meinung nach aber eigentlich auch nicht geht! Mittlerweile mache ich mir mein Frikassee lieber selber. Oma`s schmeckt auch, ist aber einfach was anderes. Aber ich bekomme bei ihr jetzt immer eine Reis-Extrawurst:)
Von Eierfrikassee brauchen wir hier gar nicht erst anfangen zu reden. Das geht gar nicht! Aber vielleicht sollte ich für meine Meinung nicht immer alles am Kindergarten- und Schulfraßessen messen!
Vor einigen Wochen habe ich mich auch mal selber an eine andere Art von Frikassee gewagt. Lecker war`s absolut. Ich werde es auch nochmal wieder machen. Nur leider sind die Farben sowas von blass, dass es jetzt für Mel`s Blogevent bei Zorra missbraucht wird. Kann ja nicht sein, dass der Teller mehr Farbe hat, als das Essen!



Zutaten für zwei:

250g Kabeljaufilet (ansonsten Pangasius)
2 EL Zitronensaft
1 EL Öl
200g Möhren
150g Kohlrabi
3 Frühlingszwiebeln
250ml Gemüsebrühe oder Fischfond
1 TL Butter
1 EL Mehl
50ml Buttermilch oder Milch
2EL frische Kräuter (gehackt)
n.Bel. Worcestersauce
Salz, Pfeffer (am besten aus der Mühle)
etwas Muskat

Reis für zwei Personen

Zubereitung:

Einmal das ABC SSS für den Fisch: säubern, säuern, salzen. Dann in mundgerechte Stücke teilen und in Öl anbraten. Aus der Pfanne nehmen.

Das Gemüse in Stifte schneiden (ca. 1cm dick, die Frühlingszwiebeln kleiner). Alles ca. 15-20 Minuten in der Brühe köcheln lassen, dabei die Zwiebeln erst in den letzten 3 Minuten zugeben.

Den Reis wie gewohnt in Salzwasser garen.

Das Gemüse abgießen und 200ml Brühe behalten.

Butter in der Pfanne erhitzen, Mehl darüberstäuben und anschwitzen. Brühe und Milch angießen und aufkochen. Mit den Gewürzen abschmecken und alles servieren.



Dazu gibt es heute noch ne sauleckere Bowle. Die habe ich mal in Berlin getrunken (oder war es doch an der Nordsee? Mr. M. und ich streiten uns deswegen gerne:) und empfehle sie euch jetzt weiter. Wirklich lecker, aber einfach zu simpel um unter "normalen" Umständen erwähnt zu werden.

Ducksteinbowle


Eine Flasche Duckstein öffnen und ins Glas füllen, eine Handvoll Himbeeren hinzu und 1 EL Himbeersirup.


11. August 2013

Tagliatelle mit selbstgemachtem Ricotta

Melanie von Pimpimella hat bei bei Zorra ein Blogevent gestartet. Bei "Outtakes from your kitchen" könnt ihr einen Blick hinter die Kulissen werfen. Etwas, was blöd aussieht, peinlich oder einfach nur zu simpel zum Verbloggen ist, darf hier gepostet werden. Ich habe dazu etwas für euch rausgekramt, was ich gerne koche und schon vor einer Weile mal fotografiert habe. So schrecklich sieht das auf dem Foto vielleicht gar nicht aus, aber ich muss zugeben, dass ich es einfach mit ein paar Klecksen saurer Sahne überdeckt habe:) Wer genau hinsieht bemerkt nämlich, dass meine schöne Sauce gar nicht cremig wurde, sondern geronnen ist.


Tagliatelle mit Tomaten-Lachs-Garnelen


Zutaten für 2:

frischer Dill
110ml Weißwein (trocken)
Salz, Pfeffer
150g Lachsfilet
4 Tomaten
100g Ricotta
170g Tagliatelle
70g ausgelöste Garnelen

Zuerst habe ich den Lachs mit etwas Dill und Wein in eine Pfanne gegeben und gewürzt. Das ganze wird nun aufgekocht  und dann geköchelt, bis der Fisch zerfällt, wenn man ihn mit der Gabel anpiekst. Dann herausnehmen.
Die Tomaten häuten und würfeln, dann zur Kochflüssigkeit vom Fisch geben und Ricotta einrühren. Nach dem Aufkochen ca. 15 Minuten köcheln lassen. Sind die Garnelen noch nicht vorgekocht, kommen sie in den letzten 5 Minuten mit hinzu.
Die Nudeln währenddessen wie gewohnt kochen.
Den Lachs wieder mit in die Sauce geben, mit den Nudeln mischen und mit restlichem Dill garnieren.

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)
    Die Bilder lass ich lieber klein:)





Damit nichts gerinnt vielleicht lieber Crème double nehmen oder den Ricotta kaufen. Ich habe ihn nämlich selber gemacht. Das geht wunderbar einfach.

Dazu braucht ihr für ca. 250g cremigen oder 200g festen Ricotta

1 Liter Vollmilch (unter 3,5% klappt es nicht)
120ml Sahne (wenn es cremig werden soll)
1 EL Salz
2 EL Zitronensaft

Die Milch mit dem Salz (und der Sahne) aufkochen lassen. Kurz vom Herd nehmen, Zitronensaft hinzugeben, durchrühren und nochmal für ca. 5 Minuten erhitzen.
Die Masse gerinnt und wird bröcklig.
Es entsteht ein krümliger Käse, den ihr einige Minuten ruhen lasse und dann in ein Küchentuch gebt (am besten legt ihr das in ein Sieb, darunter einen Topf). Lasst es abtropfen und 10-60 Minuten ruhen. Je kürzer, desto cremiger.
Den Käse lasst ihr entweder bröcklig, oder presst ihn aus. Dazu könnt ihr in dann für eine schöne Form in eine Tasse o.ä. geben. Das habe ich gemacht und somit eigentlich Panir, den indischen Frischkäse erhalten, was wahrscheinlich der Grund für`s Gerinnen war. Außerdem habe ich keine Sahne zugefügt.
Würzig ist der Ricotta sowieso, da er vor dem Erhitzen schon gesalzen wird.
Der Käse aus dem Laden ist übrigens mit Molke hergestellt.
Noch ein paar Ricottainfos findet ihr hier und hier.



10. August 2013

Traditionelles türkisches Gebäck: Baklava

Schon so lange wollte ich mal Baklava machen. In den ganzen Orientfood-Läden sah das immer so lecker aus, aber ich habe es nie probiert. Dann hat mir vor einigen Wochen der Verkäufer ein Stück zum Probieren angeboten. Meine Chance! Und ich muss sagen, ich war wirklich enttäuscht. Nicht so saftig, wie ich es mir vorgestellt hatte, sehr blätterteigig und ausschließlich Walnussgeschmack. Als hätte ich auf eine pure Nuss gebissen. Das bisschen Grün obendrauf entpuppte sich dann leider auch nicht als Pisatzie, zumindest soweit ich das schmecken konnte.
Ich wollte mich aber nicht beirren lassen. Das konnte doch gar nicht sein! So viel Gerede um Baklava, so ein verführerischer Anblick... das muss auch besser gehen! Statt also das Projekt "Baklava backen", was ich mir schon so lange vorgenommen habe, zu verwerfen, musste ich es erst recht starten. Bisher ist es immer daran gescheitert Yufkateig zu bekommen (wennschon dennschon, da nehme ich doch keinen Blätterteig!), aber gezielt in Berlin gesucht, bin ich auch fündig geworden. Ich hatte also meinen Yufkateig von Tante Fanny und konnte loslegen.




Zutaten:

1 Packung Yufkateig, 250g (oder was Jamie Oliver immer als Filoteig bezeichnet:)
150g Walnüsse
65g Pistazien
2 EL Sesam
n. Bel. 3 EL Tahina (Sesampaste) oder Erdnussmus
250g Butter
1 EL Zitronensaft
4 EL Orangenlikör oder Orangenwasser n. Bel.


Vorbereitung:

Die Nüsse hacken (eventuell mit Nusspaste mischen) und das Blech (23x23cm) fetten.
Butter in einem Topf schmelzen lassen. (das Milchige, was sich absetzt nicht verwenden)
Den Sirup herstellen: 500ml Wasser mit 350g Zucker aufkochen und 20 Minuten kochen lassen. Danach 1 EL Zitronensaft zugeben.

Zubereitung:

Hier muss gerade im Sommer schnell gearbeitet werden, da die Blätter leicht trocken werden. In diesem Fall jede Lage vorher mit Butter bepinseln. 

Mit der Hälfte der Teigblätter eins nach dem anderen die Form auslegen und dabei nach jedem zweiten Blatt etwas flüssige Butter drauftröpfeln (oder bepinseln).
Nun die Nussmischung darauf verteilen und die letzten Lagen Teig nach dem gleichen Prinzip darüber legen (den Sesam habe ich immer wieder dazwischen draufgestreut).
Die Teigränder können zum Schluss vorsichtig nach Innen in die Form gedrückt werden.
Nun (vor dem Backen!) den Teig beliebig schneiden. In Rauten, Rechtecke o.ä. Dabei aufpassen, dass keine Teile mehr zusammenhängen.
Die restliche Butter auf den Baklava verteilen und alles 10 Minuten ruhen lassen.
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Ca. 25 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.
Nach dem Backen gleich den Sirup (evtl. gemischt mit Orangenlikör) auf den Baklava verteilen.
Nun nur noch abkühlen lassen und dann servieren.


Ich habe die Baklava in das PAMK-Paket getan. Durch das Fett und den Zucker halten sie sich lange.

Einige machen Baklava nur mit Walnüssen. Nehmt einfach, was euch gefällt. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mandeln und und und. Meine Version ist die türkische Variante, obwohl die Pistazien im Iran auch gern zusammen mit Mandeln benutzt werden. Baklava ist ja im Nahen Osten ein traditionelles Gebäck. Trotzdem wird es überall verschieden zubereitet. Den Orangenlikör/ das Orangenwasser habe ich vom Arabischen abgeguckt. Dort kommt Rosenwasser in den Sirup, aber das hatte ich nicht da und habe deshalb an Orangenwasser gedacht. Vielleicht probiere ich das Rezept im Winter nochmal typisch griechisch mit Kardamom, Zimt und Honig im Sirup aus.

Jetzt fehlt uns eigentlich nur noch ein starker, schwarzer Mocca.

Möglicherweise kommt Baklava aus der Zeit, in der Brot in der Pfanne gebacken wurde. Mehrere Brote wurden dann gestapelt und mit Sirup übergossen.
Übrigens: bakh (armenisch): "Fastenzeit" und Halva: "süß"




9. August 2013

Sommerlich, erdbeerig, lecker



Super simpel und sommerlich frisch geht es heute daher. Ganz klassisch mit einem Erdbeer-Milchshake und zwar ohne crushed Ice. Wenn ihr wüsstet, wie mich das immer stört! Da sitzt man in seiner Stamm-Cocktailbar, wo jeder Drink super lecker schmeckt. Allerdings ist es diesmal erst Nachmittag und extrem heiß. Was wäre da willkommener als der Erdbeershake, der mich als erstes auf der Karte anlacht? (Davor gab es schon einen Himbeershake, allerdings im Café nebenan:) Also nicht lange gefackelt sondern bestellt. Nach einer Weile kam dann endlich das langersehnte Getränk. Ein Miniglas, kleiner als ich dachte, aber was solls. Kaum war die Kellnerin weg, hatte ich auch schon den ersten Schluck probiert. Neben dem plötzlichen Gehirnfrost spürte ich irgendwelche Stückchen im Mund. Kalte Stückchen. Crushed Ice (ihr müsst euch jetzt als musikalische Untermalung das fiepende, kreischige Geräusch vorstellen, was es immer beim weißen Hai gibt)! Schrecklich! Jedenfalls, wenn man dadurch kaum noch was von der eigentlichen Beere schmeckt. Wenn man nicht alles selber macht!



Für einen Shake nehme man:

100g Erdbeeren
1/4 Liter Milch
1 Kugel Erdbeer- oder Vanilleeis
1 EL Erdbeersirup

Die Erdbeeren werden von dem Grün befreit und einmal durchgeschnitten, dann zusammen mit der Milch und dem Eis gemixt. Danach einfach noch den Sirup unterrühren, bis es wie gewünscht süß ist. Schmeckt auch ohne Sirup lecker:)



Jedes Jahr wieder gern ein Erdbeershake. Ich finde der bringt richtig summer feeling und ist deshalb perfekt für das Blogevent von Stephie.


 
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