19. Juli 2013

Oliven-Ciabatta - schnell und lecker


Neulich hat Ela von transglobal pan party bei Facebook ein Ciabatta-Foto gepostet. Das war ungefähr ein bis zwei Stunden bevor die Grillparty bei mir losging. Gleich habe ich sie angeschrieben und obwohl sie noch nicht mal ihren Post dazu geschrieben hatte, hat sie mir schon das Rezept verraten. Diese Woche hat sie es dann auch auf ihren Blog gestellt (klick) und mir den Freifahrtschein erteilt es auch zu bloggen:) Also gibt es heute ein Oliven-Ciabatta-Rezept, das sich lohnt ausprobiert zu werden. Ich fand es unglaublich lecker und dann war es auch noch so einfach zu machen. Seitdem bin ich auf dem Brotback-Trip (also immer her mit euren Rezepten). Davor habe ich nur selten mal Brot selber gebacken, was ihr ja auch daran seht, dass ich z.B. bisher nur das amerikanische Cornbread gepostet habe. Die Menge an Wasser haben Ela und ich dann noch angepasst. Bei den ursprünglichen 350ml musste ich doch noch mehr Mehl nachgeben, weil der Teig etwas zu matschig blieb. Hier jetzt unser überarbeitetes Rezept:

Zutaten:

500 g Weizenmehl
250-300 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
15 - 20 grüne Oliven (Ela nimmt schwarze, wär gemischt vielleicht auch ganz lecker)
2 EL Olivenöl
1 1/2 Päckchen Trockenhefe
2 Zweige Rosmarin






Zubereitung

Gesäuberten Rosmarin fein hacken und die Oliven in Scheiben schneiden. Mehl,Trockenhefe und Salz gut mischen und nach und nach das Wasser und das Öl hineinlaufen lassen. Alles gut mit den Händen durchkneten. Bei Bedarf mehr Wasser oder Mehl zufügen. Nun Rosmarin und Oliven unterkneten und den Teig zu einem Laib formen (am besten mit etwas Mehl). Das Brot auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 1 - 2 Stunden mit einem Küchentuch abgedeckt gehen lassen.

Falls es etwas auseinandergelaufen ist, das Brot nochmals durchkneten und formen. Dann mit Olivenöl bestreichen und im vorgeheizten Ofen für ca. 30 - 40 Minuten bei 200°C backen.
Wenn das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt, ist es fertig.

Für glatte Scheiben das Ciabatta vollständig auskühlen lassen. Ansonsten einfach reißen.

Mir schmeckt dazu meine Dillbutter sehr gut. Und noch etwas anderes... das verrate ich am Wochenende.

17. Juli 2013

Hakuna Matata: es wird afrikanisch!


Today is wednesday. Vegan wednesday!
Zumindest bei mir. Und bei Cara, die heute fleißig die veganen Rezepte sammelt. Jede Woche könnt ihr bei dem Event mitmachen. Schaut nur, wer in der Woche sammelt. Alle Info`s gibts beim Klick auf das Logo. Für mich ist es heute Premiere, aber es wird nicht der letzte Post dazu sein.



Was gibt es nun heute hier bei Backen macht froh? Etwas Gekochtes. (Vielleicht sollte ich in Abspreche mit Herrn Gottschalk doch noch den Zusatz "Kochen ebenso" ins Leben rufen.)
Dem ein oder anderen wird heute wohl nichts Unbekanntes aufgetischt. Hier und da findet man das Gericht auch in anderen Blogs. Meine Variante ist etwas abgeändert von Sweet Trolley. Und sie war so lecker! Davor habe ich noch gar nichts davon gehört, aber scheinbar ist das Gericht schon total bekannt. Tja, auch an mir geht mal was vorbei:) Doch was gibt es nun? Heute wird es afrikanisch. Mit einem Erdnusstopf.
Vor einigen Jahren habe ich mit voller Begeisterung täglich Stunden damit zugebracht, "Die weiße Massai" zu lesen. Das Buch habe ich geschenkt bekommen und unter Naserümpfen beäugt. Nungut, dachte ich, werfen wir halt mal einen Blick hinein. Von meiner lieben Freundin C. habe ich kurz darauf gehört, dass sie es auch gerade liest, genau wie ihre Mutter und und und. Nachdem ich das Buch ratz fatz durchgelesen hatte, wurde ich dann zum nervigen Freunde-Berater. Jedem wollte ich es ans Herz legen und auf die angekündigte Verfilmung war ich auch schon ganz gespannt. Der Film war dann meines Erachtens ein großer Flop. Kein Wunder, dass einige dann natürlich auch keine Lust mehr hatten das Buch zu lesen. Hätte ich auch nicht mehr gehabt! Zumindest die Filmmusik fand ich noch toll! Warum schreibe ich das? Weil ich bei dem Gericht zuerst an "Die weiße Massai" denken musste. Einfach nur wegen der Verbindung mit Afrika, wohin man sich als Freund des Buches gerne träumt.

Afrikanischer Erdnusstopf

Ich verspreche euch, dass es euch schmeckt. Für Mr. M musste noch etwas Hackfleisch hinein. Ich blieb bei der veganen Variante und beim Reste-Verputzen am Abend (von wegen 4 Portionen, wie es bei chefkoch stand, es waren mindestens 5 oder 6! Und zwar anständige.) verschlang meine bessere Hälfte sogar zwei große Teller - auch ohne Fleisch!
Ich bin seit dem Rezept auf dem Erdnuss-Trip. Als pure Nuss kann ich zwar immer noch gerne auf sie verzichten (auch als "Topping" auf asiatischen Gerichten kann sie mir gestohlen bleiben), aber in Saucen und Co. als Erdnussmus oder -butter... wow! Hätte ich nicht gedacht, dass ich mich dafür so begeistern kann!



Nun endlich zu den Zutaten:
1/2 Kopf Weißkraut

2 Karotten
1 Zwiebel

1 Paprikaschote (orange)
frische Chilischote, gehackt

1 TL frischer Zitronenthymian (alternativ "normaler")

1 TL Cayennepfeffer

2 TL Chilipulver
2 EL Kreuzkümmel (Cumin)

1 TL scharfes Paprikapulver

1-2 EL Senf
4 EL Erdnussmus


1 Packung passierte Tomaten


250 ml Gemüsebrühe
1 Dose Kidney-Bohnen

1 Dose Mais





1 guter Schuss Mangosaft (ich hatte gerade eine Dose offen, da passte das gut)
evtl. Salz und Pfeffer zum Abschmecken


1. Das Gemüse putzen und klein schneiden. Das Weißkraut und die Karotten werden schonmal vorgekocht (wie ihr den "Biss" gerne habt).
2. Jetzt die Zwiebeln, Chili und Paprika anschwitzen. Den Senf, Cayennepfeffer, Chilipulver, Kreuzkümmel und Paprikapulver zufügen und kurz mitbraten.
3. Mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen und alles ca. 5 Minuten kochen lassen. Jetzt Thymian und Erdnussmus unterrühren.
4. Abgegossene Kidneybohnen und Mais und Mangosaft dazugeben, noch köcheln lassen und dann ab auf den Teller.



Vielleicht kann ich euch zum nächsten vegan wednesday Rezepte für einen ganzen veganen Tag vorstellen. Gerne dürft ihr euch auch Zutaten wünschen und hier vorschlagen.

16. Juli 2013

Ratz-fatz Erdbeer-Joghurt-Eis



Wer mich als Kind kannte, hat wohl schon einige Male den Kopf geschüttelt. Das Mädchen mag kein Eis, das Mädchen mag keine Pizza... alles Dinge, die doch Kinder lieben MÜSSEN. Spaghetti kriegt man vielleicht ab und zu noch in sie rein. Schokokekse? Kopfschütteln. Vanille schon eher.
Heute bin ich normal:) Erst gestern hatte ich beim Eisessen ein Strahlen im Gesicht. Mann, war das lecker!
Zu Hause musste es dann heute natürlich auch Eis sein. Weil ich aber nicht viel da hatte und sich Sonntage nicht sonderlich gut zum Einkaufen eignen, wurden im Kopf gekramt, ob sich nicht doch noch eine Lösung findet. Tadaaa: Erdbeer-Joghurt-Eis!
Letztes Jahr gab es im Garten so viele Erdbeeren, dass einige eingefroren werden mussten. Also wirklich, pro Tag einen ganzen Eimer schaff selbst ich nicht. Bloß: was macht man mit den matschigen aufgetauten Erdbeeren dann? Dieses Jahr bin ich schlauer und friere sie ein würde sie püriert einfrieren, wenn ich denn so viele hätte. Das ist super, weil es nicht so viel Platz wegnimmt und sich das Püree danach ganz einfach weiterverwenden lässt.
Aber ich hatte nun doch diese Erdbeeren vom letzten Jahr. Eigentlich doch irgendwie ideal für Eis. Weil ich keine Eismaschine habe (die würde ich wohl zu selten nutzen, obwohl ich DAS Schokoeis-Rezept überhaupt kenne. Ich sage euch, das könntet ihr nicht besser!), wurden einfach die folgenden Zutaten in einen Supermixer getan und dann eine ordentliche Menge Erdbeeren mit untergemixt. Weil sie gefroren sind, wird alles dann auch ein schönes Eis. Die Menge an Erdbeeren habe ich nicht abgemessen. Ich gucke da eher auf die Farbe. Wenn sie mir gefällt kommen keine weiteren Erdbeeren mehr rein.






Das kommt in den Mixer:

Rahmjoghurt (pur) und Quark (insgesamt 250 g)
100- 150 ml Sahne oder Milch
2- 3 EL Puderzucker
Mark einer halben Vanilleschote (ansonsten Vanillezucker statt Puderzucker und Vanille)
Erdbeeren nach Belieben viel (aber einige sollten es schon sein, damit es eisig wird)

Achtung: Eis schmilzt:) Aber ich denke diese Fotos können sich trotzdem beim Blogevent sehen lassen.

Banner Juli Eis, Sorbet & Parfait

15. Juli 2013

Sommerlaune: Erdbeer-Mandeltorte

Dieses Wochenende war ja so schönes Wetter, da hat die Erdbeer-Mandeltorte doch gleich nochmal so gut geschmeckt! Die SweetDreams vom Februar habe ich die letzten Wochen so oft in der Hand gehabt und mir die Erdbeerrezepte angeschaut. Bei der Erdbeer-Nougat-Sahnetorte ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen und ich habe mir endlich die Erdbeerzeit herangewünscht. Gestern war es dann soweit, dass ich endlich das Rezept ausprobiert habe.
Erdbeeren, Nougat und Sahne sind zwar Bestandteil der Torte, ich habe sie aber trotzdem umbenannt, weil ich das Nougat weniger als die Mandeln rausgeschmeckt habe. Außerdem fand ich die Torte auch nicht so Sahnetorten-typisch, was aber gut war, denn ich steh da gar nicht drauf!
Jetzt möchte ich euch das Rezept vorstellen und gleich einige Verbesserungsvorschläge von mir mit einbringen.

Für 12 Tortenstücke:

Mandelbiskuit:
  • 4 Eier, getrennt
  • 150g Zucker
  • etwas Salz
  • eine Vanilleschote
  • 125g Mehl, gesiebt
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 60g gemahlene Mandeln

 Füllung:

  • 300g Erdbeeren bloß gut hatte ich mehr, ich finde diese Angabe zu wenig und zu ungenau, weil man 12 Stück für die Dekoration aufheben soll, dann aber 250g pürieren muss. Was sollen denn das füt Mini-Erdbeeren sein? Nehmt lieber 250g geputzte Erdbeeren plus 12 schöne zum Dekorieren.
  • 6 Blatt Gelatine
  • 25g Marzipan hier ist Marzipanrohmasse gemeint
  • 20g Zucker
  • 10g Mandelsirup
  • 100g Mandelnougat, grob gehackt
  • 500g Sahne
  • 50g Vollmilch-Kuvertüre die ist eigentlich erst für die Deko wichtig.
Insgesamt war die Füllung für meinen Geschmack zu wenig. Ich habe aber nochmal auf dem sweet-Dreams-Bild nachgesehen und auch dort ist über dem zweiten Biskuitboden nur eine sehr dünne Sahneschicht zu sehen. Für meine nächste Erdbeer-Mandeltorte werde ich aber 600g Sahne und 400g Erdbeerpüree verwenden, dabei eventuell nachsüßen. Ich denke die 6 Blatt Gelatine sollten dann auch noch reichen.

Marzipanring:
erdbär Freche Freunde Trockenfrüchte Erdbeere (12 g), 1 Stück
  • 150g Marzipan hier wieder die Rohmasse
  • 40g Puderzucker
  • 15g gefriergetrocknete Erdbeeren das sind die Erdbeeren, die auch in Müslis zu finden sind. Ich habe welche aus dem Bioladen geholt/ holen lassen hi*hi (Freche Freunde von erdbär für ca. 2,50€). Das sind zwar nur 12 Gramm, aber die waren mehr als genug.
  • außerdem eine Prägematte zur Deko Ich hatte noch eine von der Arbeit mit Pralinen da, ansonsten hätte ich mir wohl nicht extra eine geholt.
An sich gab es mit dem Marzipanring keine Probleme. Ich habe jetzt nur noch viel Erdbeer-Marzpian übrig, weil meine Torte nicht so hoch geworden ist wie in der sweet Dreams. Vielleicht hätte man eine 22cm- Form nehmen sollen?! Lecker war er jedenfalls total! Richtig schön erdbeerig und auch was für die, die kein Marzipan mögen (z.B. ich).

Zubereitung:

1. Biskuit backen: Ofen vorheizen (180°C oder 160°C bei Umluft).
Eiweiß und Salz mit einem sauberen (fettfrei!) Rührstab zu Eischnee aufschlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Man sollte am Ende keine Körner mehr spüren, denn man etwas Eischnee zwischen Daumen und Zeigefinger reibt.
Das Mark der Vanilleschote herauskratzen und mit dem Eigelb vermischen. Eigelb dann unter das Eiweiß rühren. Restliche Zutaten mischen und unterheben.
Backpapier in eine 26er (?) Springform spannen und den Teig hineingeben. Ca. 20 Minuten backen und danach umgedreht auf einem Kuchengitter auskühlen lassen (Backpapier abziehen).
Den Biskuit quer durchschneiden und einen Kreis um etwa 1cm Rand verkleinern.
Beide Böden mit Mandelsirup tränken.

2. Füllung zubereiten: Die 250g geputzten Erdbeeren pürieren und währenddessen Gelatine in klatem Wasser einweichen lassen.
Das Püree mit Marzipan und Zucker in einen Topf geben und erwärmen. Nougat zufügen und wenn es geschmolzen ist die Gelatine in der Masse auflösen. Damit das Gelieren schon etwas eintritt, die Masse im kalten Wasserbad (mit Eiswürfeln) kalt rühren. Sahne aufschlagen und unterheben.

3. Turmbau: Um den Biskuit den Springformring setzten und ungefähr die Hälfte der Füllung draufstreichen. Danach den kleineren Boden mittig draufsetzten und den Rest Füllung darauf verteilen. Glatt streichen und ca. 3,5h kühl stellen.
Für die Dekoration die übrigen Erdbeeren mit Kuvertüre verzieren oder komplett eintauchen.



4. Der Marzipanring: Die gefriergetrockneten Erdbeeren fein mahlen (mit dem Pürierer o.ä.). 4g beiseite nehmen und den Rest mit Marzipan und Puderzucker verkneten. Die Masse ausrollen und das Prägemuster eindrücken. Auf die gewünschte Breite Streifen e schneiden und mit dem restlichen Erdbeerpulver bepinseln. Überschüssige Reste entfernen und das Band um die Torte leben. Etwas andrücken.

Die verzierten Erdbeeren symmetrisch auf die Torte setzten und diese in Stücke geschnitten servieren.

Bernd Siefert hat in Kuchen, Tartes und Cupcakes leider keine Tortenrezepte veröffentlicht. Deshalb war es wohl meine Pflicht die sweet Dreams zu kaufen, denn hier finden sich schonmal drei Torten, die einfach nur unwiderstehlich aussehen!  

Frau Schröters Nusstorte

"Wer ist gleich nochmal diese Frau Schröter?" Wie oft ich diese Frage wohl schon gestellt habe. Eigentlich wäre die Antwort so einfach: "Ist doch egal, hauptsache ihre Torte ist lecker!" Ich weiß noch nicht einmal, ob ich Frau Schröter überhaupt jemals gesehen habe. Vielleicht mal als Kind, falls eines der unzähligen Augenpaare von ihr war, die in den schönen marinefarbenen Kinderwagen hineingelunscht haben und "eieiei" gehätschelt haben? Erinnern kann ich mich jedenfalls nicht.
Zu Besuch einfach bei Frau Schröter anklopfen kann ich allerdings auch nicht mehr. Die gute Dame hat aber ein Rezept hinterlassen, was es nun mindestens fünf Mal im Jahr gibt. Ihre Nusstorte.

Wenn ihr, so wie ich, Torten auch immer mit Sahne, Quark und Co. in Verbindung bringt, dann ist es für euch vielleicht eher ein Nusskuchen.
Jedenfalls ist der lecker! Und das auch für Leute, die keine Walnüsse mögen! Ehrlich!
Irgendwie verschwindet dieses (ja, wie nennt man es?) raue?, holzige? der Nüsse einfach. Und süß ist der Kuchen! Und schon irgendwie mächtig! Aber die Süße kann man ja anpassen!

Hier der Originaltext aus dem zerschlissenen Schatzrezeptheftchen von Frau Schröter (gut, bei ihr hieß es nur "Nusstorte") :

Frau Schröters Nusstorte




Zutaten:         150g Walnüsse           250g Zucker                ca. 50g Gelee(Aprik.,Joh.)
                       3 Essl. Wasser           150g Mehl                   ca. 150g Puderzucker
                       6 Eier                          ½ P. Backpulver          20 schöne Nusshälften
                       Salz                            1 P. Vanillinzucker         





Zubereitung:

Eigelb, Zucker, Salz und Vanillinzucker verrühren. Die gemahlenen und angefeuchteten Nüsse dazugeben. Schnee aus 5 Eiweiß unterheben, dann erst das mit dem Backpulver vermischte Mehl vorsichtig einrühren. In eine gefettete und gebröselte Springform gießen und 35-40 min bei 200 Grad (45 min bei 180 Grad? Keine Umluft! ) backen. Noch heiß mit Gelee bestreichen. Die abgekühlte Torte mit einer Glasur aus einem Eiweiß und dem Puderzucker überziehen. Mit den Nusshälften verzieren. 

Manchmal hat Frau Schröter die Torte noch quer halbiert und mit einer Schicht Konfitüre (meistens Aprikose) bestrichen.



  Ob Frau Schröter wohl auch beim Blogevent teilgenommen hätte?

14. Juli 2013

Bombaskisch!

Irgendwann brauch man ihn einfach: den mega Schokokick! Auch ich hatte neulich den totalen Jiieper und dabei würde ich mich sonst wohl immer gegen einen Schokokuchen entscheiden wenn ich die Wahl hätte und noch ein Käsekuchen oder eine Früchtetorte zur Auswahl steht. Ob das jetzt immer noch so ist, ist eine andere Sache, denn ich habe etwas schokoladiges gebacken. Und das verdient jegliche Lobpreisung und nicht nur das simple Wort "Schokokuchen". Deshalb musste ich auch den Posttitel vom charlottenblog klauen (sorry ihr beiden!), aber wenn ihr den Kuchen  diesen Johnny Depp eines Schokotraums erst einmal backt, riecht, probiert und euch der Genuss auf der Zunge kitzelt, dann wisst ihr warum.
Ihr liebt doch sicher auch diese kleinen Schokofondants, also diese Küchlein, die innen noch flüssig sind. Liebt ihr sie auch so sehr? Noch leicht warm und so schokoladig... (meine bessere Hälfte hat sie mir mal gebacken und ich hatte schon Angst, dass er meinen Backkünsten jetzt Konkurrenz machen wird.) Dieses Rezept hier ist ja fast noch besser: flüssiger Kern in einem großen Kuchen! Wer kriegt das schon hin? Man sieht es erst nicht und dann wird man überrascht von einer zarten Schokocreme, die noch dazu saftige Erdbeeren behütet.
Nun entführe ich euch ins Baskenland. Aber nicht zu früh freuen, den Kuchen gibt`s erst später, wir brauchen einen Tag Vorsprung, damit sich der Teig ausruhen kann.






Baskischer Schokoladenkuchen

für eine Springform von 26 bis 28 cm:

Für den Teig:
150g weiche Butter
1 Prise Salz
200g Zucker
75g gemahlene Haselnüsse
1 Ei
180g Mehl
70g Kakaopulver (ich hatte keine Waage, ich glaube bei mir war`s etwas mehr)
1 TL Backpulver

Für die Schokoladencrème:

350ml Vollmilch
1 Ei
120g Zucker
40g Mehl
180g gute Edelbitter-Schokolade (75% Kakaoanteil), gehackt
2 Handvoll geputzte, frische Erdbeeren



Tag 1:

Teig:
Butter, Salz, Zucker und Nüsse gut verrühren. Dann das Ei untermischen.
Mehl, Kakao und Backpulver zur Mischung sieben und gut verkneten, bis ein formbarer Teig entsteht, der nicht klebt. Als Kugel in Frischhaltefolie eingewickelt ca. 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Füllung:
Milch in einem mittelgroßen Topf aufkochen.
Ei und Zucker schaumig-cremig rühren. Dann das Mehl hineinsieben und gut verrühren. Unter ständigem Rühren die Milch vorsichtig nach und nach (das Ei soll ja nicht stocken) dazugießen.
Alles in den Topf füllen und wieder unter Rühren aufkochen. Kurz köcheln und damit eindicken lassen.
Den Topf vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade unterrühren bis eine glatte Masse entsteht. Abkühlen lassen und immer wieder mit dem Schneebesen gut rühren. So verhindert man, dass sich eine Haut bildet (ich hab das Rühren vergessen, aber eine Haut hat sich nicht gebildet). Danach zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tag 2:

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Drei Viertel des Teiges ausrollen (um einiges größer als die Form),die Form bis über den Rand auslegen. Die Crème noch einmal umrühren und auf dem Teigboden glatt streichen.
Die Beeren verteilen und vorsichtig in die Crème drücken.
Den restlichen Teig ausrollen (auf den Durchmesser der Backform), auf die Crème legen und dann den überstehenden Rand über die Teigdecke klappen. Gut andrücken.

Im Backofen etwa 45 Minuten backen.

Nach dem Herausnehmen in der Form auskühlen lassen. (Aber nicht vollkommen, weil er etwas warm noch besonders intensiv schmeckt.)



Diesmal gab es so viele Erdbeeren, aber das nächste Mal werde ich hoffentlich Himbeeren da haben. ...Schoko-Himbeer, eine meiner Lieblingskombinationen...

Ach ja, wer mag kann noch 2 EL Rum in die Crème geben.

Und weil`s auf Facebook so schön war, noch ein unperfektes Foto:


13. Juli 2013

Milchmädchenkuchen mit Walnüssen und Stachelbeeren


Folgende Situation: Ich wollte früher auch schon immer zu jeder Gelegenheit etwas backen. Ab und zu gab es dann den Auftrag an Papa: "Kannst du mir bitte Mandeln für den Kuchen mitbringen?" Irgendwann wusste ich schon, dass ich da vorsichtig anfragen muss. Eier, Zucker, Mehl... alles kein Problem. Aber Mandeln? Haselnüsse? Schwierig... Er will nämlich immer Walnüsse. Wo es nur geht. Immer und egal welcher Kuchen. Dass Macarons aber mit Mandeln gemacht werden interessiert ihn nicht:) Ein Wunder, dass ich mir damals keine Allergie ausgedacht habe, um meine Mandeln zu bekommen. Hier kommt der Kompromiss, den wir geschlossen haben: ein Käsekuchen mit einer Walnuss-Mandel-Decke.


Milchmädchenkuchen mit Walnüssen und Stachelbeeren (20cm-Form)

  • 250 g Stachelbeeren
  • 150 g Butter
  • 70 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 500 g Quark
  • 1/2 Tube Milchmädchen-Kondensmilch
  • 2 TL Speisestärke
  • 2 EL Mehl
  • 40g gehobelte Mandeln
  • 50g gehackte Walnüsse
  • 75 g Schlagsahne
  • 2 TL Honig
  • 50g Zucker
  1. Stachelbeeren waschen und trocken tupfen. 
  2. Die Form mit Backpapier auslegen, den Rand buttern und bemehlen. 
  3. Butter, Zucker, Vanillezucker und ein Ei schaumig rühren. Restliche Eier nach und nach untermischen. 
  4. Quark, Kondensmilch und Speisestärke ebenfalls unterrühren.
  5. Die trockenen Beeren im restlichen Mehl wenden und vorsichtig unter die Quarkmasse heben.
  6. In die Form füllen und bei 160°C Ober-/Unterhitze ca. 45 Minuten backen (dabei den Kuchen nach 20 Minuten aus dem Ofen holen, er fällt etwas zusammen, dann kann er wieder rein).
  7. Sahne, Honig und Zucker aufkochen. Drei Minuten sprudeln lassen und anschließend die Nüsse untergeben.
  8. Nussmischung auf dem gebackenen Kuchen verteilen und nochmal für ca. 10 Minuten bei gleicher Temperatur backen. Ab und zu nachsehen, dass sie Nüsse nicht verbrennen.







Heute stehe auch ich total auf Walnüsse. Macarons bestehen bei mir zwar immer noch aus Mandeln, aber Walnüsse kommen genauso oft auf den Tisch. Und zwar das ganze Jahr hindurch.




 
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