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28. April 2021

Patisserie artisanale depuis 1938: Financiers noisette

Frankreich... Ich liebe dieses Land. Vielleicht geht es euch auch so. Paris, Bordeaux, Nizza, Toulouse,... Mir geht es gar nicht mal so sehr darum, dass man dort so leckere Dinge findet. Aber die machen Frankreich natürlich auch aus.
Wer zuerst an Schnecken und Froschschenkel, Leberpastete und Nizzasalat denkt, liegt zwar nicht falsch, aber viel toller sind natürlich noch die süßen Gebäcke, die in den Auslagen der vielen kleinen patisseries, also Bäckereien/ Konditoreien glänzen. Obwohl die Franzosen mit ihrem kurzen Schwarzen und einem Croissant zufrieden sind, findet man noch so viel mehr... pain au chocolat, Brioche, Baba au rhum, Tarte au citron,...
Neben Madeleines und Cannelés mag ich am allerliebsten Financiers.
Diese kleine Leckerei eignet sich gut als Häppchen, man kann sie also schön einem Buffet beisteuern, bei Feiern, auf Arbeit oder einfach nur bei einer gemütlichen Kaffeerunde mit Freunden.
 

Financiers kommen aus Frankreich und waren ursprünglich rund. Später waren es wohl die Schweizer, die sie so gebacken haben, dass die Form einem Goldbarren gleicht, was auch zum Namen passt. Für die „Financiers“, also die Finanzleute, wurden diese Kuchen nämlich damals gebacken. Damit sich die feinen Herren ihre Hände nicht beschmutzen, waren die Kuchen auch nur so klein. Eigentlich sind sie aus geriebenen Mandeln gemacht. Bei mir gibt es aber heute Financiers noisette, also mit Haselnüssen.
Mmmmhhh, ein Kakao oder Käffchen dazu und fertig!



Nun zu meinem Rezept:

Ihr braucht:
·         4 Eiweiß
·         150g Zucker
·         125g beurre noisette (Butter, im Topf geschmolzen, bis sie braun wird und nussig riecht)
·         50g Mehl
·         50g gemahlene Haselnüsse oder Pralin
·         etwas Vanilleessenz (oder ersetzt etwas Zucker durch Vanillezucker)
·         einige ganze Haselnüsse

Los geht`s:

Vorbereitung:
1.       Die Butter zubereiten und etwas abkühlen lassen. Eventuell sich absetzende Flocken abschöpfen.
2.       Die Nüsse im Ofen bei 160°C etwas anrösten, bis es in der Küche duftet (ca. 10 Minuten).
3.       Den Ofen auf 210°C vorheizen.

Weiter geht`s:
4.       Den Zucker mit abgekühlten Nüssen und dem Mehl vermischen. Am Schluss die Vanilleessenz zugeben.
5.       Nun nach und nach das Eiweiß unterrühren. Danach vorsichtig die Butter dazugeben und alles zu einem glatten Teig rühren.
Backen:
6.       Den Teig vorsichtig in die Financier-Form (oder eine andere kleine Kuchenform) geben und nach Belieben in jede Mulde zwei halbe Haselnüsse draufgeben.
7.       Für 10-15 Minuten backen. Dann den Ofen ausschalten, die Tür öffnen, aber die Financiers noch weitere 5 Minuten im Ofen lassen.

25. Oktober 2016

Adventskalender sind nur was für Kinder? BRANDNOOZ beweist das Gegenteil

Ich knuspere gerade leckere gebrannte Seeberger- Kürbiskerne, die mich in Weihnachtsstimmung versetzen, auch wenn es keine Mandeln sind.
 
Wie kommt es, dass die Leute immer mehr abdrehen, wenn es Herbst wird? Ich meine diesen Hang nach Gemütlichkeit, der sich immer weiter steigert, so dass man sich schon im Oktober (und da ist man wohl schon einer der letzten) mit der Weihnachtsdeko beschäftigt und die Shoppingmalls danach abgrast.



 
Ein bisschen sehe ich das ja ein, wenn man auf das Thema Adventskalender schaut. Den macht man ja bekanntlich für die Kinder, aber Jahr für Jahr gibt es immer mehr Erwachsene, die sich entweder gegenseitig Kalender schenken oder sich gar selbst einen zulegen. Warum auch nicht, haben wir uns nicht alle ein bisschen was verdient?
 
Jedenfalls muss der Kalender ja schon geplant sein bevor der Dezember beginnt. Wenn ich euch also heute mit diesem Thema konfrontiere, seit nachsichtig! Und vielleicht kann ich euch ja ein bisschen anstecken:)
 
Wer keinen Kalender selbst basteln möchte, aber trotzdem einen haben oder verschenken will, der wird eben einfach einen kaufen. So "einfach" ist das aber gar nicht, denn wir wollen einen, der gut durchdacht ist und bei dem wir auch an nahezu jedem Türchen Freude haben.
Zum Schenken eignet sich daher immer gut eine Leckereien-Vielfalt. Am besten ist es dann, wenn die Türchen noch nicht alle bekannt sind, wenn man also auch mal auf Süßigkeiten, Knabbereien, Leckerbissen stößt, die einem komplett unbekannt sind. So bleibt nicht nur die Freude beim Öffnen sondern auch beim Kosten.
 
Ich muss gestehen, ich habe seit heute den Brandnooz-Adventskalender. Das ist ja erstmal gar nicht schlimm, aber wie soll man es aushalten noch über einen Monat zu warten, bis man das erste Türchen öffnet? Könnt ihr das? Seid ihr so stark und wollt euch die Überraschung bis zum Schluss aufheben?
 
Jeden Tag ein Türchen. Das kann ich. Aber bis Dezember erstmal kein Türchen, obwohl der Kalender direkt im Flur steht? Das kann ich nicht. Daher habe ich schon eins geöffnet (wer jetzt clever kombiniert, der weiß auch schon, was sich hinter Türchen Nummer 1 verbirgt:)
 

 
 
In dem Kalender stecken für 24 Tage genussvolle Leckereien. Aber nicht nur deswegen ist er der "großartigste" Adventskalender aller Zeiten, sondern weil er bei 93cm Höhe auch 57cm breit und 9,5 cm tief ist. Das lässt erahnen, dass bei den Geschenken nicht geknausert wurde. Du hast also nicht nur ein Gummibärchen sondern eine ganze Tüte drin, nicht nur ein Bonbon, sondern mehrere.
 
Damit alles ganz bleibt (gerade weil auch Getränke den Kalender füllen), sind die einzelnen Türchen brandnooz-typisch mit Holzwolle gepolstert. Ebenso brandnooz-typisch ist, dass die Produkte alle original von bekannten Lebensmittelherstellern sind. Damit erwarten uns sehr gute Marken wie Krüger,Männer und viele mehr.
 
Ich habe zu dem Kalender nur positive Kritik zu verbreiten und finde es super, dass brandnooz einen anbietet. Er ist von seinen Inhalten für jedermann gedacht, kann also auch mit der ganzen Familie geteilt werden.

11. Oktober 2016

Erst langweilig, dann doch immer interessanter: Brühe und mehr

Da sitze ich krank zu Hause und wie auf Befehl kommt das Buch "Brühe und mehr" per Post geliefert. Von außen verspricht es gar keinen Spaß: ein graues Buch mit ein paar wässrigen Suppenschüsseln. Auch beim ersten Hineinblättern wird es nicht besser: bis Seite 27 eine Einführung zur Suppe. Welche Knochen und Gemüsesorten wähle ich, wie ist die Geschichte der Brühe und und und. Sicherlich hilfreich für Anfänger, aber langsam frage ich mich, auf welcher Seite denn endlich die Rezepte beginnen werden?
Auf Seite 28. Na das geht ja noch. Aber auch hier sind Brühen vorgestellt, die ohne viele Fotos noch immer nicht meine Kochlust entfachen. Andererseits bräuchte ich von Brühen nun auch nicht sonderlich viele Bilder. Ich weiß ja, wie sowas aussieht. Brühe aus einem ganzen Huhn, aus Hühnerknochen, aus Truthahnknochen, aus gerösteten Rinderknochen... so große Unterschiede wird es da in der Optik nicht geben. Brühe und Fond, Brühe und Fond... nun ja, da habe ich wenigstens mal ein Sammelband der unterschiedlichen Varianten, auf dass ich im Fall der Fälle zurückgreifen kann. Aber jetzt jeden Tag ein "Gericht" daraus zu kochen ist nun wirklich nicht meine Motivation.
Seite 56: endlich kommt das Geflügel-Kapitel. Und es geht los.. mit: Brühe! Wo bleibt das im Titel versprochene "mehr"? Juhu, es gibt ein Rezept für langsam gegartes Salz-Pfeffer-Hähnchen. So langsam wird es: es gesellen sich Reis, Erbsen und Parmesan hinzu. Seite 70 startet mit einer Hühnersuppen-Kur. Viele verschiedene Rezepte für Hühnersuppen werden vorgestellt und klingen gar nicht mal so schlecht, da sich die verschiedenen Kulturen hier finden. So haben wir aufgegriffen, was die Suppen in den verschiedenen Regionen so heilsam und lecker macht: Knoblauch in Frankreich, Chili und Limetten in Mexiko, Nudeln bei uns Deutschen und Lauch in Belgien. Die Chinesen nutzen übrigens Ingwer, Schalotten und Sternanis. Probiert doch mal so ein Rezept aus. Zumindest wenn man mal krank ist, fühlt man sich durch so eine Suppe schneller wieder gesund, denn sie hilft nicht nur gegen Erkältungen, weil man sich es einbildet. Nein, das ist kein Mythos: wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass Hühnersuppe heilt. Das liegt an entzündungshemmenden Aminosäuren, die gegen eine Erkältung helfen. Schnupfen wird vorgebeugt, weil die Arbeit der Flimmerhärchen in der Nase und den Atemwegen in ihrer Funktion unterstützt werden.
Nach und nach gefällt mir das Buch immer besser und zu dieser Jahreszeit passt es ja auch ganz gut. Am besten gefällt mir übrigens das Gericht der Rosa-Garnelen-Chowder.
 
Jennifer McGruther
Brühe & mehr
Gesundheit aus dem Suppentopf19,95 €18.9 x 22.9 cm, gebunden, 192 Seiten mit 100 farbigen Abbildungen
Übersetzt von: Linde Wiesner
ISBN 978-3-95728-016-9
 
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